
Gar nicht so einfach:
richtig ausmisten

Vielleicht ist es auch eine deutsche Eigenart: Man hängt an diesem oder jenem Kleidungsstück, weil man schöne Erinnerungen damit verbindet, und irgendwann könnte es ja wieder passen. Einer Studie von Lenor* zufolge sind es in erster Linie Gefühle oder schlicht Faulheit, die Menschen davon abhalten, ihren Schrank auszumisten. Deutsche tun dies nur einmal im Jahr – manche Kleidungsstücke bleiben vier Jahre im Schrank hängen. Mit dem Ergebnis, dass die Hälfte aller Kleidungsstücke ungenutzt bleibt.
Modeexperte Mads Rönnborg hat zur Lenor-Studie drei passende Tipps parat: Erstens sollte man auch die guten Teile für besondere Anlässe im Alltag tragen. Das werte normale Tage auf. Zweitens solle man für Ordnung sorgen: Kleider, Hosen und Blusen auf den Bügel, Shirts und Pullis ordentlich falten, Socken, Unterwäsche und Accessoires in kleine Boxen. So findet man alles schnell und sieht sofort, was sich womit kombinieren lässt. Drittens ist die Bildung chaotischer Haufen verboten – so geht nichts in den Tiefen des Schranks verloren.
Richtiges Ausmisten hilft. Am besten verteilt man den ganzen Kleiderschrank auf mehrere Haufen: einen für Stücke, die man definitiv behalten möchte, einen für solche, die nicht mehr passen, kaputt oder verwaschen sind, einen für die Teile, die man mehrfach hat (z. B. schwarze Pullover) und einen für alles, was man im letzten Jahr nicht getragen hat. Dann wird konsequent ausgemistet. Was man doppelt hat, kann man noch mal weglegen – und ein Jahr später dann gegebenenfalls aussortieren. Alles, was man nicht behält, sollte man verkaufen, spenden oder wegwerfen.







