Goldene Zeiten

Mit Blattgold luxuriös dinieren

Festliche Anlässe wie traumhafte Hochzeiten, runde Geburtstage oder besinnliche Weihnachts-Dinner sind wahrlich "goldene" Zeiten für alle ambitionierten Gourmetköche. Ob Profi- oder Hobbykoch: Es wird geköchelt, gezaubert, kreiert und dekoriert. Hauptsache,die feinen und edlen Speisen sind nicht alltäglich und etwas ganz Besonderes, gar königlich.


Haben Sie schon mal echtes Gold probiert?

Das Edelmetall ist tatsächlich zum Verzehr geeignet. Es handelt sich hierbei um hauchdünnes Blattgold, das keine schädlichen Stoffe enthält und somit den strengen Lebensmittelrichtlinien entspricht. Essbares Blattgold wird überwiegend mit 22 bis 24 Karat angeboten. 24 Karat entsprechen dem Wert von 99,9 Prozent Goldgehalt, was bedeutet, dass es sich um reinstes und somit echtes Gold handelt. Bei weniger Karat wird das Gold mit anderen Edelmetallen gemischt, zum Beispiel Kupfer.


Verleihen Sie Ihren Speisen luxuriösen Glanz

Blattgold ist völlig geschmacksneutral und verfälscht nicht den natürlichen Geschmack ihrer Speisen. Das Edelmetall ist demnach kein kulinarisches Genussmittel im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr dafür da, Speisen und Getränke luxuriös aufzupeppen, sprich kreativ zu dekorieren. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, da Blattgold in vielen verschiedenen Formen angeboten wird.

Blattgold-Blätter:
Mit ganzen Blättern können große Flächen dekorativ verziert werden, zum Beispiel feinste Konfiserie-Spezialitäten aus oder mit zartbitterer Schokolade, wie Pralinen, Kuchen oder Torten.

Blattgold-Shabin:
Es handelt sich hierbei um feine, unregelmäßige Blätterstreifen. Sie sehen fast wie Sägespäne aus.

Blattgold-Flocken:
Goldflocken sind recht grob und verleihen selbst bei sparsamer Dosierung einen großen Glanz-Effekt. Ein gutes Beispiel für den Einsatz von Flocken ist übrigens das berühmte Danziger Goldwasser - ein edler Gewürzlikör.

Blattgold-Pulver:
Das sehr feine Pulver eignet sich hervorragend zum Bestäuben. Salop gesagt ist es fast so, als ob Sie Puderzucker drüber streuen - nur edler und optisch wesentlich wirkungsvoller.


Der richtige Umgang mit Blattgold

Da Blattgold äußerst dünn und sehr leicht ist, lässt es sich fast beliebig formen. Das geht natürlich nicht mit den Händen. Für das Verzieren mit Blattgold bietet der Handel ein breites Angebot an speziellen Pinseln und Streuern an. Für unerfahrene Goldfans gibt es sogenannte Blattgold-Startersets - da ist das nötige Werkzeug für die ersten Schritte bereits mit dabei.

Beim Auftragen von Blattgold muss das hauchdünne Edelmetall vorsichtig mit dem Pinsel vom Papier abgezogen und auf das gewünschte Gericht gelegt werden. Der Pinsel sollte dabei statisch aufgeladen sein. Das erzielen Sie entweder durch das Abziehen der Schutzfolie oder beispielsweise durch das Reiben an Ihrer Kleidung.


Zubereitung

Blattgold lässt sich mit jeder beliebigen Speise kombinieren. Süßspeisen, Braten jeglicher Art, prickelnde Getränke, frisches Obst, Sushi oder Fisch - alles ist erlaubt. Allerdings wird das Gold nicht mit den Speisen gekocht oder gebraten. Die Gerichte werden erst kurz vor dem Servieren dekoriert. Einzige Ausnahme bildet das Backen. Hier kann das Gold - beispielsweise auf Gebäck - mühelos mitgebacken werden.


Kreative Ideen

Mit großen Blattgold-Blättern lassen sich Festtagsbraten, Fische oder ganze Pralinen vergolden. In Frankreich ist es beispielsweise üblich, an Festtagen mit Blattgold verziertes Obst zu verspeisen. Die Japaner hingegen trinken am Silvesterabend häufig Reiswein mit Goldflocken. Speisen, die bei der Weltbevölkerung ohnehin als besonders edel gelten, wirken mit Gold noch luxuriöser. Zum Beispiel Kaviar und Champagner. Goldflocken oder Schabins vermischen sich allerdings nur mit zuckerhaltigen Getränken, wie Likör. Beim Schaumwein schwimmen sie an der Oberfläche, wie Wasserlilien in einem Teich. Vergolden Sie doch mal den Rand eines Sekt- oder Weinglases mit Goldpulver – etwas Zuckerwasser hilft beim Kleben. Oder bestäuben Sie damit ein feines Dessert, denn gerade dunkle Flächen bieten den idealen Kontrast und lassen gesetzte Gold-Akzente besonders edel wirken: Zum Beispiel, wenn Sie ihrer Schokoladentorte einen edlen Goldrand verleihen. Leicht dekadent, aber im Gentlemens Club mit Sicherheit goldrichtig: Die vergoldete Zigarre.


Echtes essbares Blattgold ist gesundheitlich völlig unbedenklich

Essbares Blattgold wird in der Industrie als Lebensmittelfarbstoff E 175 bezeichnet. Für Silber gilt übrigens die Bezeichnung E 174. In beiden Fällen handelt es sich jedoch um echtes Gold oder Silber. Diese essbaren Edelmetalle enthalten keine schädlichen Stoffe.

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie auch wirklich zum Verzehr freigegebenes Blattgold in einem Lebensmittelgeschäft kaufen. Das kostbare Metall wird nämlich bereits seit der Antike, beispielsweise zum Verzieren von Möbeln, Bilderrahmen oder ganzen Gebäuden, verwendet. Dieses "Deko-Blattgold" enthält mitunter Anteile von Platin oder anderen ungesunden Stoffen, die sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken können.


Gold in der Medizin

Gold ist bereits seit Jahrhunderten ein bewährtes Heilmittel. Es wird beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen und zur Wundheilung angewandt. Das Edelmetall genießt auch in der Zahnmedizin hohes Ansehen, da es sich sehr gut zum Versiegeln von Zahnlöchern eignet. Der Fremdkörper ist sehr gut verträglich, oxidiert nicht und kann sehr hohen Temperaturen standhalten.