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klassische weiße Rebsorten mit Erfolgscharakter Chardonnay ist eine der beliebtesten Rebsorten der Welt. Dabei ist der Name der Weißweinrebe so populär, dass viele ihn für eine Marke und nicht für eine Weißweintraube halten. Auch in Deutschland nimmt der Anbau dieser internationalen Erfolgssorte immer mehr zu.
Bezeichnung Die beliebte Weißweintraube Chardonnay ist in Burgund beheimatet und dort schon lange für die feinsten Weißweine zuständig. In dieser ausschließlich auf die Herkunftsbezeichnung fixierten Gegend war der Sortenname jedoch nur den Weinerzeugern vertraut. Das änderte sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts, als die Nennung der Rebsorte auf dem Flaschenetikett populär wurde und der Chardonnay beinahe den Status eines Markennamens erreichte. Heute ist er auch unter den Bezeichnungen Pinot Chardonnay, Beaunois, Morillon und Weißer Clevner bekannt und hat hat sich mittlerweile aufgrund seiner Beliebtheit und hohen Bedeutung den Rang einer Edelrebe verdient gemacht.
Anbau Der Chardonnay rangiert mit einer Rebfläche von 175.000 Hektar auf Platz 7 der meist angebauten Rebsorten weltweit. Er liefert unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen problemlos gute Erträge. Allerdings leidet die Weinqualität bei Erträgen über 80 hl/ ha, weshalb man sich, wenn der Wein wirklich fein ausfallen soll, mit einem Ertragsmaximum von 30 hl/ha begnügen sollte. Der einzige Nachteil des Chardonnay ist sein früher Austrieb, der ihn für Spätfröste im Frühjahr, besonders in kühlen Weinbergen, wie etwa in der Champagne, in Chablis oder dem Casablanca-Tal in Chile, anfällig macht. Seine dünne Beerenhaut läuft Gefahr zu faulen, wenn es zur Lesezeit regnet. Im Herbst ist der Chardonnay früh reif. Der Lesezeitpunkt spielt bei ihm eine entscheidende Rolle, da er gerade in den letzten Phasen des Reifevorgangs rasch den überaus wichtigen Säuregehalt einbüßt.
Aroma und Geschmack Der Chardonnay zeichnet sich durch seine hohen Reifegrade und seine Gestaltungsfähigkeit aus. Er spricht auf ein viel breiteres Spektrum an Kellertechniken an als die meisten weißen Traubensorten. Sein Aroma ist weniger charakteristisch als das eines Rieslings, dafür kann der Chardonnay den Charakter der Weinbergslage sehr gut widerspiegeln. So schmeckt der Weißwein von jungen oder zu Übererträgen getriebenen Reben oft wässrig . Einfacher Chardonnay hat einen leicht fruchtigen Geschmack, zum Beispiel nach Äpfeln oder Melonen. Ein guter Chardonnay dagegen zeichnet sich durch einen hohen Alkoholgehalt von etwa 13 % aus. Bei richtiger Lage, nicht zu hohem Ertrag, ausreichendem Säure und bei ausgereifter Kellertechnik kann er einen überwältigenden, saftigen, trockenen, körperreichen Geschmack hervorbringen, der sich in der Flasche ein, zwei oder mehrere Jahrzehnte lang entfaltet. Im Gegensatz zum Riesling und anderen edelfaulen Weißweinen ist er nicht imstande, Weine mit sehr langer Lebensdauer hervorzubringen.
Die berühmtesten Chardonnay- Weine bringen die Weißweinreben der kalkreichen Böden von Chablis, Corlon -Charlemagne, Meursalt und Puligny -Montrachet hervor, die einen nussigen, bei entsprechender Reife einen petroligen Geschmack haben. Die Weine dieser Traube sind deshalb von solchem Erfolg gekrönt, weil sie in der Lage ist auf fast jedem Bodentyp eine ansprechende Qualität hervorzubringen. Ihr Kennzeichen ist ein früher Austrieb und ihr Lesezeitpunkt sollte nicht zu spät ausfallen, um ein Absinken der Säure zu vermeiden.
Frankreich Das eigentliche Hauptanbaugebiet des Chardonnay ist die Côte de Beaune in Burgund, der südliche Teil der Côte d`Or, wo die berühmten Appellationen Corton-Charlemagne, Meursalt und Puligny-Montrachet liegen. Aber auch im Norden Burgunds, im Chablis und im Süden an der Côte Chalonnaise sowie im Mâconnais, ist sie die bedeutendste Weißweinrebe .Ihr Name ist jedoch nicht auf dem Etikett zu finden, da das französische Appellationssystem nur die Lagen oder Orte nennt ohne die Rebsorten zu erwähnen.
In der Champagne bildet der Chardonnay zusammen mit den roten Rebsorten Pinot noir und Pinot Meunier den Kernbestandteil des Champagner. Am handelsüblichen Champagner hat er einen Anteil von 50 bis 70 %, am Blanc de Blancs 100%.
Neue Welt Zwischen 1980 und 1995 erlebten die Chardonnay- Bestände in der neuen Welt eine regelrechte Explosion: In Kalifornien vervierfachte sich der Bestand, in Neuseeland stieg er sogar auf das Fünffache an, in Neuseeland und Chile konnte man ähnliche Entwicklungen verzeichnen. Diese Weine sind meist von einem ähnlichen Stil gekennzeichnet, die ein intensives tropisches Fruchtaroma und viel süße Eichenholzwürze besitzen.
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