Frischkäse
hausgemacht

Lust auf was Neues? Hier gehen wir Trends auf die Spur, und probieren Dinge aus, die uns in der Welt der Kulinarik begegnen. Eine Art Versuchsküche für neu entdeckte Produkte, ungewöhnliche Rezepte, Gerätschaften und Kuriositäten.
Frisch aus der Käseküche
Die wichtigsten
Zutaten:
Milch
Olivenöl
Butter-
milch
Salz
Peffer

Wer gerne Käse isst und schon in einer Käserei zugeschaut hat, wie die Spezialitäten entstehen, will es vielleicht selbst mal ausprobieren. Uns hat zudem ein Bauernhofurlaub auf den Geschmack gebracht: Morgens haben wir eine Kanne voll frischer Milch vom Stall in die Küche getragen und gemeinsam mit der Bäuerin in einem riesigen Topf Käse gemacht, den wir in den darauffolgenden Ferientagen genießen durften – köstlich! Eigentlich ist es ganz einfach, wenn man eine Fachfrau an der Seite hat. Die Profis gehen mit Lab und Zitronensäure ans Werk. Doch man kann gut darauf verzichten und mit einfachen Zutaten zu Hause einen appetitlichen Frischkäse herstellen.

Die Zutaten:
1 Liter Milch, 150 ml Buttermilch, je nach Geschmack Salz, Pfeffer, Kräuter, Olivenöl
Und so geht’s
Tipp!
Damit die Milch gerinnt, braucht
man einen sogenannten Säurestarter.
Dazu gibt es die unterschiedlichsten
Empfehlungen:
Manche wählen
Zitronensaft, andere bevorzugen
hellen Essig, uns schmeckt die feine
Variante mit Buttermilch am besten.

Zunächst die Milch in einem Topf erhitzen – am besten keine fettarme, sondern Vollmilch mit mindestens 3,5 Prozent Fett. Wenn sie anfängt zu kochen, rührt man langsam die Buttermilch ein. Das Ganze sollte einige Minuten köcheln, bis die Milch anfängt zu gerinnen. Wenn sich nichts tut, kann man noch etwas Buttermilch nachgießen, bis sich in der Flüssigkeit Klumpen bilden.

Dann gießt man die Flüssigkeit durch ein Haarsieb und legt am besten noch eine Stoffwindel oder ein Küchentuch dazwischen. Auch feiner Gardinenstoff eignet sich dazu. Die abfließende Molke kann man trinken, und im Stoff bleibt der Frischkäse hängen. Nun lässt man die Masse abtropfen und abkühlen – fertig ist der Brotaufstrich, der auch pur herrlich wie ein feiner Quark schmeckt. Doch es gibt unendliche Möglichkeiten, ihn weiter zu verfeinern. Wer das tun will, sollte den Frischkäse zwar abkühlen, aber nicht zu lange stehen lassen, denn wenn er sehr trocken ist, wird er krümelig und man kann ihn schwer weiterverarbeiten.

1. Milch in einem Topf
erhitzen und Buttermilch
langsam unterrühren.
2. Flüssigkeit durch
Haarsieb gießen.
3. Masse in gewünschte
Form pressen.
Frischkäsebällchen in Kräutern,
Paprikapulver und Pfeffer gewendet.
Die Milch macht´s

Als Grundlage für den Frischkäse kann man übrigens genauso gut Schafs- oder Ziegenmilch wählen. Der Geschmack wird etwas intensiver als beim Kuhmilch-Frischkäse.
Wir haben aus unserem Frischkäse kleine Kugeln geformt und in Kräutern, Paprikapulver und Pfeffer gewendet. Diese hübschen Kugeln machen sich toll auf einer Käseplatte für Gäste! Man kann die Kräuter und Gewürze auch direkt in die Masse mischen. Oder Sie drücken den Stoff so zusammen, dass eine große Frischkäsekugel entsteht, schneiden sie am nächsten Tag in Würfel und legen sie in Olivenöl, Pfeffer, frischen oder getrockneten Kräutern und Knoblauch ein. Das schmeckt herrlich zum Salat. Der Frischkäse kann sogar als süße Variante auf den Tisch kommen: Einfach mit Obst mischen, zum Beispiel mit pürierten Beeren oder Bananen.

Wozu Lab?

Um Käse herzustellen, muss man in der Regel zuerst das Eiweiß in der Milch gerinnen lassen. Dafür sorgt entweder Säure, wie bei unserem Frischkäse. Oder, wenn der Käse fester oder länger haltbar werden soll, braucht man Lab, das in Apotheken erhältlich ist.