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Wie Globus nach Dresden kam

Vorhabenbezogener Bebauungsplan 2010

Im Jahr 2010 stellte Globus bei der Stadt Dresden einen Antrag auf die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gemäß § 12 Baugesetzbuch. Diese Sonderform des Bebauungsplans findet immer dann Anwendung, wenn ein bereits präzise umrissenes Projekt von einem Investor realisiert werden soll. Von kommunaler Seite können Festsetzungen detaillierter als in normalen Bebauungsplänen erfolgen.
Das bedeutet: Die Kommune hat in diesem Verfahren ein deutlich größeres Mitspracherecht über Planungen und Bauausführungen, als es in dem üblichen Verfahren der Fall ist.

Der Dresdner Stadtrat stimmte am 12. Juli 2012 dem Antrag mit klarer Mehrheit zu. Danach wurden, wie bei einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan stets üblich, intensive und zum Teil sehr detaillierte Verhandlungen mit der Stadtverwaltung geführt.

Globus für Dresden
Globus für Dresden

Offenlegung mit Bürgerversammlung 2013

Eine erste Offenlegung mit Bürgerversammlung fand bereits 2013 statt. Mit Blick auf die Anregungen der Bürger und der Stadtverwaltung wurden die Planungen wie folgt überarbeitet:

  • Die Stellung des Globus-Marktes wurde um ca. 40 Meter weiter in den hinteren, nördlichen Teil des Grundstücks verschoben. Das Strukturgerüst und die Vernetzung des Gebietes mit den umliegenden Stadtteilen wird auf diese Weise gestärkt – beides wesentliche Entwicklungsziele der Masterplanung.
  • Die Gestaltung des Marktes wurde überarbeitet und die denkmalgeschützten Gebäude freigestellt.
  • Ein neuer Platz in Richtung der Leipziger Vorstadt und ein neues Baufeld wurden gestaltet.
  • Die Fuß- und Radwegverbindung vom Neustädter Bahnhof über das Grundstück bis zum Elberadweg wurde verbessert.
  • Zur Anbindung an die Masterplanung (Grünspange) wurde in westlicher Richtung eine Fuß- und Radwegverbindung erstellt.
  • Die Erschließung von der Leipziger Straße, der Eisenbahnstraße und der Hansastraße her wurde ausgearbeitet.

Gutachten

Im Zuge der Planungen holte Globus eine Vielzahl notwendiger Gutachten und Stellungnahmen zur Verträglichkeit der Handelsnutzung, zu Verkehrsfragen, Denkmal-, Umwelt- und Artenschutzfragen etc. ein.

  • Verkehrsgutachten
    Die verkehrlichen Belange und Auswirkungen des Vorhabens und der gesamten geplanten sonstigen Bebauung im Masterplangebiet wurden umfangreich in einem Verkehrsgutachten untersucht. Fakt ist, dass jegliche bauliche Entwicklung der zurzeit größtenteils brachliegenden Flächen entlang der Leipziger Straße zusätzlichen Verkehr verursachen wird. Denkbare Bebauungs-Alternativen anstelle der von Globus geplanten Bebauung verursachen dem Gutachten zufolge genauso viel oder sogar mehr zusätzlichen Verkehr. Das Gelände aber im derzeitigen Zustand zu belassen, ist keine wirkliche Alternative. Im Gutachten wird eine Vielzahl von Maßnahmen vorgeschlagen, um unerwünschte verkehrliche Auswirkungen des Vorhabens möglichst gering zu halten. Diese Maßnahmen werden im Zuge der Realisierung des Vorhabens durchgängig umgesetzt.

  • Handelsgutachten
    Ein Gutachten untersuchte umfassend die Auswirkungen des Gesamtvorhabens auf den Einzelhandel. Dieses kommt zu dem Schluss, dass zwar mit Umsatzverlagerungen zu rechnen ist, diese aber kleine Anbieter unterdurchschnittlich betreffen. Die Verlagerungen liegen für die Ortsteilzentren und wohnnahen Zentren im Einzugsgebiet im Bereich Lebensmittel zwischen 1 und 5 %. Verteilt über alle Anbieter ergibt sich eine Umsatzverlagerung von 6 bis 7 %. Diese Werte liegen deutlich unterhalb der verträglichen Schwelle von 10 %.

  • Artenschutz
    Ein von Globus in Auftrag gegebenes Gutachten zum Artenspektrum auf dem Gelände des Leipziger Bahnhofs hat verschiedene Fledermausarten sowie gefährdete Vogelarten nachgewiesen. Die entsprechenden artenschutzrechtlichen Maßnahmen hat Globus bereits in die Wege geleitet und ließ Winter- und Sommerquartiere für die Fledermäuse sowie Ersatzquartiere für die Vogelarten einrichten. Außerdem ist das Gelände der Lebensraum von ca. 560 Zauneidechsen, die durch das Vorhaben erheblich gestört werden. Globus hat daher die Einrichtung einer Kompensationsfläche von ca. 5 ha in Dresden-Lockwitz veranlasst, die den Tieren einen artgerechten neuen Lebensraum bieten kann.