Zwiebel- und Flammkuchen – diese Rezept-Klassiker funktionieren auch glutenfrei

Ofenfrisch, herzhaft und nicht nur im Herbst ein Gaumenschmaus: Zwiebel- und Flammkuchen sind beliebte Traditionsrezepte aus Deutschland und Frankreich und wahre Verkaufsschlager auf Straßenfesten. Kein Wunder: Zusammen mit einem Glas Wein schmecken die frisch gebackenen Leckereien besonders gut. Aber auch für zu Hause lassen sich die Blechkuchen ganz einfach zubereiten – sogar glutenfrei.

viele verschiedene aldpilze in einem Korb auf einem Tisch

Was unterscheidet Zwiebel- von Flammkuchen?

Die Zutaten für den Flammkuchenteig sind zwar die gleichen, die beim Zwiebelkuchen zum Einsatz kommen. Allerdings wird der Hefeteig für Flammkuchen, anders als beim Zwiebelkuchen, zu einem sehr dünnen Fladen ausgerollt oder gezogen. Typischerweise wird er dann mit saurer Sahne oder Schmand, rohen Zwiebelscheiben und Speckwürfeln belegt und im sehr heißen Backofen kross gebacken.

Für den Zwiebelkuchen werden die Zwiebeln zuerst gedünstet und anschließend mit den restlichen Zutaten zu einem Belag vermengt. Der Zwiebelkuchen hat eine höhere Form und eine saftige Füllung, während der Flammkuchen auf dem dünnen Teig knuspriger wird und eher sparsam belegt ist.

In traditionsbewussten Häusern gilt für die Zwiebelkuchen-Rezeptur: drei Viertel Zwiebeln, ein Viertel Speck. Oft wird der Speck aber auch komplett oder teilweise durch Lauch ersetzt oder der Zwiebelkuchen mit etwas Käse überbacken.

Flammkuchen auf einem Teller und ein Glas Weißwein daneben

Welches Getränk passt zu Zwiebelkuchen?

Zum Zwiebelkuchen gehört traditionell neuer Wein („Federweißer“ oder „Suser“) oder ein trockener Weißwein, zum Beispiel ein Riesling. Auch ein frischer Weißherbst passt gut zu der Ofenspezialität.

Zum Flammkuchen empfehlen wir Ihnen zum Beispiel einen filigranen Auxerrois. Diese feine Weißweintraube gehört zu der Familie der Burgunder Rebsorten und wird passenderweise besonders häufig im Elsass angebaut. Je nach Geschmack können als kulinarischer Begleiter aber auch besonders aromatische Weißweine zum Einsatz kommen. Gerade die so genannten Bukettsorten wie Muskateller oder Traminer (trocken ausgebaut) eignen sich hier besonders gut.

Zwiebeln von hand mit Messer geschnitten auf Brettchen

Gewusst?

Zwiebeln schneiden

Traditionsbewusste Bäcker legen Wert darauf, dass die Zwiebeln für den Belag von Hand geschnitten werden, da maschinell verarbeitete Zwiebeln den Kuchen matschig machen.

Zwiebelkuchen ähnelt der Quiche, wird aber anders als diese traditionell aus Hefeteig gebacken und nicht aus Mürbeteig.

teig wird mit Händen geknetet

Warum glutenfrei?

Viele Menschen ernähren sich heutzutage glutenfrei, weil sie das in Weizen enthaltene Protein nicht gut vertragen. Das nämlich ist schwer verdaulich und hat eigentlich die Aufgabe, die Getreidepflanze vor Fressfeinden zu schützen.

Doch nicht nur Tieren kann Gluten auf den Magen schlagen, es kann bei manchen Menschen auch die Verdauung beeinträchtigen und Blähungen, Durchfall und Verstopfungen auslösen.

Mehr zur Gluten-Unverträglichkeit lesen Sie in unserer mio-online oder in unserer Sektion Glutenfrei leben mit Globus.

Deshalb muss aber niemand auf die leckeren Teigspezialitäten verzichten!

Denn die Basis für Zwiebel- und Flammkuchen kann man auch ganz einfach mit glutenfreiem Mehl zubereiten.

Als Alternative bietet sich außerdem Leinsamen- oder Reismehl, aber auch Blumenkohl an.

Dazu einfach den rohen Blumenkohl mit einer Küchenmaschine oder einem Messer zerkleinern und ihn mit Eiern und geriebenem Käse vermengen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Dieser Teig wird herrlich kross, ist reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen.

Zwiebelkuchen auf Holzbrett

Zwiebelkuchen - Eine Tradition seit mehr als 1 000 Jahren

Traditionell wird Zwiebelkuchen in deutschen Weinregionen im September zu jungem Wein angeboten, und zwar oft in saisonalen Gastbetrieben direkt beim Winzer.

Diese sogenannten Besenwirtschaften in Schwaben und Straußwirtschaften in der Pfalz und im Rheingau gehen auf Kaiser Karl den Großen zurück, der per Erlass um das Jahr 800 herum den Weinbauern erlaubte, einen Teil ihres produzierten Weins selbst auszuschenken. Bis heute wird ein Besen vor die Tür gestellt oder ein Strauß aufgehängt, um zu symbolisieren: Hier wird ausgeschenkt!

Früher gab es Flamm- und Zwiebelkuchen dann, wenn Brot gebacken wurde. So konnte man die starke Hitze des Ofens ausnutzen, während der Brotteig trieb. Außerdem ließ sich dadurch gut die Temperatur des Ofens testen.

Der Name Flammkuchen kommt daher, dass das Feuer noch nicht vollständig ausgelodert war, als der Teig in den Ofen geschoben wurde.

Wenn die Flammkuchen schnell dunkel wurden, wussten die Bäcker, dass sie mit dem Brot noch warten mussten, bis eine kühlere Temperatur erreicht war. Brauchten die Flammkuchen eine lange Backzeit, wurde noch mal nachgeheizt.

Probieren Sie unsere Flammkuchen und Quiche-Rezepte: klassisch oder glutenfrei:

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