
Beikost fürs Baby: die richtige
Ernährung im wichtigen 1. Jahr

Jedes Baby ist anders. Am besten merken Eltern selbst, was ihrem Baby guttut. Gewisse Grundregeln geben jedoch Sicherheit. In den ersten vier bis sechs Monaten reicht Stillen oder die Säuglingsmilch aus. Nur wenn Ihr Baby aus irgendwelchen Gründen (Fieber, Hitze, Durchfall) mal stark schwitzt, sollte es extra Flüssigkeit bekommen (z. B. Mineralwasser für Babynahrung oder Fencheltee). Kuhmilch in größeren Mengen sollten Babys aufgrund des erhöhten Eiweißgehalts erst nach dem 12. Monat trinken.
Das Füttern von Beikost beginnt in der Regel mit einem fleischhaltigen Gemüse-Kartoffel-Brei. Denn der Säugling braucht nach fünf bis sieben Monaten regelmäßige Eisenzufuhr. Darum ist vegetarische Kost für Säuglinge nicht ideal. Um Eisenmangel vorzubeugen, sollte man bei vegetarischer Ernährung zumindest auf Vollkorngetreide (Hirse, Hafer) zurückgreifen und eisenreiches Gemüse wie Fenchel und Spinat wählen – am besten in Kombination mit Vitamin-C-reichem Saft (Orange, Sanddorn). Außerdem sollte man darauf achten, dass die Eisenaufnahme nicht gehemmt wird, z. B. durch Kuhmilch kurz vor oder nach dem Essen.
Mit Weizen ist es ähnlich: Ein echtes Weizenbrot besteht zu mindestens 90 % aus Weizen. Wie Roggenvollkorn ist es eine wichtige Kohlenhydratquelle und liefert wertvolle Energie für Muskeln, Gehirn und Nerven. Ideal ist im Weizenbrot die Kombination von Stärke und Ballaststoffen. Sie soll – so sagen Wissenschaftler – ebenfalls verdauungsfördernd und krebsvorbeugend wirken. Weizenbrot kann sogar noch mehr: Es enthält lebensnotwendige Eiweißbausteine und B-Vitamine, die gut gegen Stress sind, sowie Spurenelemente wie Kalium, Zink und Eisen, die das Immunsystem stärken.

Babynahrung aus dem Glas warm zu machen, ist ganz einfach: Bei Gläschen mit Obst genügt Zimmertemperatur. Gemüse und Menüs sollten erwärmt, aber nicht gekocht werden. Einmal Durchrühren vor dem Füttern verteilt die Wärme. In jedem Fall vorher die Temperatur kurz auf dem Handrücken prüfen.
Mein Kind will die Flasche nichtJedes Baby hat seinen eigenen Geschmack – und seinen eigenen Willen. Manchmal braucht es zehn Versuche, bis ein Baby ein bestimmtes Gemüse mag. Ähnlich bei der Milch – die nimmt es auch nicht immer, wenn Papa oder Mama es wollen. Auf Milchmahlzeiten kann man im ersten Lebensjahr allerdings nicht verzichten. Immerhin können Babys ab dem 6. Monat die Milch eventuell aus einer Lerntasse trinken. Und wenn’s bei Mama mit dem Milchfüttern einmal nicht klappt, nimmt das Baby die Flasche vielleicht von Papa oder einer anderen Bezugsperson.

Auf diese Dinge sollte Ihr Baby im ersten Lebensjahr verzichten: kleine, harte Lebensmittel (Nüsse), stark blähende Kost (Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln), kurz gebratenes Fleisch, stark gewürzte Speisen, rohes Getreide, Honig (zu süß), kalt gepresstes Öl, Sauermilchprodukte (Joghurt).
Auch darauf achten: Nicht mehr Milchprodukte geben als empfohlen.







