Perlenspass im Glas

Sekt

Weltmeisterlicher Genuss

Mit einem Glas Sekt anstoßen – das geschieht besonders häufig zu feierlichen Anlässen. Und vor allem in Deutschland: Nirgendwo sonst auf der Welt wird soviel Sekt getrunken. Zu Recht, denn Sekt sorgt mit seiner Leichtigkeit und seinen prickelnden Perlen für gute Laune.

Traditionelle Methode: Flaschengärung

Sekt entsteht durch eine zweite Gärung bereits fertigen Weins, des so genannten Sektgrundweins. Diesem wird Zucker und Hefe beigefügt. Bei der Flaschengärung, dem traditionellen Verfahren, wird der Sekt in der Flasche nach der so genannten „méthode champenoise“ sechs bis neun Monate vergoren. Bei modernen Verfahren erfolgt der Gärungsprozess vielfach in großen Behältern. Nach der zweiten Gärung wird die Hefe wieder entfernt. Qualitäts-Schaumwein darf sich der Sekt nur nennen, wenn er einen Alkoholgehalt von mindestens zehn Volumenprozent und drei Bar Kohlensäureüberdruck besitzt. Die abschließend beigefügte Dosage, ein in Wein gelöster Zuckerzusatz, entscheidet über den trockenen oder milden Geschmack des Sekts von extra brut bis doux.

Sekt gekonnt servieren

Das Festtagsgetränk sollte stehend, in einem dunklen, kühlen Raum und nicht länger als ein Jahr lagern. Halten Sie die Flasche beim Herausdrehen des Korkens immer von sich und anderen weg. Nachdem die Drahtschlaufe gelöst ist, wird der Korken vorsichtig gedreht. Die Flasche sollte dabei möglichst ruhig gehalten werden, um den Korken nicht durch aufgeschüttelte Kohlensäure zu lösen. Servieren Sie den Sekt in einem Kelchglas, das zu zwei Dritteln gefüllt ist. Nur dann können sich Bukett und Perlenspiel voll entfalten. Dabei sollte das edle Getränk nicht wärmer als sechs bis acht Grad sein, so dass die Gläser nach dem Einschenken kurz beschlagen.


Champagner

Das edelste aller Getränke

Voltaire, Goethe, Bismarck, Churchill und Marilyn Monroe hatten eines gemeinsam – sie alle liebten Champagner, ein Getränk, das einst nur in Adelskreisen verbreitet war. Namensgeber ist der rund 130 Kilometer östlich von Paris gelegene französische Landstrich Champagne. Nur Schaumweine, die aus Trauben dieses Anbaugebietes gewonnen und in dieser Provinz hergestellt werden, dürfen sich Champagner nennen.

Die Herstellung ist arbeitsintensiv und zeitaufwändig: Für den Weinanbau und die Champagnerherstellung gelten strenge Vorschriften. Beispielsweise erfolgt eine Zweitgärung in der Flasche („méthode champenoise“), die Lagerung muss mindestens 15 Monate dauern. Bei der langsamen Flaschengärung entstehen die kleinen, zarten Perlen des Champagners. Zugelassen sind die Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Schwarzriesling). Die verschiedenen Geschmacksrichtungen reichen von extrem herb (Ultra Brut) bis süß (Doux).

Champagner gekonnt servieren

Der Könner entkorkt eine Champagnerflasche höchstens mit einem kaum hörbaren „Plopp“. Dazu als Rechtshänder die Flasche mit der linken Hand schräg, in einem 45 Grad-Winkel, halten und mit der rechten Hand die Schleife des Drahtkorbes aufdrehen. Den Drahtkorb behutsam ausweiten und zusammen mit der Stanniolkappe entfernen. Unbedingt darauf achten, dass der Korken währenddessen von sich und anderen wegzeigt. Den Korken mit einer Serviette abdecken und langsam hin und her drehen, bis er sich löst. Die ideale Trinktemperatur für Champagner liegt um die acht Grad Celsius. Die früher übliche, flache Champagnerschale ist nicht geeignet, da das Getränk darin schneller schal wird. Am längsten halten sich die feinen Perlen in tulpenförmigen Gläsern.

Der perfekte Begleiter zu einem festlichen Essen

Ein Glas Sekt oder Champagner eignet sich bestens als Aperitif zur Einstimmung auf einen festlichen Abend. Aber auch zum Essen passt er prima, allerdings sollten die Speisen leicht und nicht zu stark oder zu scharf gewürzt sein. Sie würden den Geschmack des Schaumweins überdecken. Außerordentlich gut macht sich Sekt zur Käseplatte, vor allem zu Weichkäsen und halbfesten Schnittkäsen. Süße Desserts schmecken in Verbindung mit Champagner der Geschmacksrichtungen Sec oder Demi-Sec noch mal so gut.