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Sonnenschutz für Erwachsene*
Die Sonne Licht und Schatten
Ein Bad in der Sonne kann erholsam und entspannend sein. Ob Sommer oder Winter, ob im Gebirge, am Strand oder auf dem Balkon: Schon wenige Minuten in der Sonne machen garantiert gute Laune. Aber: Zu viel Sonne schadet der Haut. Wer sich ihr völlig ungeschützt aussetzt, riskiert einen Sonnenbrand mit Rötungen und Bläschen. Schuld daran ist die für das menschliche Auge unsichtbare ultraviolette (UV-) Strahlung, die zwar die Haut bräunen kann, aber leider auch Sonnenbrand und langfristige Hautschäden hervorruft.
Wer die Sonne genießen möchte, muss sich deshalb auch schützen: Starke Mittagssonne meiden, Hut, leichte Kleidung und Sonnenbrille tragen und in den Schatten gehen, wenn es zu viel wird. Und natürlich ungeschützte Hautstellen gut eincremen: Wirksame Sonnenschutzmittel – gezielt und mit Sorgfalt angewandt – schützen die Haut zuverlässig vor den schädlichen Wirkungen übermäßiger Sonnenbestrahlung.
Lichtschutz Hilfestellung für die Haut
Bis zu einem gewissen Grad kann sich die Haut selbst gegen die gefährliche Wirkung der Sonnenstrahlen schützen. ‚Eigenschutzzeit’ heißt die Zeitspanne, die man in der Sonne verbringen kann, ohne dass eine Hautrötung auftritt. Allerdings ist dieser Schutz bei jedem Menschen anders: Wer rothaarig und blass ist, darf bei intensiver Sonnenstrahlung nur fünf Minuten ungeschützt im Freien bleiben, während für dunkle Hauttypen bis zu 30 Minuten in Ordnung sind.
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Sonnenmilch, Sonnencreme oder –spray reduzieren den in die Haut eindringenden Teil der UV-Strahlung. So kann man auch über die Eigenschutzzeit hinaus in der Sonne bleiben, ohne gleich einen Sonnenbrand zu riskieren.
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut die Sonnencreme oder -milch vor UV-B-Strahlung schützt: Ein hoher LSF steht für eine hohe Schutzwirkung, ein niedriger LSF für einen geringeren Schutz. Auf den Produkten findet man sowohl den LSF als Zahlenwert als auch die dazu gehörige Schutzklasse: Basis, mittel, hoch oder sehr hoch.
Doch auch wer sich eingecremt hat, sollte mit der Sonne vorsichtig sein. Denn selbst Sonnenschutzmittel mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren können die UV-Strahlen nie vollständig abwehren. Begriffe wie ‚Sunblock’, die einen Rundumschutz suggerieren, werden daher künftig nicht mehr auf Flaschen oder Tuben stehen. Und egal, wie hoch der Lichtschutzfaktor ist: Damit er wirksam bleibt, sollte man regelmäßig nachcremen. Denn durch Schwitzen und der Reibung von Kleidung auf der Haut verringert sich der Schutz mit der Zeit.
Der richtige Lichtschutzfaktor Welcher Lichtschutzfaktor wann erforderlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Hauttyp
Bei empfindlichen und zu Sonnenbrand neigenden Hauttypen empfiehlt sich ein hoher Schutz (mindestens Lichtschutzfaktor 30). Für dunkle Hauttypen ist ein mittlerer Faktor (zum Beispiel LSF 20) ausreichend. Im Zweifel lieber einen höheren Schutz wählen und nicht so lange in der Sonne bleiben.
Intensität der Sonneneinstrahlung
Bei Reisen in den Süden, insbesondere in die Nähe des Äquators, sowie im Gebirge und am Meer ist ein hoher Lichtschutzfaktor für jeden unerlässlich: Die Intensität der UV-Strahlung nimmt von den Polen in Richtung Äquator zu und steigt außerdem mit der Höhe über dem Meeresspiegel an (um etwa 10 % pro 1.000 Höhenmeter). Je stärker die UV-Strahlung, desto kürzer ist die Eigenschutzzeit der Haut. Auch die Reflektion der UV-Strahlen – beispielsweise durch die Wasseroberfläche am und auf dem Meer oder im Gebirge durch Schnee – kann die UV-Belastung der Haut nochmals um bis zu 90 % erhöhen, so dass man einen noch höheren Lichtschutzfaktor braucht. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung überall am stärksten. In dieser Zeit sollten Sie Ihrer Haut lieber eine Ruhepause gönnen und sich in den Schatten setzen.
Sonnenschutz ist zu jeder Jahreszeit ein Thema: Im Winter, in Verbindung mit Schneereflektion, Wind und Minustemperaturen wirken Sonnenstrahlen noch intensiver. Auch im Frühjahr, bei bedecktem Himmel oder im Schatten wirken UV-Strahlen auf die Haut – daher lieber einmal zu viel als zu wenig eincremen.
Aktivität
Gerade bei Sport und Spiel ist man der Sonne oft besonders lange und ungeschützt ausgesetzt. Starkes Schwitzen schwächt die Wirkung von Sonnenschutzmitteln ebenso wie Baden oder Duschen. Deshalb sollten Sie bei allen sportlichen Aktivitäten immer einen hohen Lichtschutzfaktor und idealerweise wasserfeste Produkte verwenden. Nachcremen nicht vergessen.
UVA – Ein neues Logo für besseren Schutz Bisher gab meist nur der auf allen Produkten gekennzeichnete Lichtschutzfaktor dem Verbraucher eine zuverlässige Information über die Schutzleistung von Sonnenschutzmitteln. Das ist jetzt anders: Anfang des Jahres 2007 wurde europaweit auch eine einheitliche Kennzeichnung der UV-A-Schutzleistung eingeführt. Das neue Logo – die Buchstaben ‚UVA’ in einem Kreis – bedeutet, dass das Sonnenschutzmittel in einem ausgewogenen Verhältnis gegen UV-A- und UV-B-Strahlung schützt. Das heißt, je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser der Schutz gegen UV-B und UV-A.
Ein großer Fortschritt – denn neuere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass nicht nur die Sonnenbrand auslösende UV-B-Strahlung, sondern auch die längerwellige UV-A-Strahlung für lichtbedingte Hautschäden verantwortlich ist. Zu viel UV-A-Bestrahlung ist deshalb gefährlich, weil sich ihre negativen Auswirkungen erst als Langzeitschäden bemerkbar machen: Die Haut altert schneller, entwickelt Pigmentflecken und im schlimmsten Fall sogar Hautkrebs.
» Die Inhalte wurden von dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. - IKW zur Verfügung gestellt. Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. - IKW
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