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MSC-Zertifizierte Produkte

Gütesiegel für Nachhaltigkeit

Das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) ist das weltweit bekannteste ökologische Zertifizierungs- und Kennzeichnungsprogramm für nachhaltige Fischerei. Es zeichnet beliebte Speisefische wie Seelachs, Wildlachs, Kabeljau, Hering, Scholle und Thunfisch, aber auch Meeresfrüchte wie Eismeergarnelen und Muscheln aus, die aus Wildfang stammen. Das Siegel steht für den Einsatz umweltverträglicher Fangmethoden und die verantwortungsvolle Nutzung von Beständen. Das heißt, dass die Fischerei nicht zur Überfischung oder Erschöpfung der befischten Bestände führen darf beziehungsweise zu ihrer Erholung beitragen und das Ökosystem in seiner Funktion und Artenvielfalt erhalten muss. Eine unabhängige Prüfstelle achtet darauf, dass die Fischer die Richtlinien auch einhalten.

Transparenz an der Fischtheke

Über 6 000 Produkte in Deutschland tragen bereits das MSC-Siegel. Auch bei Globus finden Sie vom frischen Fisch an der Theke bis zum fertigen Menü aus der Tiefkühltruhe eine Fülle an nachhaltig gefangenen Meeresprodukten. Globus legt Wert darauf, dass sowohl Fische aus Wildfang als auch Tiere aus Aquakultur, also kontrollierter Aufzucht, möglichst schonend gefangen oder gezüchtet werden. Deshalb müssen sich die Lieferanten vertraglich zur Einhaltung der Anforderungen verpflichten. Auch Transparenz wird großgeschrieben: Die Herkunft und Produktionsmethode der Fischprodukte sind an der Fischtheke leicht zu erkennen – sie stehen auf den Preisschildern.

Ein Umweltsiegel auf Dornhaiprodukten

Eine Fischerei auf Dornhai wird von verschiedenen Akteuren mit unterschiedlichen Emotionen und Einstellungen betrachtet. Jeder einzelne sollte für sich entscheiden, ob der Verzehr von Dornhai grundsätzlich für ihn in Frage kommt oder nicht. Bestimmt möchten einige Menschen Haie aus ethischen Gründen von der Speisekarte genommen sehen, andere wiederum finden den Verzehr von z.B. Kaninchen ethisch fragwürdig und andere wiederum verzichten aufgrund ethischer Fragen komplett auf Fleisch- und Fischverzehr. Dagegen ist nichts einzuwenden, jeder sollte seine ethischen Maßstäbe selbst festlegen. Allerding spielen bei der naturwissenschaftlichen Bewertung einer nachhaltigen Nutzung ethische Überlegungen keine Rolle. Der MSC ist ein wissenschaftsbasierter Standard und betrachtet immer den Einzelfall. Als ergebnisorientiertes Programm fordert der MSC, dass jede Fischerei, die eine MSC-Zertifizierung anstrebt, die wissenschaftlich gestützten Prinzipien und Kriterien des MSC-Standards erfüllen muss, über welche die Bestandssituation, die Auswirkungen der Fischerei auf das marine Ökosystem und das Management der Fischerei bewertet werden.

Die UN FAO-Richtlinien für die Ökokennzeichnung von Fisch und Fischereiprodukten aus marinen Fischereien fordern, dass glaubhafte Zertifizierungssysteme nicht diskriminieren. Um die FAO-Anforderungen zu erfüllen, erlaubt der MSC jeder Art von (legaler) Fischerei, sich um eine Bewertung nach MSC-Standard zu bewerben. Der MSC erkennt an, dass unter bestimmten Bedingungen - also mit strengen Kontrollen und angemessener Bewirtschaftung - jede Art von Fischerei auf eine nachhaltige Weise ausgeführt werden kann.

Weltweit gibt es mindestens sechs Dornhaibestände aus zwei Arten, die kommerziell genutzt werden. Sie entwickeln sich unterschiedlich und unabhängig voneinander und müssen deshalb getrennt betrachtet werden. Die Einschätzung, dass der Dornhai vom Aussterben bedroht sei, bezieht sich meist auf den einen Bestand im Nordostatlantik, der vor allem infolge mangelhaften Managements stark abgenommen hat.

Die Bewertung nach MSC-Standard bezieht sich immer auf jenen Bestand, der von der zu zertifizierenden Fischerei befischt wird. Der Dornhaibestand im Nordwestatlantik, der von der US-amerikanischen MSC-zertifizierten Fischerei genutzt wird, befindet sich in gutem Zustand. Das MSC-Zertifikat erfordert eine regelmäßige Kontrolle der zertifizierten Fischereien. Die jährlichen Überprüfungen im Rahmen der MSC-Zertifizierung werden jegliche Veränderung im Vorkommen der Art oder im Fischereidruck erfassen. Sollte der Bestand abnehmen, die festgelegte Höchstfangmenge überschreiten oder sollte die Höchstfangmenge ohne Bezug auf biologische Empfehlungen festgelegt werden, so werden die Zertifizierungsauflagen angepasst oder das Zertifikat entzogen.

Bei der Population des Dornhais im Nordwestatlantik wurde der Bestand zwar im Jahr 2006 in die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) aufgenommen. Die Bewertung basierte jedoch auf Daten der frühen 2000er Jahre, als dieser Dornhaibestand viel kleiner war als heute. Bereits im Jahr 2000 haben die US-Behörden strenge und vorsorgliche Maßnahmen durchgesetzt, um den Bestand wieder aufzubauen. Mit Hilfe dieser Maßnahmen ist die Population in den letzten Jahren beträchtlich angewachsen und wird heute als nicht überfischt eingestuft. Die Dornhaifischerei auf diesen Bestand ist seit August 2012 nach dem MSC-Standard zertifiziert. Die IUCN-Listen und Kategorisierungen von kommerziell genutzten Fischarten basieren auf regional unterschiedlichen Standards und werden nur alle paar Jahre aktualisiert – Fischbestände entwickeln sich aber deutlich schneller.

Im Normalfall kommen Fischarten weltweit in mehreren Beständen vor, die sich unabhängig voneinander und unterschiedlich entwickeln. Die Bewertung nach MSC-Standard bezieht sich immer auf jenen Bestand, der von der zu zertifizierenden Fischerei befischt wird. Andere Bestände derselben Art werden von der Fischerei nicht beeinflusst, sodass deren Berücksichtigung in einer MSC-Bewertung keinen Sinn machen würde. Darüber hinaus verbietet es der MSC-Standard, Fischereien zu zertifizieren, deren Bestand als überfischt gilt. Folglich ist keiner der Bestände, die von MSC-zertifizierten Fischereien genutzt werden, überfischt und damit ist auch der jeweilige Bestand dieser Art nicht vom Aussterben bedroht.

Der MSC-Standard prüft, wie groß ein Fischbestand ist, ob den Lebensräumen im Meer Schäden zugefügt werden und ob das Management der Fischerei effektiv ist. Er ist KEIN Qualitätsstandard für Nahrungsmittel. Für die Qualität und die Sicherheit von Lebensmitteln gibt es in Deutschland andere Standards und Gesetze. Von einem Qualitätsstandard erwartet man nicht, dass umweltbezogene Aspekte intergiert sind. Wieso sollte man es umgekehrt von einem Umweltstandard erwarten?

Vor dem Hintergrund einer umweltverträglichen Kaufentscheidung, wird aus Sicht des MSC und vieler Umweltverbände und unabhängiger wissenschaftlicher Einrichtungen in der Tat zu recht dem Verbraucher vermittelt, dass das MSC-Siegel eine verantwortungsbewusste Entscheidung beim Einkauf von Fisch und Meeresfrüchten ist.

Nachhaltiger Fischfang

An unseren Fischtheken finden unsere Kunden bis zu 80 Sorten Fisch. Damit wir ihnen auch in Zukunft eine solche Auswahl bieten können, wird das Thema „Nachhaltigkeit“ von uns sehr ernst genommen.

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