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Zwergkaninchen & Nager

Kleintiere sind neben Katze und Hund die beliebtesten Haustiere in Deutschlands Familien. Vor allem ihr niedliches Aussehen überzeugt. Doch auch Kaninchen, Meerschweinchen und Co. haben hohe Ansprüche. Wir erklären, wie sich Ihr kleines Familienmitglied bei Ihnen wohlfühlt und was zu einer artgerechten Haltung gehört!

Zwergkaninchen

Mit einer Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren bei artgerechter Haltung stehen Kaninchen so manchem Hund in nichts nach. Alle Zwergkaninchen stammen ursprünglich vom europäischen Wildkaninchen ab, obwohl sie sich mittlerweile nur noch selten ähnlich sehen. Zwergkaninchen kommen in vielen verschiedenen Rassen und Farbschlägen vor. Besonders beliebt sind beispielsweise Löwenköpfchen mit ihrer wilden Mähne oder Widder mit ihren hängenden Ohren.

Platzbedarf

Oftmals unterschätzt wird das Platzangebot, das die bewegungsfreudigen Tierchen benötigen: Für ein Kaninchenpaar sollten mindestens vier Quadratmeter Gehegefläche plus täglicher Auslauf eingeplant werden, damit die Tiere Haken schlagen und Luftsprünge machen können. Ein großes Gehege ist deshalb so wichtig, da Kaninchen dämmerungsaktiv sind und ihre Bewegungsphasen nicht unbedingt mit den Auslaufphasen zusammenfallen. Standard-Käfige sind daher viel zu klein. Beim täglichen Auslauf ist unbedingt darauf zu achten, potenzielle Gefahrenquellen wie Stromkabel oder giftige Zimmerpflanzen zu sichern.

Gehege & Einrichtung

Ein passendes Gehege für Ihre Zwergkaninchen finden Sie entweder in Ihren Globus-Fachmarktzentren oder Sie bauen es selbst. Als Schutz für Ihren Boden können Sie beispielsweise ein zugeschnittenes Stück rauen PVC-Bodenbelag nutzen (Achtung: Unbedingt so verlegen, dass die Kaninchen die Ränder nicht anknabbern können!). Praktisch sind zudem kleine Teppiche aus Baumwolle, die einfach in der Waschmaschine gewaschen werden können. Ungeeignet sind Kunstfasern da sich die Kaninchen hier ihre Pfoten wundlaufen können. Kaninchen sind sehr reinliche Tiere. Daher können sie in der Regel recht schnell an eine Kloschale mit Einstreu gewöhnt werden. Diese sollte so groß sein, dass beide Kaninchen gleichzeitig darin sitzen können. Auch große Häuschen mit mindestens zwei Eingängen, Tunnel und eventuell einer Buddelkiste gehören zur Einrichtung.

Übrigens: Kaninchen sind vor allem in den frühen Morgenstunden und abends aktiv. Daher sollte das Gehege nicht im Kinderzimmer stehen.

Außenhaltung

Kaninchen können unter bestimmten Bedingungen auch draußen gehalten werden (mit Ausnahme einiger Rassen, deren Fell nicht dicht genug ist). Voraussetzung ist, dass die Tiere Winterfell ausbilden können. Dafür werden sie im Frühjahr nach draußen gesetzt und können sich langsam den klimatischen Bedingungen anpassen. In Außenhaltung ist der Platzbedarf zudem etwas höher, da sich die Kaninchen warmlaufen müssen, wenn es kühler ist. Schattenplätze, eine gedämmte Schutzhütte und ein aus- und einbruchsicheres Gehege sollten selbstverständlich sein. Dabei darf auch der Schutz nach oben hin nicht vergessen werden. Am besten wählen Sie ein komplett geschlossenes Gehege. Gefahren drohen den empfindlichen Fluchttieren auch in der Stadt insbesondere durch Marder und Greifvögel.

Ernährung

Als reine Pflanzenfresser brauchen Kaninchen viel und abwechslungsreiches Frisch- und Grünfutter und natürlich Heu. Auch Obstzweige sind eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Füttern Sie Ihre Kaninchen morgens und abends, am besten so, dass die Tiere bis zur nächsten Fütterung gerade so alles auffressen oder einen kleinen Rest übrig lassen. Durch ihren Stopfmagen ist es nämlich lebensnotwendig, dass Kaninchen ständig Futter zur Verfügung haben. Frisst Ihr Kaninchen plötzlich nicht mehr, ist das immer ein Notfall und ein Tierarztbesuch ist notwendig. Während des Fellwechsels oder als Leckerchen können außerdem Saaten wie Sonnenblumenkerne angeboten werden. Kaninchen benötigen täglich frisches Wasser.

Verhalten

Kaninchen sind gesellige und mitunter lustig anzuschauende Tiere. Viele Kaninchen können bei entsprechendem Training sogar stubenrein werden. Auch wenn sie Fluchttiere sind, die nicht gern hochgenommen werden, werden einige Kaninchen recht schnell zahm und lernen sogar kleine Tricks.

Schon gewusst?

Kaninchen sind keine Nagetiere, sondern zählen zur Ordnung der Hasenartigen. Damit sind sie mit dem Hasen verwandt, gehören allerdings zu einer eigenen Familie. Hasen und Kaninchen sind also nicht dasselbe!

Meerschweinchen

Ursprünglich stammen die kleinen Nager aus Süd- und Mittelamerika und wurden wahrscheinlich von Seeleuten mit nach Europa gebracht. Unsere heutigen Hausmeerschweinchen gibt es in vielen Fell- und Farbvarianten, wie beispielsweise die kraushaarigen Teddy-Meerschweinchen oder die wuscheligen Rosetten-Meerschweinchen.

Haltung

Als Gruppentiere sollten Meerschweinchen immer mindestens zu zweit, besser noch in einer Gruppe zu viert oder fünft gehalten werden. Bewährt hat sich die Haremshaltung, Ein kastrierter Bock lebt mit drei oder vier Weibchen zusammen. Kaninchen sind übrigens keine passenden Partner für Meerschweinchen: Die Körpersprache der beiden Arten ist völlig unterschiedlich, es kann leicht zu Missverständnissen oder schlimmstenfalls Aggressionen kommen.

Platzbedarf

Meerschweinchen brauchen ausreichend Platz. In der Natur legen sie auf Futtersuche weite Strecken zurück. Umso größer also das Gehege ist, desto besser. Als Richtwert gilt: circa ein halber bis ein Quadratmeter pro Tier. Auch täglicher Auslauf ist wichtig, um den Tieren Abwechslung zu bieten. Hierbei unbedingt alle Gefahrenquellen wie Stromkabel und Giftpflanzen außer Reichweite der Meerschweinchen bringen. Auch enge Schlitze zwischen Schränken können zur Gefahr werden.

Gehege & Einrichtung

Als Gehege eignen sich besonders Holzgehege oder Vivarien speziell für Meerschweinchen. Der Boden sollte mit weicher Einstreu versehen werden und mindestens einmal die Woche ausgetauscht werden. Kloecken müssen hingegen täglich sauber gemacht werden. Schön sind zudem (absturzsichere) Etagen und mehrere Häuschen mit mindestens zwei Eingängen. Auch Korkröhren und Äste bereichern das Gehege.

Ernährung

Meerschweinchen sind Vegetarier und freuen sich über frisches Gemüse. So werden Flüssigkeit sowie Vitamine, Eiweiß und Kohlenhydrate aufgenommen. Selbstverständlich gehört auch frisches Heu auf den täglichen Speiseplan. Wie die Kaninchen verfügen auch sie über einen Stopfmagen und müssen über den Tag verteilt ständig fressen, um verdauen zu können. Wasser sollte außerdem täglich frisch angeboten werden.

Verhalten

Als Fluchttiere wollen Meerschweinchen ungern hochgehoben oder ständig gekuschelt werden. Dafür macht es großen Spaß sie zu beobachten und ihrem geselligen Treiben zu folgen. Meerschweinchen verständigen sich übrigens untereinander durch vielfältige Laute wie Quieken, Pfeifen, Gurren oder Glucksen.

Hamster

Hamster gehören zur Familie der Wühler. Es gibt circa 20 verschiedenen Hamsterarten. In Mitteleuropa kommt nur der Feldhamster vor. Besonders beliebt unter den verschiedenen Hamsterarten ist in Deutschland aber vor allem der Goldhamster. Er stammt ursprünglich aus der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien. Daher wird er oftmals auch als syrischer Goldhamster bezeichnet.

Haltung

Goldhamster sind absolute Einzelgänger und sollten nur allein gehalten werden. Bevor man sich einen Goldhamster anschafft, sollte im Idealfall das Hamsterheim schon komplett vorbereitet sein. Goldhamster freuen sich sehr, wenn Sie Streu aus ihrem alten Käfig mit in ihr neues Reich umziehen dürfen. So bleibt ein vertrauter Geruch bestehen. Auch am zuvor gefütterten Futter sollte zunächst festgehalten werden. Dieses kann nach und nach umgestellt werden.

Platzbedarf

Mit seinen starken Vorderbeinchen wühlt sich der Hamster durchs Erdreich und legt unterirdische (Vorrats)-Kammern an. Frei lebende Exemplare legen täglich mehrere Kilometer auf ihrer Suche nach Futter zurück. Futter, das sie nicht sofort verzehren, speichern Hamster in ihren Backentaschen und horten es in ihren Höhlen. Das lässt schon erahnen, dass das Hamster-Gehege entsprechend groß und vor allem zum Buddeln geeignet sein muss. Empfohlen wird eine Bodenfläche von einem Quadratmeter und eine Höhe von mindestens 60 Zentimetern. Freilauf sollte immer nur in einem abgetrennten, gesicherten Bereich stattfinden.

Gehege & Einrichtung

Aquarien oder spezielle Nagerterrarien sind optimal als Gehege geeignet, eine ausreichende Belüftung und Luftzirkulation muss allerdings gewährleistet sein! Achtung: Achten Sie unbedingt darauf, dass das Gehege oben abgedeckt ist, da Hamster wahre Ausbrecherkönige sind. Außerdem muss der Deckel so schwer sein, dass das Tier ihn nicht anheben kann und schlimmstenfalls zwischen Deckel und Seitenwand eingeklemmt wird.

Ein abwechslungsreiches Beschäftigungsangebot ist besonders wichtig für die kleinen Tiere. Verschiedene Ebenen, Häuser und Höhlen gehören unbedingt ins Gehege. Besonders empfehlenswert sind sogenannte Mehrkammernhäuser oder Wohnlabyrinthe. Auch ein tiergerechtes Laufrad kann die Einrichtung bereichern: Das ideale Laufrad ist aus Holz, hat einen Mindestdurchmesser von 30 Zentimetern und ist an einer Seite sowie an der Lauffläche komplett geschlossen. Bedenken Sie: In ungeeigneten Laufrädern kann sich Ihr Hamster ernsthaft verletzen!

Ernährung

Für Hamster gibt es spezielle Trockenfuttermischungen, die den Hauptbestandteil des Futters ausmachen. Nüsse sollten jedoch nicht zu viele enthalten sein, da sie besonders viel Fett enthalten und Ihr Liebling sonst zu dick werden könnte. Außerdem sind Hamster keine Vegetarier und fressen auch Insekten, wie zum Beispiel Mehlwürmer. Täglich sollte zudem Grün- und Saftfutter wie Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Um die grauen Zellen Ihres kleinen Mitbewohners anzuregen, können Sie zum Beispiel Gemüsestücke in Pappröhren verstecken oder Kolbenhirse an einer etwas schwieriger zu erreichenden Stelle aufhängen.

Verhalten

Da Hamster erst in der Nacht richtig munter sind, sind sie nur bedingt für Kinder geeignet. Einerseits könnten sie durch ihr Buddeln oder Laufen im Laufrad den Schlaf der Kinder stören, andererseits lassen sie sich tagsüber, also zu den Wachzeiten der Kinder, eher selten blicken.

Maus

Mäuse sind intelligente und toll zu beobachtende Haustiere. Leider bereichern die possierlichen Tierchen unseren Alltag nicht sehr lange: Farbmäuse haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von nur ein bis zwei Jahren.

Haltung

Mäuse fühlen sich in großen Gruppen ab vier Tieren am wohlsten. Harmonisch leben meist reine Weibchengruppen oder ein kastriertes Männchen mit mehreren Weibchen zusammen. Stirbt ein Tier, kann ein neues nicht ohne Weiteres in die Gruppe integriert werden – eine Vergesellschaftung auf neutralem Boden ist (wie bei Kaninchen und Meerschweinchen auch) vonnöten.

Platzbedarf

Mäuse sind sehr aktive Tiere. Sie brauchen viel Platz zum Toben, Klettern, Rennen und Graben. Das Mäusegehege sollte also ausreichend Platz bieten.

Gehege & Einrichtung

Um Abwechslung ins Gehege zu bringen, bietet sich eine mehrstöckige Behausung an. Die verschiedenen Etagen sollten allerdings nicht höher als 30 Zentimeter sein, damit die Mäuse nicht tief fallen können. Außerdem sollte das Gehege mit mehreren Höhlen und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Heunestern oder einem Sandkasten ausgestatten sein und der Boden eingestreut werden.

Ernährung

Die Hauptnahrung von Mäusen sind Körnermischungen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Getreide und Sämereien. Außerdem nehmen sie frisches Gemüse, Früchte und tierische Nahrung wie Insekten zu sich. Sorgen Sie außerdem täglich für frisches Wasser. Mit Futterspielen wie Futter in kleinen Papprollen sorgen Sie zusätzlich für Abwechslung.

Verhalten

Auch Mäuse können zahm werden und sogar kleine Kunststücke lernen. Übrigens: Mäuse sind ausgesprochen empfindlich, heben Sie sie niemals am Schwanz hoch. Sind die Mäuse nicht handzahm, heben Sie sie besser mit Hilfe eines Gefäßes, in das die Maus klettern kann, hoch.

Für wen geeignet?

Mit ihren doch recht hohen Haltungsansprüchen sollten Kaninchen und Co. nie leichtfertig oder gar als Geschenk angeschafft werden. Für Kinder sind die niedlich anzuschauenden Tiere nur bedingt geeignet: Als Fluchttiere wollen sie nicht gern hochgenommen oder übermäßig bedrängt werden. Viele Kleintiere lassen sich zudem nicht gerne streicheln. Die dämmerungs- oder nachtaktiven Tiere sollten außerdem lieber nicht im Kinderzimmer wohnen, um den Schlaf der Kleinen nicht zu stören. Doch vor allem für etwas ältere Kinder sind Kleintiere tolle Haustiere zum Beobachten und um gemeinsam mit den Eltern Verantwortung zu übernehmen.

Anschaffung: gut überlegt!

Auch Berufstätige können gut Kleintiere halten, da sie tagsüber super allein beziehungsweise zu zweit oder in der Gruppe bleiben können. Allerdings sollte immer auch an eine mögliche Urlaubsbetreuung gedacht werden: Ein Kleintiergehege lässt sich oft nicht so einfach an einen anderen Ort bringen, besser geeignet ist eine Betreuung im gewohnten Umfeld. Auch die Tierarztkosten sind bei Kleintieren nicht zu unterschätzen: Impfungen, regelmäßige Gesundheitskontrollen und Behandlungen im Krankheitsfall können sich auf mehrere Hundert Euro im Jahr belaufen!

Nichtsdestotrotz sind Kleintiere wundervolle Mitbewohner. Jedes Tier besitzt einen eigenen Charakter und Eigenarten, die es besonders machen. Auch das soziale Miteinander der Gruppentiere zu beobachten, wie sie sich putzen, miteinander spielen und kuscheln, bereitet Freude und wirkt beruhigend. Besonders aufgeweckten Tieren können Sie sogar behutsam kleine Tricks beibringen.

Übrigens

Als Beutetiere bleiben Kaninchen und Co. lieber unter sich. Leben Hund oder Katze auch in der Familie, sollten diese niemals mit den Kleintieren allein gelassen werden!

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