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Tipps & Tricks für Schwangere Aufgrund der hormonellen Umstellung treten vor allem in den ersten Wochen und am Ende der Schwangerschaft vermehrt Schwangerschaftsbeschwerden auf. Diese können mithilfe der richtigen Ernährung durchaus gelindert werden.
Generell gilt aber: Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Gynäkologen über Ihre Beschwerden. Und besprechen Sie auch mit ihm die eventuelle Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.
Morgendliche Übelkeit Mögliche Ursachen hierfür sind die Hormonumstellung oder ein Ungleichgewicht des Blutzuckerspiegels. Am besten essen und trinken Sie bereits vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit wie Tee und Zwieback. Nehmen Sie dann nach dem Aufstehen mehrere kleinere Mahlzeiten zu sich. Lassen Sie den Tag langsam angehen.
» empfehlenswert sind Teesorten aus Ingwer, Anis, Fenchel, Kümmel oder Minze
Um für einen ausreichenden Flüssigkeitsausgleich zu sorgen, trinken Sie Kräutertee in kleinen Portionen. Ingwer kann bei regelmäßigem Verzehr die Übelkeit hemmen. Vermeiden Sie fettreiche Nahrung und zu stark gewürztes Essen.
» salziges Essen, wie Bouillon oder Vollkorn-Salzgebäck, sollte nach einem eventuellen Erbrechen eingenommen werden
Wählen Sie Nahrungsmittel, die Sie selber mögen und die Sie erfahrungsgemäß gut vertragen.
Heißhunger Heißhunger entsteht durch die vermehrte Produktion von Insulin und der damit einhergehenden Senkung des Blutzuckerspiegels. Verzehren Sie viele kleine Mahlzeiten. Optimal wären drei Haupt- und zwei bis drei Zwischenmahlzeiten. Geeignete Zwischenmahlzeiten sind Obst, z. B. Apfel, Banane, Trauben oder Rohkost, z. B. Möhren, Paprika, Radieschen oder Cocktailtomaten. Aber auch ein paar Nüsse (ungesalzen), ein Becher Jogurt, eine Portion Quark, ein Glas Buttermilch oder eine Scheibe Knäckebrot sind empfehlenswert. Bauen Sie bewusst kleine Mengen Süßigkeiten ein, anstatt ganz darauf zu verzichten, dies stimuliert die Lust auf Süßes nur zusätzlich. Kleine leckere Hilfe: Kichererbsen mit Currypulver und Sesamöl in einer Pfanne rösten.
Unterzuckerung Um Unterzuckerungen zu vermeiden, sind regelmäßige Mahlzeiten wichtig. Wählen Sie Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an so genannten komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Dazu gehören insbesondere Vollkornbrot, Getreideflocken, Naturreis, Vollkornnudeln und Gemüse sowie Hülsenfrüchte. Die Kohlenhydrate in diesen Lebensmitteln werden im Darm sehr viel langsamer zu Zucker abgebaut und der Blutzuckerspiegel steigt nach ihrem Verzehr nur wenig an, bleibt über einen längeren Zeitraum stabil und sinkt nicht schlagartig wieder ab. Zuckerreiche Produkte sollten Sie dagegen besser meiden. Ganz besonders gilt dies für Süßigkeiten und gezuckerte Getränke, z. B. Limonaden und Fruchtsäfte. Aus ihnen wird der Zucker sehr schnell und in großen Mengen ins Blut aufgenommen. Die Bauchspeicheldrüse muss daraufhin viel Insulin produzieren, wodurch es bald nach dem Verzehr dieser Lebensmittel zu einem raschen und tiefen Absinken des Blutzuckers und damit leicht zu einer Unterzuckerung kommen kann.
Verstopfung Auch hier spielen hormonelle Ursachen eine Rolle. Die Darmtätigkeit wird eingeschränkt. Ballaststoffreiche Kost in Verbindung mit viel Flüssigkeit hilft, die Darmtätigkeit wieder anzuregen. Vermeiden Sie Weißmehlprodukte.
Sorgen Sie ständig für gute Verdauung, beispielsweise mit Wasser, Molke oder Pflaumensaft. Sie können auch gelbe Leinsamen einweichen und unter Ihr Müsli rühren.
Verdauungsprobleme Im letzten Schwangerschaftsdrittel kann es auch zu Verdauungsbeschwerden kommen. Bewährte Hausmittel helfen auch hierbei: ein Glas lauwarmes Wasser oder Pflaumensaft. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn morgens auf nüchternen Magen getrunken wird. Des weiteren hilft Ihnen ballaststoffreiche Ernährung mit viel Flüssigkeit, mindestens 2 Liter am Tag, sowie Bewegung.
Wadenkrämpfe Magnesium ist neben Kalzium für die Nerven-Muskel Reizweiterleitung wichtig. Ein Mangel kann zu Krämpfen führen und vorzeitige Wehen auslösen. Neben den Sofortmaßnahmen wie Massagen, Wechselduschen und Bewegung beugt man den Krämpfen durch eine magnesium- und kalziumhaltige Ernährung vor. Empfohlen werden zum Beispiel Milch und Milchprodukte, Bananen, Aprikosen sowie Vollkornprodukte, Nüsse, Quinoa, Hirse, Datteln und Krabben.
Sodbrennen Sodbrennen tritt meist ab der Mitte der Schwangerschaft auf, nämlich dann, wenn es eng im Bauch wird.
Versuchen Sie, genau herauszufinden, was Ihnen bekommt und was nicht. Je langsamer Sie jetzt essen, desto besser. Es helfen viele kleine Mahlzeiten. Ein Spaziergang an der frischen Luft nach den Mahlzeiten oder ein paar leichte Jogabewegungen bzw. Atemtechniken unterstützen bei der Verdauung. Es gibt viele Tipps bei Sodbrennen: Gegen die Säure helfen Senf, Senfgurken, Tee aus Kamille/Fenchel, Japanische Salzpflaumen, Oliven, roher Kartoffelsaft und Artischocken. Auch Milch in Schlückchen, Haferflocken, Nüsse und Brot helfen die Säure zu neutralisieren.
Joghurt oder Quark mit Früchten als Dessert genießen. Stark gewürzte oder fette Speisen können Sodbrennen verursachen. Genauso der Genuss von Kaffee oder zu viel Süßigkeiten. Es gibt Wässer mit einem hohen Gehalt an Hydrogencarbonat, deren neutralisierende Wirkung bei Sodbrennen wissenschaftlich nachgewiesen ist. Achten Sie auf die Beschriftung „Heilwasser“ und auf die Hinweise auf der Flasche.
Schwangerschaftsstreifen Durch die starke Dehnung an Busen, Hüften, und Bauch kann vor allem bei schneller Zunahme das Bindegewebe reißen. Folge sind feine rote Streifen, die mit der Zeit verblassen. Zupfmassage und Luffahandschuhe mit einem Mix aus Weizenkeim und Borretschöl beugen vor. Zink, Vitamin C, Kieselsäure, Beta-Karotin, Vitamin E und Gamma-Linolensäure stärken und stützen das Bindegewebe!
» Viel Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl stärken das Bindegewebe und machen es elastischer für die Geburt.
Krampfadern Eine der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden sind Krampfadern. Hormonell bedingt wird das Bindegewebe während der Schwangerschaft etwas dehnbarer, so dass es zur Bildung von Krampfadern kommen kann. Vorbeugend hilft regelmäßige Gymnastik und das Hochlagern der Beine. Auch das Wechselduschen wird bei Krampfadern empfohlen. Thrombosestrümpfe sind unverzichtbar für alle Betroffene.
Ödeme/Wassereinlagerungen Ein weitverbreitetes Problem sind Ödeme - Wassereinlagerungen in Armen und Beinen. Gegen Ödeme hilft viel trinken, circa 2 Liter am Tag. Auch Salatgurken und gekochte Kartoffeln eignen sich als Hilfsmittel zum Ausschwemmen. Empfohlen wird der Verzehr von Obst und Milch. Hartnäckige Ödeme sollten medizinisch kontrolliert werden, denn Ödeme könnten ein Hinweis auf eine Schwangerschaftsgestose sein.
Juckreiz Während der Schwangerschaft vollbringt die Haut Höchstleistungen. Besonders beansprucht wird die Haut am Bauch. Werdende Mütter klagen mit wachsendem Bauch zunehmend über Spannungsgefühle und Juckreiz. Dies ist hormonell bedingt. Linderung verschafft eine Vitamin B6-haltige Ernährung.
Müdigkeit und Erschöpfung Gegen Müdigkeit und Erschöfpung hilft Ruhe und eine wärmende Suppe: mageres Suppenfleich, Rosmarin, Lorbeerblätter, Gemüse und Ingwer.
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