Muss Bio teuer sein?

Qualität hat ihren Preis

Bio ist „in“. Das steht außer Zweifel. Und die meisten Leute sind gerne bereit, für Bio-Produkte etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Je nach Produkt muss man für die Öko-Variante ca. 50 % mehr bezahlen.

Viele Verbraucher stehen sogar den etwas billigeren Bio-Produkten skeptisch gegenüber und greifen deshalb lieber zu teuren Bio-Markenartikeln. Dabei gilt für ein Biosiegel aus dem Discounter dasselbe wie für alle anderen: Wo „Bio“ draufsteht, ist auch „Bio“ drin. Das Siegel bekommen nur „echte“ Bio-Produkte.


Was steckt hinter dem Preis?

Kurz gesagt: eine Menge mehr Arbeit als in normalen Massen- oder Standardproduktionen. Zunächst erfordert es sehr viel mehr Zeit und Arbeitskraft, das Zusammenspiel von Tieren, Pflanzen und Boden nach den Richtlinien des Bio-Landbaus zu organisieren. Den Tieren kommt mehr Platz im Stall zugute und sie werden artgerecht gehalten.

Die Erträge der Ernte sind oft niedriger, weil auf künstliche Dünger und ähnliches gänzlich verzichtet wird. Das Risiko beim Anbau und bei der Produktion ist höher. Zudem fallen Kosten für die vorgeschriebenen Kontrollen an. Zuletzt sind in der Weiterverarbeitung häufig aufwändigere Rezepturen erforderlich und die Logistik ist für geringere Mengen um einiges teurer.


Bio muss nicht teuer sein. Unsere Spar-Tipps:

So können Sie sich gesund ernähren und beim Bio-Einkauf sparen:

» Kochen Sie frische Zutaten und keine Fertiggerichte.

» Wählen Sie Produkte der jeweiligen Jahreszeit, am besten aus der Region.

» Essen Sie seltener Fleisch, dafür aber qualitativ hochwertige Bio-Ware.

» Auch bei Globus finden Sie eine große Auswahl an Bio-Produkten zu fairen Preisen.


Alles unter Kontrolle

Vom Staat beauftragte, unabhängige Zertifizierungsstellen überprüfen mindestens einmal im Jahr die Lebensmittelkette in der biologischen Produktion. Weil diese Kontrolleure selbst gewisse spezifische Normen erfüllen müssen, werden sie wiederum von der Behörde kontrolliert.

Wichtig ist, dass die gesamte Produktionskette unter die Lupe genommen wird: vom Landwirt über den Müller bis zum Bäcker. Bei der An- und Auslieferung von Produkten wird genau Buch geführt und lückenlos dokumentiert. Unangemeldete Kontrollen und doppelte Überprüfungen erhöhen die Sicherheit, damit die strengen Richtlinien eingehalten werden. Die Kennnummer der EU-Kontrollstelle ist ein sicheres Zeichen für die Durchführung der entsprechenden Kontrollen.