Unser Supermarkt des Jahres 2011
„Ich kann mir gar nichts besseres vorstellen, als bei Globus zu sein.“
Norbert SchellerGeschäftsleiter in Saarbrücken-Güdingen
Ein kalter Wintertag in Saarbrücken-Güdingen. Im Globus-Markt herrscht ein buntes Treiben zwischen den Regalen, die Rolltreppe in das zweite Stockwerk ist im Dauereinsatz, und alle 30 Kassen sind besetzt. Auf dem kurzen Weg vom Eingang zum Bürotrakt begegnen uns drei Mitarbeiter in grünen Kitteln, die freundlich grüßen. In der oberen Etage wartet Herr Scheller, der sofort aufspringt, als die Sekretärin die Tür zu seinem Büro öffnet. Und bei Herrn Scheller fällt zunächst einmal eins auf: Er ist ziemlich groß. 1,92, verrät er und lacht herzlich. Ein sanfter Riese im grauen Anzug und einer ganz besonderen Euphorie für seine Arbeit. Und mit letzterer hat er dem Globus in Güdingen als Geschäftsleiter zu einem aufsehenerregenden Titel verholfen: Er wurde von der Zeitschrift Lebensmittel Praxis zum Supermarkt des Jahres 2011 gewählt. Im Interview erzählt Herr Scheller, was es damit auf sich hat.
Herr Scheller, was ist so besonders an ihrem Globus?
Die Jury, die inkognito mehrfach Testeinkäufe unternommen hat, war vor allem vom Gesamtambiente und der Freundlichkeit der Mitarbeiter überzeugt. Und es wurde hervorgehoben, dass man bei uns selten lange warten muss und immer findet, was man braucht. Dahinter steckt, was uns das Wichtigste ist: die Kundenzufriedenheit.
Und was ist Ihr Geheimrezept dafür?Ein gutes Team. Wenn das stimmt, ist auch die Kundschaft zufrieden. Wir tun viel dafür, dass unsere Mitarbeiter gerne hier arbeiten. Und wir haben eine wesentlich größere Belegschaft als viele Konkurrenten. Das bedeutet nicht nur einen besseren Service für die Besucher, sondern entzerrt auch den Stress für jeden einzelnen Kollegen, was insgesamt für eine bessere Stimmung sorgt. Dem Team ist auch zu verdanken, dass die Veränderungen im Markt so gut verlaufen sind.
Was sind das für Veränderungen?„ Vieles wurde neu auf die Bedürfnisse der Besucher zugeschnitten.“
Es gab eine große Umbauaktion. Vieles wurde neu auf die Bedürfnisse der Besucher zugeschnitten. Die Gänge zwischen den Regalen wurden beispielsweise verbreitert, es gibt ein neues Lichtkonzept und einen Computer mit Touchscreen, der bei der Artikelsuche hilft. Und die Produkte sind jetzt kundenfreundlicher und einer gewissen Logik folgend angeordnet. Beispielsweise stehen Essig und Öl in der Nähe der Gemüseabteilung, also gleich beim Salat.
Und woher wissen Sie, was kundenfreundlich ist?Das haben wir herausbekommen, indem wir direkt gefragt haben. In einem Pilotprojekt wurde gemeinsam mit der Uni Saarbrücken und dem Institut für Konsum- und Verhaltensforschung eine Befragungsaktion durchgeführt.
Und was mussten die Kunden beantworten?
Ausgebildete Sommeliers beraten unsere Kunden in der vielfältigen Weinabteilung in Güdingen.
Wir wollten zum Beispiel herausbekommen, wie wir den Leuten den Weg durch den Markt und die Suche nach einzelnen Produkten verbessern können. Unter anderem haben die Kunden an einer Tafel Magnete für die unterschiedlichen Produktgruppen angeordnet – also: was soll wo stehen. Die Ergebnisse wurden wissenschaftlich ausgewertet. Und wir haben die Befragten mitentscheiden lassen, wie die einzelnen Produktbereiche schließlich benannt werden sollen. Das war auch für uns ein extrem spannender und aufschlussreicher Prozess.
Lohnt sich ein solcher Aufwand denn?Absolut. Jemand, der seine Einkäufe ohne Stress machen kann, mit dem Angebot zufrieden ist und immer jemanden findet, der ihn kompetent berät, kommt auch gerne wieder.
Können Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag bei Globus erinnern?Oh ja, ich erinnere mich sehr gut. Das war am 2. Januar 1981, also vor 31 Jahren. Damals gab es noch keine EDV, vieles war ganz handgemacht und hat wesentlich länger gedauert. Aber Globus war damals schon besonders. Die Atmosphäre war angenehm und die Kollegen wirkten irgendwie entspannter. Und es gab schon den hauseigenen Metzger, eins der großen Erfolgsrezepte bei Globus.
Und was wäre Ihr Traumberuf, wenn Sie nicht hier arbeiten würden?Hm. Ich kann mir gar nichts besseres vorstellen, als bei Globus zu sein.
Ich gehe mal davon aus, dass Sie selbst auch bei Globus einkaufen. Haben Sie ein Lieblingsprodukt?Meine Frau ist die Haupteinkäuferin bei uns, und sie besorgt natürlich so gut wie alles hier. Ich kümmere mich um den Wein. Hier in Güdingen bin ich zum Weinliebhaber geworden und fachsimple gern mal mit unseren Experten. Und ich kaufe oft auch Kleidung bei Globus, was bei meiner Größe ja nicht ganz einfach ist. Netterweise legen mir die Kollegen immer was zurück, wenn Sachen in meiner Größe da sind.
Gibt es auch irgendetwas, das sie nicht hier kaufen?Schwer zu sagen. Da fallen mir nur die Frühstücksbrötchen ein, die holen wir beim Bäcker ums Eck.







