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Unsere Empfehlung für Wissensdurstige. Woher kommt die Farbe beim Rotwein? Was ist Ampelographie? Und wann ist ein Wein brut? Diese oder andere Fragen haben Sie sich auch schon mal gestellt? Von „Abgang" bis „Zweitwein" – in unserem Wein-ABC finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.
Abgang: ist das, was man nach dem Schlucken des Weines noch im Mund schmeckt, sprich der Nachgeschmack. Intensität und Länge sind ausschlaggebend für die Qualität des Weines.
Ampelographie: auch als Rebenkunde bekannt, ist ein Teilbereich der Önologie (Wissenschaft vom Wein) und zugleich die Lehre von der Bestimmung und Beschreibung von Rebsorten sowie deren wissenschaftlicher Klassifizierung.
Atmen: Wenn man einen Wein durch offenes Stehenlassen und Umgießen atmen lässt, erhöht man den Sauerstoffkontakt des Weines. Dies belebt das Aroma. Besonders schwere Rotweine sollte man vor dem Trinken atmen lassen. In der Regel füllt man den Wein einige Stunden vor Genuss in einen Dekanter, bei manchen Weinen sogar 24 Stunden vorher.
Barrique: Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein kleines Eichenfass, das zum Ausbau von Rot- oder Weißweinen dient. Der Wein wird darin gelagert, um einen bestimmten Holzton-Geschmack zu erzielen.
Bouquet: wird auch der „Aroma-Strauß“ des Weines genannt. Man versteht darunter die Gesamtheit der Duft- und Aromastoffe eines Weines.
Brut: ist ein herber, besonders trockener Schaumwein, der nur geringe Spuren von Süße enthält. Ein Champagner der Sorte „brut“ darf höchstens 15 Gramm Restzucker pro Liter enthalten.
Cabernet: Eine der berühmtesten Rotweintrauben. Cabernet-Sauvignon unterscheidet sich von allen anderen verbreiteten Weinreben durch seine hohe Konzentration an Phenolen. Dadurch bringt er Weine mit tiefer Farbe und sehr langer Haltbarkeit hervor.
COS: Methode zur Wein-Bewertung, die zum Beispiel bei der Vergabe der amtlichen Prüfnummer angewendet wird. Die Kriterien Color (Klarheit, Farbe, Aussehen), Odor (Geruch) und Sapor (Geschmack) sind entscheidend.
Cuvée: steht für Verschnitt, Marriage oder Mélange von Weinen. Gemeint ist das gemeinsame Keltern und Vergären von verschiedenen Rebsorten in einem Gärbehälter zur Herstellung von Wein oder Schaumwein.
Degustation: Hier kommt eine kleine Expertenrunde zur geschmacklichen Beurteilung von Lebensmitteln zusammen. Beim Wein geht es um das Beurteilen und Prüfen des Weines mit den Sinnesorganen (Auge, Nase und Mund).
Dekantieren: Das Umfüllen des Weines in eine Karaffe, um ihn vom Depot (Bodensatz) zu befreien. Der Dekanter selbst ist ein Gefäß mit einem breiten Boden, in dem der Wein gut atmen kann.
Demi-Sec: Auch medium dry oder halbtrocken. Gilt für Sekt und Champagner mit 33 bis 35 Gramm Zucker pro Liter.
Depot: Damit wird der Bodensatz (frz. dépôt) des Weines bezeichnet, der sich beim Gären, Reifen und Altern auf dem Flaschengrund absetzt. Schmeckt bitter, ist aber Zeichen hochwertiger Qualität. Wird durch vorsichtiges Dekantieren vom Wein getrennt.
Edelzwicker: Ein sehr beliebter Cuvée aus dem französischen Weinbaugebiet Elsass, welcher aus den Rebsorten Riesling, Muskateller, Pinot-Sorten, Chasselas und Silvaner verschnitten wird.
Eiswein: wird aus überreifen Trauben hergestellt, die bei unter - 7 Grad gefroren geerntet und gepresst werden. Eiswein ist edelsüß und qualitativ sehr hochwertig.
Fanta: hat nichts mit Limonade zu tun, sondern ist die Bezeichnung für ein in Kalifornien gebräuchliches Rezept, einen milden Riesling herzustellen.
Faros: Ein Rotwein der Spitzenklasse von der kroatischen Insel Hvar, der aus der Rebsorte Plavac Mali gekeltert wird. Der granatrote, körperreiche und samtige Wein hat ein aromatisches Bouquet.
Gespritzter: Eine typisch österreichische Bezeichnung für die Mischung von zumindest 50 % trockenem Wein mit maximal 50 % Soda- oder Mineralwasser mit zumindest 4,5 % vol Alkoholgehalt. Besonders im Sommer eine willkommene Abkühlung.
Grand Cru: bedeutet „Großes Gewächs“ und ist zugleich die höchste Qualitätsstufe für Weine im Burgund und Elsass. Darauf folgt der Premier Cru („erstes Gewächs“).
Grand Reserva: Grand Reserva ist die höchste spanische Qualitätsstufe, die eine Mindest-Lagerzeit von 5 Jahren im Eichenholzfass, im Tank oder in der Flasche voraussetzt.
Harmonisch: ist ein Wein dann, wenn sich Traubensüße und Fruchtsäure angenehm vermählen. Wenn man bei einem Wein von einem vollen und gut ausgebauten Körper spricht, dann sind die Proportionen zwischen Extrakt-, Alkohol- und Säuregehalt ideal.
Hektoliter: Das im europäischen Weinbau übliche Hohlmaß (100 Liter) für die Angabe von Mengen an Most oder Wein. Der je nach Weingesetz unterschiedlich definierte maximale Ertrag an Wein wird in Hektoliter per Hektar angegeben.
Hektoliter: Das im europäischen Weinbau übliche Hohlmaß (100 Liter) für die Angabe von Mengen an Most oder Wein. Der je nach Weingesetz unterschiedlich definierte maximale Ertrag an Wein wird in Hektoliter per Hektar angegeben.
Imixiros: Griechische Bezeichnung für halbtrocken. Für den Griechenland-Urlaub: xiros = trocken, imiglykos = halbsüß, glykos = süß.
Impériale: Eine 6-Liter-Magnumflasche mit einem Volumen von 8 Flaschen. Solche Flaschen werden nur in geringen Mengen abgefüllt und dienen eher als Schaustück für Champagner.
Jahrgangswein: Ein Wein, der entweder zu 100 % oder zu großen Teilen aus demselben Jahrgang besteht. Der Anteil kann (je nach Land, Gebiet oder Wein) unterschiedlich sein.
Kabinett: geht auf das früher verwendete Cabinet zurück. Heute klassifiziert es in Deutschland die niedrigste Stufe eines Prädikatsweines und in Österreich einen gehobenen Qualitätswein.
Kaloriengehalt: Wein hat einen relativ hohen Anteil an Kalorien, nämlich knapp 700 kcal pro Liter. Und Rotwein sogar noch etwas mehr, was vor allem auf den Alkoholgehalt zurückzuführen ist.
Korkton: Der Korkton, Korkschmecker oder kurz Kork, ist ein sehr unangenehmer Weinfehler, der auf den Verschluss der Weinflasche, den Korken, zurückgeht. Er führt beim Wein zu einem leicht muffigen Geruch, der den Wein ungenießbar machen kann.
Leicht: Als „leicht“ gelten Weine mit einem relativ niedrigen Alkoholgehalt zwischen 8 % und 11,5 % vol.
Locorotondo: klingt verrückt, ist aber ein ordentlicher DOC Weißwein aus dem tiefen Süden Italiens. Der frische, trockene Weißwein mit einem Mandel-Bouquet wird als der beste Apuliens bezeichnet.
Merlot: ist ein dunkler Rotwein, der mild und ein wenig nach Pflaumen schmeckt. Er hat einen mittleren bis hohen Alkoholgehalt.
Met: auch Honigwein genannt, ist ein vergorenes alkoholisches Getränk aus Honig, Wasser und Hefe. Er wird sowohl heiß als auch kalt getrunken und kann bis zu 15 % Alkohol enthalten.
Nase: Synonym für das Bouquet, auch Blume genannt. Man versteht darunter das Aroma bzw. den Geruch eines Weines.
Naturwein: Ein unter ökologischen Bedingungen hergestellter Wein, auch als Biowein oder Ökowein bekannt.
Öchsle: Maßeinheit zur Bestimmung des Zuckergehaltes eines Mostes. Benannt nach dem Erfinder der Mostwaage, Ferdinand Oechsle.
Önologie: Die griechische Bezeichnung für die „Lehre und Wissenschaft vom Wein“ (oinos = Wein). Nahezu alle weinbaulichen Belange werden unter dieser Bezeichnung zusammengefasst. Ein Teilbereich ist die Ampelographie (Rebenkunde).
Paradise: Klingt berauschend: die französische Bezeichnung für halbvergorenen, sprudelnden Beaujolais. In anderen Ländern wird Wein in diesem Stadium als Bitzler oder Brauser (Deutschland) und Sauser (Schweiz) oder Sturm (Österreich) bezeichnet.
Prädikat: Für Qualitätsweine mit Prädikat gelten höchste Anforderungen bei der Qualitätsprüfung hinsichtlich Reife, Sortenart und Harmonie. Die deutschen Weinprädikate sind Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein.
Qualitätswein: Deutsche Weinbezeichnung. Bei der Einstufung der Weine ist der Zuckergehalt zu Beginn der Lese entscheidend. In Deutschland und Österreich fallen die meisten Weine unter diese Kategorie. Qualitätsweine mit Prädikat beginnen beim Kabinett.
Riesling: Eine Weißwein-Traubensorte, die vorwiegend an Mosel, Rhein und Elsass angepflanzt wird. Die weiße Rebsorte zählt zu den besten der Welt, den so genannten „Cépages nobles“.
Rioja: Der berühmte spanische Wein hat als erster und bisher einziger im Jahre 1991 die höchste spanische Qualitätsstufe DOC erhalten. Rioja gilt als der spanische Wein schlechthin und ist das Aushängeschild des Landes.
Rotwein: Rotwein entsteht, wenn rote Trauben mit Schalen acht bis vierzehn Tage als Maische in einem Bottich gären. Dabei geht neben sortentypischen Gerbstoffen auch die Farbe in die wässrig-alkoholische Lösung über.
Sec: Auch dry oder trocken. Als trocken bezeichnet man Schaumweine mit einem Gehalt an Restzucker zwischen 20 und 35 Gramm pro Liter.
Spätlese: Wein aus spät gelesenen und somit reiferen Trauben. Es handelt sich um Weine mit einem höheren Gehalt an Zucker und ausgeprägtem Gesamt-Extrakt. Sie entfalten ihr Potenzial erst ab ungefähr 5 Jahren.
Tafelwein: Früher verstand man darunter einen Wein, den man vorrangig zum „Tafeln” genoss. Nach EU-Gesetz ist dies heute die unterste Qualitätsstufe und bezeichnet einen eher schlichten Landwein, der sich sehr gut als reiner „Durstlöscher” trinken lässt.
Trocken: Trockene deutsche Weine dürfen nur bis zu 9 Gramm Zucker pro Liter enthalten. Die meisten europäischen trockenen Weine haben nicht mehr als 2 Gramm Zucker pro Liter.
Verschnitt: Deutsche Bezeichnung für das Ergebnis des Verschneidens von mehreren Weinen aus verschiedenen Rebsorten oder Jahrgängen zu einem Wein, siehe auch Cuvée.
Weinbeißer: Österreichische Bezeichnung für einen passionierten Weingenießer, der durch das „Beißen" des Weines bzw. Rollen im Mund seinen vollen Geschmack auslotet. Ein "alter Weinbeißer" zeichnet sich durch große Erfahrenheit und Trinklust aus.
Weinstein: ist ein Gemisch aus Salzen der Weinsäure, das sich am Grund von Weinflaschen oder am Korken absetzt. Weinsteinkristalle in einer Weinflasche sind weder ein Fehler des Weines noch zwingendes Qualitätsmerkmal.
Zapfen: Bezeichnung für einen Rebstock-Trieb, dem nach dem Rebschnitt noch 1 bis 3 Knospen belassen wurden. In der Schweiz ist Zapfen aber auch ein gebräuchlicher Ausdruck für den Korken.
Zweitwein: Damit wird die preislich günstigere und einfachere Linie eines Weingutes bezeichnet, auch Zweitetikett genannt. Für den Zweitwein werden Trauben von unter 10-jährigen Weingärten verwendet sowie Chargen des „Großen", die etwas schlanker ausfallen, oder auch Teile der Vorlese.
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