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Küchenpraxis & Aufbewahrung
Gewürze haltbar machen und aufbewahren Besonders frische Gewürze bzw. Kräuter verleihen Speisen das gewisse Etwas. Ihr Geschmack und Aroma ist weitaus intensiver als beispielsweise der von Getrockneten. Sie enthalten zudem mehr Vitamine und Mineralien. Wenn Sie die Qual der Wahl haben, dann sollten sie stets zu einem frischen Bund greifen. Nun verhält es sich mit der Frische wie mit der Jugend - sie ist vergänglich. Um unverbrauchte Mengen nicht sinnlos zu entsorgen lassen sich Kräuter mühelos einfrieren, trocknen oder einlegen.
Im Kühlschrank aufbewahren: Frische und unverbrauchte Kräuterzweige lassen sich für zirka 1 Woche im Kühlschrank aufbewahren: Sie müssen zunächst vorsichtig in ein feuchtes Tuch gewickelt und anschließend in ein verschließbares Gefäß gelegt werden, zum Beispiel in eine Tupperdose. Nun wandert die Dose samt Kräutern in das Gemüsefach Ihres Kühlschranks. Sie können die Kräuter nach Belieben innerhalb einer Woche aufbrauchen.
Im Gefrierschrank aufbewahren: Eingefroren halten sich Kräuter etwa 6 bis 10 Monate: Sie müssen zunächst vorsichtig klein geschnitten, aber nicht gehackt werden, ansonsten nehmen sie einen bitteren Geschmack an. Das Kleingehackte wird in einen handelsüblichen Eiswürfelbehälter gefüllt und mit etwa zwei Drittel Wasser aufgegossen. Dieses Verfahren ist besonders schonend, da die Aromastoffe nahezu vollständig erhalten bleiben. Zum Würzen einfach aus dem Gefrierfach nehmen und in ganzen Würfeln in das jeweilige Gericht geben. Sie können Ihre Kräuter ebenfalls in einem Gefrierbeutel aufbewahren - er sollte unbedingt luftdicht verschlossen sein.
Kräuter einlegen: Kräuter enthalten fettlösliche ätherische Öle und eignen sich deshalb ideal zum Einlegen in Öl, Essig oder Salz. Sie können Ihre frischen Kräuter entweder fein gehackt oder im Ganzen einlegen.
In Öl oder Essig:
Hierfür benötigen Sie zunächst ein sauberes Glasgefäß, am besten eine gut verschließbare Flasche. Diese wird nach Belieben mit Ihren Wunschkräutern aufgefüllt - besonders Thymian, Rosmarin und Oregano sind zum Einlegen geeignet. Füllen Sie diese jetzt entweder mit Öl oder Essig auf - der Inhalt muss dabei vollständig bedeckt sein. Abhängig von der verwendeten Menge können Sie ihre Kräuter nun konservieren (viele Kräuter) oder das Öl und den Essig aromatisieren (viel Öl oder Essig). Zum Konservieren wandert die Flasche direkt an einen kühlen und schattigen Ort. Die Kräuter halten sich zirka 6 bis 12 Monate. Zum Aromatisieren, muss die Flasche zunächst für ungefähr 2 bis 3 Wochen an ein sonniges Fenster gestellt werden, damit sich die Aromen entfalten können.
In Salz:
Sie müssen die fein gehackten Kräuter zusammen mit dem Salz in einem gut verschließbaren Glas aufschichten. Hierfür gilt die Grundregel: ein Drittel Salz und zwei Drittel Kräuter. Anschließend wird das Glas luftdicht verschlossen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt.
Feinmahlen von Gewürzen Um eine feine Gewürzmischung herzustellen, bietet der Handel sogenannte Gewürzmühlen an. Mit ihnen werden die wertvollen Spezereien besonders schonend und ohne große Wärmeentwicklung gemahlen. Übermäßige Hitze zerstört nämlich den Geschmack und das Aroma der Gewürze. Ersatzweise können Sie auch Kaffeemühlen verwenden, allerdings keine elektrischen, da ihr Mahlwerk zu hohe Temperaturen erzeugt. Sie können Ihre Kräuter aber auch ganz altmodisch mit einem Stößel zerkleinern. Das passende Gefäß dazu ist der sogenannte Mörser, eine sehr stabile Schüssel. Diese Methode ist zwar sehr anstrengend, aber schonend.
Getrocknete Gewürze aufbewahren Starke Wärme, Feuchtigkeit und Lichteinfall mindern die Qualität Ihrer Gewürze. Sie müssen daher stets an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahrt werden. Das lichtundurchlässige Gefäß darf sich nicht unmittelbar über der Kochstelle befinden, da ansonsten Farbe und Aroma erheblich darunter leiden. Originalverpackte Gewürze halten sich in der Regel bis zu 3 Jahre. Offene hingegen bis zu einem halben Jahr, da sie nach dem Öffnen allmählich an Würzkraft verlieren.
Trocknen bei niedrigen Temperaturen im Ofen: Bei dieser Methode, sollten Sie die Kräuter zunächst waschen und anschließend trocken tupfen. Legen Sie die Kräuter auf ein mit Alufolie bespanntes Backblech und schieben Sie dieses bei niedriger Hitze in den Ofen. Die eingestellte Temperatur sollte den Wert von 30 Grad nicht überschreiten, da ansonsten wertvolle Aromastoffe verloren gehen. Damit Luft zirkulieren kann, sollte die Ofentür einen Spalt offen bleiben. Nach etwa 12 Stunden sind die Kräuter trocken. Die Blätter lassen sich nun von ihren Stielen abzupfen und zerreiben.
Trocknen in der Mikrowelle: Diese effektive Methode ist besonders schnell: Hierfür müssen Sie die Kräuterblätter von den Stielen abzupfen, auf ein Küchenpapier legen und zirka 4 Minuten bei 650 Watt in der 0en. Die Zeiten können übrigens von Kräutersorte zur Kräutersorte variieren.
Trocknen an der Luft: Bevor es den Herd oder die Mikrowelle gab, wurden Gewürze an der Luft getrocknet: Dieses Verfahren dauert zirka 1 bis 2 Wochen. Hierfür werden die Kräuterzweige gebündelt und an einem schattigen, dunklen Ort aufgehängt - zum Beispiel auf einem sauberen Dachboden. Er sollte wohlig warm und gut durchlüftet sein. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht ratsam, da sie den Schimmelbefall fördert. Die Kräuter dürfen keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
Gewürze und ihre Reaktion auf Temperatur Gewürze reagieren höchst unterschiedlich auf Temperaturen. So verlieren beispielsweise Paprika, Pfeffer, Senf, Muskat, Anis, Majoran und Bohnenkräuter im Gefrierfach an Aroma. Zimt, Vanille, Ingwer, Nelken, Kümmel und Piment hingegen behalten ihre volle Würzkraft. Gewürze können im Gefrierfach auch an Intensität gewinnen, so verhält es sich nämlich mit Knoblauch, Basilikum, Estragon, Dill und Zwiebeln.
Einige Gewürze können bei der Zubereitung von warmen Speisen sofort mitgekocht oder gebraten werden. Das gilt ganz besonders für grobe Kräuter wie Thymian oder Rosmarin. Liebstöckel, Majoran oder Lorbeer entfalten erst bei hohen Temperaturen ihr volles Potential und schmecken besonders intensiv. Schnittlauch, Petersilie oder Dill hingegen verlieren beim Kochen an Aroma. Sie sollten vorzugsweise erst zum Schluss ihren Weg ins Gericht finden. Besonders bitter trifft es aber Paprika, Knoblauch, Chili und Curry, da sie bei zu starker Hitze eine herbe Note entwickeln. Am besten dünsten Sie diese Gewürze nur vorsichtig an.
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