Alt bekannt und neu entdeckt

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen regelmäßig ein Produktpaar vor – ein alter Bekannter trifft auf einen entfernten Verwandten, der Ihnen vielleicht weniger gut vertraut ist. Dieses Mal: Feldsalat und Portulak. Feldsalat ist bei den meisten aus dem Winter-Speiseplan nicht wegzudenken. Portulak dagegen gilt als Neuling, dabei war er schon eine im Mittelalter geschätzte Heilpflanze.
Herkunft
Eckdaten
Feldsalat ist auch bekannt als:

Rapunzel Thüringen, Sachsen Ackersalat Schwaben Mäuseöhrchen Saarland, Eifel Nüssli, Nüsseler Schweiz Vogerlsalat Österreich Vogelsalat Südtirol

Saison:

August bis April

Nährstoffgehalt*:

Kcal: 21
Vitamin C: 38 g
Kalzium: 38 mg

Zubereitung:

Kochen: 4-6 Min.
Mikrowelle: 5-7 Min.
Schmoren: 6-7 Min.
Dünsten: ca. 10 Min.

*pro 100 g
Gute Kombination: Feldsalat mit lauwarmem Ziegenkäse und frischen Früchten.

Als Wildpflanze, die am Acker- oder Wiesenrand wächst, ist Feldsalat schon lange in Europa bekannt. In größerem Stil wird er hierzulande erst seit dem 20. Jahrhundert kultiviert – sowohl im Gewächshaus als auch im Freien, denn er verträgt Frost bis zu minus 15 Grad.

Gut zu wissen

Der Feldsalat (Valerianella) gehört zu den Baldriangewächsen. Seine Blätter wirken deshalb auch beruhigend auf den Magen. Er enthält viel Vitamin C und unterstützt gerade im Winter sehr gut die Abwehrkräfte.

Von den vielen verschiedenen Arten hat sich bei uns vor allem der Gewöhnliche Feldsalat (Valerianella locusta) in der Küche durchgesetzt. Die einjährige winterharte Pflanze wird in der Regel von August bis April verkauft. Manche bevorzugen Freilandware, weil er intensiver schmeckt. Zarter sind dagegen die Blätter des Salats, der unter Glas oder Folie gezogen wurde – und das Putzen ist nicht so aufwendig.

Kulinarisch

Feldsalat kann man pur mit einem einfachen Essig-Öl-Dressing genießen oder mit vielen verschiedenen Zutaten kombinieren. Für viele gehört unbedingt ein Schuss Honig in die Salatsauce. Walnusskernöl und frische Walnüsse unterstreichen den nussigen Geschmack der Blätter. Dazu passen fruchtige Essigsorten, zum Beispiel aus Holunderbeeren, und von der Birne bis zur Grapefruit alle möglichen frischen Früchte. Gerösteter Speck oder Käse ist für Feldsalat ebenfalls ein guter Begleiter: In Restaurants wird er gerne mit lauwarmem Ziegenkäse serviert.

Feldsalat richtig putzen
Waschen Sie den Salat in reichlich Wasser und schneiden Sie die Wurzeln vorsichtig ab. Der Strunk sollte noch die Blättchen zusammenhalten.
Wichtig: Den Salat vor dem Anmachen mit Salatsauce trocken schleudern. Sonst fällt er sofort zusammen.
Marktplatz der Frische

In unserer Obst- und Gemüseabteilung bieten wir Ihnen eine vielfältige Auswahl.

Lecker-Check

Wenn es mal schnell gehen muss: fertige Salatdressings unter die Lupe genommen.