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Kastanien, Esskastanien und Maronen – alles Wissenswerte zu den Herbstnüssen

Nichts schmeckt in diesen Tagen mehr nach Herbst als heiße Esskastanien. In den saisonalen Nüssen steckt jedoch viel mehr als nur ein Snack für unterwegs. Was sich sonst noch alles Süßes oder Herzhaftes daraus zaubern oder sogar basteln lässt, zeigen wir Ihnen hier.

Kastanienzeit

Mädchen und Mutter sammeln im Herbst gemeinsam Kastanien im Wald

Auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause Kastanien sammeln – diese Kindheitserinnerung haben Sie bestimmt auch noch.

Alle Jahre pünktlich mit dem Herbst ist Kastaniensaison und die faszinierend glatten Nüsse in der stacheligen Schale fallen von den Bäumen und machen beim Aufprall auf den Boden ein lautes „Plong“.

Für Kinder bedeutet die Herbstzeit deswegen auch Bastelzeit, denn ob lustige Kastanienmännchen mit Eichel-Hütchen oder niedliche Kastanientiere mit Zahnstocher-Beinen, mit Kastanien lassen sich viele tolle DIY-Bastelprojekte verwirklichen.

Maronen

Esskastanien in einer braunen Papiertüte auf einem grauen Tisch

Ihre essbaren Namensvettern, die Esskastanien bzw. Maronen, geben aber auch kulinarisch so einiges her.

Sie gelten als schmackhafte und gleichzeitig fettarme Alternative zu anderen Nussarten und sind vielseitig einsetzbar.

Am bekanntesten sind natürlich die klassischen gerösteten Maronen, aber in den kleinen Sattmachern steckt noch viel mehr.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie essbare Sorten erkennen, und erklären den Unterschied zwischen Maronen und Kastanien.

Entdecken Sie außerdem unsere pfiffigen Rezeptideen mit Maronen.

Kastanie gleich Esskastanie gleich Marone?

Das stimmt nicht. Esskastanien und Maronen gehören zur Gattung der Kastanien aus der Familie der Buchengewächse – insgesamt gibt es etwa zwölf verschiedene Kastanienarten.

In Deutschland findet man besonders häufig die Rosskastanie: Ihre Früchte sind leicht giftig und der Verzehr führt zu Magen-Darm-Problemen, Übelkeit und Erbrechen. Mit ihrer runden Form eignet sie sich jedoch ideal für allerlei herbstliche Basteleien.

Besonders häufig findet man Rosskastanien als Allee- und Parkbäume. Sie gehören übrigens nicht zur Gattung der Kastanien und werden in die Familie der Seifenbaumgewächse gestellt.

Die essbare Edelkastanie kommt in Deutschland etwas seltener vor und findet sich oft wild wachsend in den Wäldern im Südwesten Deutschlands. Aber mit etwas Glück kann man fast in ganz Deutschland die wunderschönen Bäume finden.

Kastanien auf einem herbstlich dekorierten Tisch

Bei Maronen handelt es sich im Grunde um die gleiche Art wie bei der essbaren Edelkastanie.

Allerdings werden Maronen speziell gezüchtet, sodass sie aromatischer schmecken. Auch sind sie etwas größer und runder als gewöhnliche Esskastanien.

Darüber hinaus lassen sich Maronen leichter schälen und besonders gut lagern, sodass es sie von Ende September bis in den Januar zu kaufen gibt.

Das größte deutsche Anbaugebiet für Maronen liegt in der Pfalz.

So können Sie beim nächsten Spaziergang die essbaren von den nicht essbaren Kastanien unterscheiden:

1. Esskastanien und Maronen reifen in einer grünen Hülle mit vielen feinen, biegsamen Stacheln, wobei die Hülle der Esskastanie noch etwas mehr Stachel hat, die außerdem feiner und länger sind. Die Fruchthülle der Rosskastanien hingegen ist dickfleischiger mit einzelnen fest stehenden Stacheln.

2. Die ungenießbaren Rosskastanien haben fast immer nur eine Frucht in der Hülle, während sich bei der Esskastanie und Marone bis zu drei essbare Nüsse in der Schale verbergen können.

3. Die Früchte der Rosskastanie sind meist rund und völlig glatt, Maronen und Esskastanien haben hingegen eine eher platte Form, fast herzförmig, und eine behaarte Spitze.

Entdecken sie unsere Bastelanleitung für Ihren ersten klassischen Einleinerdrachen:

Esskastanien knacken, ohne sich zu stechen

Maronen auf einem Tisch liegend

Die reifen Nüsse fallen zum Glück vom Baum und müssen nicht gepflückt werden.

Allerdings liegen sie meist noch von der stacheligen Hülle umschlossen im Laub. Daher ist das Öffnen mit bloßen Händen nicht empfehlenswert.

Nutzen Sie daher zum Öffnen einfach den Schuh und treten Sie mit der Hacke vorsichtig auf die Hülle, bis sie sich öffnet.

Dann können Sie die herausfallenden Esskastanien gefahrlos aufsammeln. Alternativ kann man natürlich auch Gartenhandschuhe aus festem Stoff verwenden und die Schalen mit der Hand öffnen.

Den Reifegrad erkennen:

Legen Sie die geschälten Maronen bzw. Esskastanien in lauwarmes Wasser. Wenn die Nüsse auf den Boden sinken, sind sie frisch. Schwimmen sie an der Oberfläche, sind sie alt und trocken und sollten entsorgt werden.

Tipp:

Lagern Sie Ihre gesammelten Kastanien am besten im Kühlschrank in einem Plastikbeutel oder einer Tupperdose mit Luftlöchern. So sind die Nüsse bis zu einen Monat haltbar.

Entdecken Sie unsere pfiffigen Rezepte mit Maronen:

Ob süß oder herzhaft, die herbstlichen Nüsse lassen sich nicht nur klassisch rösten. Lassen Sie sich von unseren Rezeptideen inspirieren.

Feldsalat mit Maroni
Feldsalat mit Maroni
Maronencreme als Brotaufstrich
Maronencreme als Brotaufstrich
Apfelkuchen mit Edelkastanienmehl
Apfelkuchen mit Edelkastanienmehl
Herbstliches Risotto mit Maronen
Herbstliches Risotto mit Maronen
Sähmige Maronensuppe
Sähmige Maronensuppe
Maronensuppe
Maronensuppe
Gebratene Maronen mit Rosenkohl und Speck
Gebratene Maronen mit Rosenkohl und Speck

Ein tolles Gericht für Rosenkohl-Liebhaber!

Maronencreme mit Rosmarinhonig
Maronencreme mit Rosmarinhonig

Die Maronencreme schmeckt hervorragend auf würzigem Roggenbrot, passt aber auch zu Toast und Baguette.

Persischer Pilaw mit Maronen
Persischer Pilaw mit Maronen

Das orientalische Reisgericht besticht mit exotischen Gewürzen.

Karamelisierte Maronen
Karamelisierte Maronen

Ein leckerer Herbst-Snack, der auch gut als Salat-Topping passt.

Käschde-Hähnsche
Käschde-Hähnsche

Mit Esskastanien gefüllte Hähnchenbrust auf Rahmwirsinggemüse

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Basteln mit Kastanien

Kastanienmenschen mit Hut aus Eicheln auf einem Tisch

Ob lustige Kastanienmännchen mit Eichel-Hütchen oder niedliche Kastanientiere mit Zahnstocher-Beinen:

Im Herbst kann man mit Kastanien viele tolle Bastelprojekte verwirklichen. Wir verraten Ihnen, was Sie dazu alles brauchen und was Sie dabei beachten sollten:

Benötigtes Material:

  • Kastanien (am besten Rosskastanien)
  • Zahnstocher
  • Filzstift
  • Flüssigkleber
  • einen kleinen Handbohrer
  • evtl. eine kleine Säge
  • zusätzlich nach Bedarf und Fantasie Eicheln, rote Beeren oder ähnliches

Und so geht’s:

1. Überlegen Sie zuerst, welches Wesen Sie basteln möchten und wie viele Elemente dazu gebraucht werden. Am besten alle benötigten Teile schon einmal beiseitelegen.

2. Entscheiden Sie an welchen Stellen die Kastanien verbunden werden sollen und markieren Sie die Stellen mit einem Filzstift. Bohren Sie dann in die Kastanien mit dem Handbohrer die entsprechenden Löcher, etwa vier Millimeter tief. Bei Bedarf sägen oder brechen Sie die kleinen Zahnstocher auf die richtige Länge und geben auf die Enden jeweils einen Tropfen Flüssigkleber.

3. Dann die Zahnstocher in die gebohrten Löcher der Kastanien hineindrücken und jeweils ein paar Minuten zum Trocknen beiseitestellen. Mit etwas Fantasie und weiteren Elementen, zum Beispiel Eicheln oder Hagebutten, entsteht so schnell ein kleiner bunter Zoo.

Tipp: Zusätzlich können Sie den Tieren mit dem Filzstift noch Gesichter aufmalen.

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