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Herbst ohne Kastanien: undenkbar!

Laubrascheln, eine Tasse heißer Tee, Pilze sammeln, die letzten Sonnenstrahlen genießen, durch den farbenprächtigen Wald spazieren – das ist Herbst! Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und der Regenschirm ist ein ständiger Begleiter. Ein weiterer Bote der dritten Jahreszeit: Kastanien. Die Herbstnüsse sind nicht nur lecker, sondern eignen sich auch ideal zum Basteln. Doch worin unterscheiden sich Kastanien, Esskastanien und Maronen? Wir bringen Licht ins Dunkel! Außerdem erwarten Sie leckere Rezepte und verschiedene Bastelideen.

Welche Arten von Kastanien gibt es?

Wenn die glatten Nüsse mit ihrer stacheligen Schale von den Bäumen fallen, ist es endlich soweit! Die Kastanien-Saison ist eröffnet. Doch Kastanie ist nicht gleich Kastanie. In der freien Natur in Deutschland sind vor allem Rosskastanien und Esskastanien verbreitet.

Essbare Edelkastanien

Mädchen und Mutter sammeln im Herbst gemeinsam Kastanien im Wald

Die Edelkastanie, auch Esskastanie genannt, ist der einzige europäische Vertreter der Gattung Kastanien aus der Familie der Buchengewächse.

Der sommergrüne Baum bildet stärkereiche Nussfrüchte.

Die essbare Edelkastanie ist in Deutschland seltener zu finden als die Rosskastanie. Oftmals sind die Bäume der Edelkastanie in Wäldern im Südwesten Deutschlands zu finden.

Mit etwas Glück können Sie die wunderschönen Bäume jedoch in der gesamten Bundesrepublik entdecken.

Maronen: Klassiker auf dem Weihnachtsmarkt

Esskastanien in einer braunen Papiertüte auf einem grauen Tisch

Die Früchte der Edelkastanie kennen die meisten unter dem Namen Maronen oder auch Maroni in der Schweiz und Österreich.

Meistens befinden sich bis zu drei essbare Kastanien in einer Hülle. Maronen können roh, gekocht oder auch gebacken verzehrt werden. Vor allem im Herbst sind Maronen heiß begehrt. Sie werden auf Weihnachtsmärkten frisch zubereitet und verkauft.

Maronen zeichnen sich durch ihr süßes und intensives Aroma aus. Sie sind etwas größer und lassen sich leichter schälen als herkömmliche Esskastanien.

Die Früchte der Edelkastanie sind sehr kalorienreich, aber auch gesund. Sie enthalten viel hochwertiges Eiweiß und deutlich weniger Fett als Nüsse.

Die Erntezeit erstreckt sich von September bis Anfang des folgenden Jahres. Das größte deutsche Anbaugebiet für Maronen liegt in der Pfalz.

Rosskastanien: ideal zum Basteln

Kastanien auf einem herbstlich dekorierten Tisch

Rosskastanien sind im Gegensatz zu Esskastanien und Maroni für den Menschen nicht zum Verzehr geeignet.

Die Früchte sind giftig und können zu Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen führen. Für Tiere wie Wildschweine und Rehe sind die braunen Nüsse jedoch ein wahrer Genuss!

Durch ihre runde Form bieten sich Rosskastanien perfekt zum Basteln von Kastanienfiguren an. Häufig wird die Kastaniensorte als Allee- und Parkbaum gepflanzt. Während Maronen und Esskastanien der Familie der Buchengewächse zugeordnet werden, gehört die Rosskastanie zur Familie der Seifenbaumgewächse.

Die Kastanienart blüht von April bis Mai, im September und Oktober verliert der Kastanienbaum seine Blätter und Früchte.

So können Sie essbare von nicht essbaren Kastanien unterscheiden:

1. Die Blätter der Rosskastanie bestehen aus fünf kleineren Einzelblättern. Optisch ähneln sie Buchenblättern sehr. Im Gegensatz dazu bestehen die Blätter der Edelkastanie nicht aus fünf Elementen, sondern hängen einzeln von den Ästen. Außerdem haben sie kleine, spitze Stacheln am Rand.

2. Wohingegen Maroni und Esskastanien eher flach und spitz sind, zeichnen sich Rosskastanien durch eine eher runde Form auf. Außerdem haben Maronen an der Spitze einen pinselartigen Bausch.

3. An der Fruchthülle können Sie einzelne Kastanien-Sorten ebenfalls unterscheiden. Die Schale der Rosskastanien ist dickfleischiger und hat spitze, harte Stacheln. Auf der Maronen-Hülle befinden sich viele weiche Stacheln, die nicht schmerzhaft stechen.

Auf diese Weise knacken Sie Ess- und Rosskastanien im Handumdrehen:

Maronen auf einem Tisch liegend

Sobald Maronen und die Früchte der Rosskastanie reif sind, fallen sie von allein vom Baum. In der Regel liegen Kastanien noch umschlossen von ihrer stacheligen Hülle im Laub.

Daher empfiehlt sich das Öffnen mit bloßen Händen eher nicht. Verwenden Sie lieber Ihren Schuh. Indem Sie mit der Hacke vorsichtig auf die Hülle der Ross- oder Esskastanie treten, öffnet sie sich.

Wenn Sie Glück haben, ist die Hülle bereits einen Spalt geöffnet. So können Sie die Früchte ganz leicht entnehmen!

Den Reifegrad erkennen:

Legen Sie die geschälten Maronen bzw. Esskastanien in lauwarmes Wasser.

Sinken die Früchte auf den Boden, sind sie frisch. Fall sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie leider schon alt und trocken.

Tipp:

Nach Ihrem Maronen-Fund lagern Sie Kastanien am besten im Kühlschrank in einem Plastikbeutel oder einer Tupperdose mit Luftlöchern. So halten sich die Nüsse bis zu einem Monat.

Entdecken Sie unsere pfiffigen Rezepte mit Maronen:

Maronen sind wahre Multitalente! Von süß bis herzhaft können Sie alles Mögliche mit den delikaten Nüssen zaubern. Ob Sie Maronen im Backofen zubereiten, sie rösten, Maronenpüree oder auch Maronencreme ausprobieren möchten – Sie haben unzählige Möglichkeiten.

Wir haben verschiedene Rezepte für Sie gesammelt, die nicht nur einfach sind, sondern auch sehr lecker. Lassen Sie sich inspirieren!

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Käse-Makkaroni mit Tomaten

Basteln mit Kastanien

Kastanienmenschen mit Hut aus Eicheln auf einem Tisch

Ob lustige Kastanienmännchen mit Eichel-Hütchen oder niedliche Kastanientiere mit Zahnstocher-Beinen: Im Herbst können Sie mit Kastanien basteln und viele tolle Bastelprojekte verwirklichen.

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Im Prinzip lässt sich jedes Tier Ihrer Wahl basteln.

Eine Auswahl an lustigen Kastanienfiguren:

  • Eulen/Vögel
  • Fledermäuse
  • Schafe
  • Spinnen
  • Igel
  • Schnecken
  • Raupen
  • Kastanienmännchen

Benötigtes Material:

  • Kastanien (bestenfalls Rosskastanien)
  • Zahnstocher
  • Filzstift
  • Flüssigkleber
  • Bastelpapier
  • einen kleinen Handbohrer
  • evtl. eine kleine Säge
  • je nach Tier: Eicheln samt Fruchtbecher, rote Beeren, Blätter, kleine Äste

Und so geht’s:

1. Überlegen Sie zuerst, welche Kastanienfigur Sie basteln möchten und wie viele Elemente Sie dazu benötigen. Am besten alle benötigten Teile schon einmal beiseitelegen.

2. Entscheiden Sie, an welchen Stellen die Kastanien verbunden werden sollen und markieren Sie die Stellen mit einem Filzstift. Bohren Sie dann in die Kastanien mit dem Handbohrer die entsprechenden Löcher, etwa vier Millimeter tief. Bei Bedarf sägen oder brechen Sie die kleinen Zahnstocher auf die richtige Länge und geben auf die Enden jeweils einen Tropfen Flüssigkleber.

3. Dann die Zahnstocher in die gebohrten Löcher der Kastanien hineindrücken und jeweils ein paar Minuten zum Trocknen beiseitestellen. Mit etwas Fantasie und weiteren Elementen, zum Beispiel Eicheln oder Hagebutten, entsteht schnell ein kleiner bunter Zoo.

Tipp: Malen Sie den Kastanienfiguren mit einem Filzstift Gesichter auf!

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