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Klassischer Korken oder praktischer Drehverschluss?
Oft eine Frage des Geschmacks.

Stilvolles "Plopp"

Wenn der Wein mit einem Naturkorken verschlossen ist, wird für manche Weinfans bereits das Öffnen der Flasche zu einem kleinen Ritual: Das Befreien der Kappe mit dem Kellnermesser, das Hineindrehen des Korkenziehers und das langsame, gegen einen leichten Wiederstand arbeitende Herausziehen des Korkens, und schließlich das wunderschöne „Ploppen“. Die verfärbte Unterseite des Korkens ist der erste Botschafter des Charakters des Weins. Nur so begegnet man einem großen Wein, sagen zumindest die Kork-Fans.

Ein echtes Naturprodukt

Allerdings ist diese traditionelle Verschlusstechnik etwas anfälliger für Fehler. In seltenen Fällen kann der Wein sprichwörtlich „Korken“. So bezeichnet man die Verunreinigung mit fehlerhaften Kork. Man erkennt den Weinfehler meist schnell am muffigen Geruch und modrigen Geschmack, den der Wein annimmt. Komplett ausschließen kann man dieses Phänomen leider nicht, da Kork ein echtes Naturprodukt ist. Bei der Gewinnung von Kork wird die Korkrinde in Handarbeit von den Korkeichenbäumen geschält. Da diese nur sehr langsam nachwächst, kann ein Baum bloß alle neun bis zwölf Jahre geerntet werden, was Kork zu einem gefragten Produkt macht. Mit einem Marktanteil von 52,5% ist übrigens Portugal der mit Abstand größte Korklieferant weltweit. In Europa wird Kork jedoch auch in Spanien, Frankreich und Italien produziert.

Drehverschlüsse etablieren sich

Als hygienisch hervorragende Alternative setzt sich immer mehr der Drehverschluss durch. Diesem Verschluss haftete für lange Zeit ein minderwertiges Image an. Doch gerade in Deutschland greifen mittlerweile viele Winzer auf den Drehverschluss zurück: Etwa 40% der deutschen Weine lassen sich laut Deutschem Weininstitut unterdessen aufschrauben. Selbst viele VDP-Winzer verwenden mittlerweile den Drehverschluss. Absolute Spitzengewächse werden allerdings weiterhin meist mit dem klassischen Korkverschluss verschlossen. Und in den korkproduzierenden Ländern Frankreich, Spanien und Italien wird grundsätzlich weiter auf Kork gesetzt. Schweizer Weine kommen hingegen schon seit langem im Drehverschluss.

Eine Frage des Geschmacks

Ob Weine mit Kork- oder Schraubverschluss die bessere Lagerfähigkeit haben, ist nicht eindeutig geklärt. Einiges deutet darauf hin, dass Weine mit Drehverschluss etwas langsamer reifen, da sie vollkommen luftabgedichtet sind, während Kork als Naturprodukt immer etwas atmet. Einige wenige Winzer setzten bei edlen Weinen auf „Glaskorken“. Sie sind eine elegante Alternative und schützen den Wein ebenso gut vor dem leidigen „Korken“, wie ein Schraubverschluss. Am Ende ist der Verschluss des Weins jedoch immer auch eine Frage des Stils. Grundsätzlich kann sich unter jedem Verschluss ein hervorragender Wein finden. Das wirklich Entscheidende ist der Inhalt der Flasche, und nicht der Verschluss oder das Etikett.

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