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Weg mit dem Ballast - Aufräumen mit System

Einmal im Jahr die eigenen vier Wände auf den Kopf zu stellen, ist für viele ein wichtiges Ritual. Einerseits geht es darum, jeden Schrank zu bewegen, um auch das letzte Staubkorn zu erwischen. Genauso wichtig ist es, sich von Dingen zu trennen, auf die man verzichten kann.

Platz schaffen für Neues

Spätestens wenn die ersten Sonnenstrahlen ins Haus hineinleuchten, gibt es keine Ausreden mehr für die Zeitschriftenstapel im Wohnzimmer ...

Bernd Raffler hilft Menschen dabei, sich von unnützen Dingen zu trennen und dauerhaft Ordnung zu halten. Der 66-jährige Coach für Zeit- und Selbstmanagement kann das Ritual des Frühjahrsputzes daher nur unterstützen: „Es lohnt sich, einmal im Jahr die komplette Wohnung oder das ganze Haus auf den Kopf zu stellen. Nach einem Jahr hat sich in jedem Leben etwas verändert, so dass man manche Dinge nicht mehr benötigt. Man muss nur die Energie aufbringen, diese Dinge hinter sich zu lassen.“ Da sich so eine Aufräumaktion meist über viele Stunden erstreckt, rät Bernd Raffler, sich nicht gleich zu übernehmen. „Sie sollten so eine Entrümpelungsaktion scheibchenweise erledigen. Verteilen Sie den Frühjahrsputz auf mehrere Wochenenden und nehmen Sie sich jeweils zwei Stunden am Stück Zeit.“

Brauche ich das noch?

Der Effekt wird nicht lange auf sich warten lassen. Nach jedem Zimmerrundgang wird die Wohnung ein ganzes Stück „leichter“. Aber wie trennt man sich von alten Dingen?

Beim Durchgang durch alle Zimmer und Schränke rät der Aufräum-Coach, sich bei allen Sachen zu fragen „Will ich es behalten?“. Wenn „ja“, dann lautet die nächste Frage: „Wozu brauche ich es?“. Wer Dinge nicht mehr aktiv im Alltag nutzt, aber doch sehr daran hängt, weil Erinnerungen an einen bestimmten Gegenstand geknüpft sind, sollte sich einen Schrank im Keller oder einer Abstellkammer als Archiv für Lieblingsdinge einrichten. Bei allen anderen Sachen gilt: Was ich ein Jahr lang nicht genutzt habe, sollte ich entsorgen.

TIPP

Überprüfen Sie Ihre Garderobe. Wer einen Pullover den ganzen Winter nicht hervorgeholt hat aus den Tiefen des Kleiderschranks, wird ihn im nächsten Winter wahrscheinlich auch nicht tragen. Also weg damit!

Weg damit!

Den Überbblick behalten

Wie vermeide ich, dass sich wieder so viel ansammelt?

Wer es geschafft hat, alle Räume von unnötigem Ballast zu befreien, wird richtig aufatmen. Und wer im nächsten Frühjahr seinen Entrümpelungsaufwand etwas kleiner halten möchte, dem empfiehlt Bernd Raffler eine „Anti-Chaos-Strategie“: „Überprüfen Sie konsequent Ihren Hausrat, wenn Sie neue Dinge anschaffen. Bei Büchern halte ich es beispielsweise so, dass ich immer zwei alte Bände rausschmeiße, wenn ich zwei neue Bücher kaufe. Damit vermeide ich Bücherberge, die sich auf oder neben dem Regal auftürmen.“ Eine weitere Chaos-Quelle sind Zeitungen und Magazine. Wer nicht immer wieder ganze Stapel ins Altpapier bringen will, sollte sich auch hier disziplinieren: „Wenn die neue Ausgabe kommt, schmeißen Sie die vom letzten Monat am besten gleich weg“, rät der Coach. „Und wenn Sie eine Zeitschrift drei Mal ungelesen weggeschmissen haben, kündigen Sie besser das Abo.“