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Damit der Juckreiz verschwindet Ein Allheilmittel gegen Neurodermitis gibt es leider nicht. Doch es bestehen viele Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Welche das sind, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt.
1. Eine wichtige Basis: die Haut pflegen Tägliches Eincremen ist das A und O. Nur so lässt sich der mangelnde Wasser- und Fettfilm der Haut ausgleichen. Inhaltsstoffe wie D-Panthenol, Bisalbolol oder Harnstoff/Allantoin verstärken die gewünschte Wirkung.
Achten Sie darauf, dass die Pflegecreme keine unnötigen Reizstoffe wie Parfüm oder Farbstoffe enthält – diese können die Haut irritieren.
2. Wenn der Juckreiz kommt: die Haut beruhigen Bei akutem Juckreiz hilft eine gezielte anti-entzündliche Therapie, z.B. mit speziellen Salben. So lässt sich der Teufelskreis aus trockener Haut, Juckreiz, Kratzen und Entzündung durchbrechen.
In Einzelfällen verschafft eine Kortison-Creme Linderung. Bei verantwortungsvoller, zeitlich begrenzter Behandlung ruft Kortison nur selten Nebenwirkungen hervor. Eine ärztliche Beratung sollte aber in jedem Fall stattfinden.
3. Im Alltag: die Auslöser meiden Jeder Neurodermitiker reagiert auf andere Auslöser mit Ekzemen und Juckreiz – deshalb sollte ein Facharzt durch spezielle Tests feststellen, welche Auslöser für Sie relevant sind. Sobald Sie diese kennen, lautet die Regel: Den Auslösern konsequent aus dem Weg gehen. Wie das klappt, lesen Sie hier:
Nahrungsmittel:
Wenn Sie auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagieren (z. B. Milch oder Hühnereiweiß), verzichten Sie nach eindeutiger Diagnose bei Ihrer Ernährung darauf.
Tierhaare:
Wer auf die Allergene (Haare, Hautschuppen, Speichel) bestimmter Tiere allergisch reagiert, sollte den Umgang mit diesen Tieren meiden.
Hausstaubmilben:
Bei einer Hausstaubmilben-Allergie sind „milbendichte“ Matratzenbezüge zu empfehlen. Verzichten Sie am besten auf langflorige Teppiche. Fürs Putzen gilt: regelmäßig wischen und staubsaugen. Wer einen Staubsauger verwendet, sollte diesen mit speziellen Filtern (HEPA) ausstatten. Bettwäsche und Oberbetten alle 4 bis 6 Wochen bei mind. 60°C waschen.
Stress:
Bei Hektik und Stress helfen Entspannungstechniken wie z.B. Yoga oder Autogenes Training.
Putzen:
Mit Reinigungs- und Putzmitteln sollten Sie möglichst nicht direkt in Berührung kommen. Am besten Handschuhe verwenden!
Wäsche waschen:
Benutzen Sie Waschmittel ohne Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe. Auf Weichspüler können Sie getrost verzichten.
Kleidung:
Bei der Kleiderwahl kommt es auf das Material an. Naturbelassene Baumwolle ist ideal. Wolle besser nicht direkt auf der Haut tragen.
Rauchverbot:
Achten Sie darauf, dass Ihr Haushalt und Ihr Arbeitsplatz rauchfrei sind.
Baden und Duschen:
Meiden Sie zu häufiges und zu heißes Baden und Duschen. Speziell Schaumbäder sollten Sie gegen Ölbäder austauschen. Cremen Sie die Haut nach dem Kontakt mit Wasser ein.
Klimawechsel:
Das so genannte Reizklima (z. B. an der Nordsee oder im Hochgebirge) wirkt sich oft sehr positiv auf Hauterkrankungen aus. Machen Sie dort einfach mal Urlaub oder beantragen Sie eine Kur.
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