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Rollen, krabbeln, laufen

Die Bewegung im ersten Lebensjahr

Kind liegt mit Bauch auf dem Boden

Nach der Geburt sind die Bewegungen Ihres kleinen Schatzes vor allem reflexartig und meist noch etwas unbeholfen, doch nach und nach kommen kontrollierte Bewegungen dazu. Wir zeigen Ihnen, wie sich diese entwickeln und wie Sie Ihren Weltentdecker dabei fördern können.

Im ersten Lebensjahr entdeckt Ihr Kind die Welt mit allen Sinnen und lernt in rasantem Tempo unglaublich viel: Kann es sich anfangs kaum ohne Hilfe bewegen, lernt es in nur zwölf Monaten das Greifen, Drehen, Rollen, Sitzen, Krabbeln und vielleicht sogar Laufen. Und es macht so viel Spaß, die Kleinen dabei zu beobachten und zu unterstützen!

Den eigenen Körper entdecken

In den ersten drei Monaten ist Ihr Baby für jede Veränderung seiner Körperlage auf Ihre Hilfe angewiesen. Es kann strampeln und rudern, aber noch nicht zielgerichtet. Auf dem Arm muss das Köpfchen gestützt und gehalten werden. Doch nach und nach lernt es, seine Bewegungen zu steuern und Arme, Hände und Finger bewusst zu bewegen. Wie spannend es jetzt ist, die eigenen Finger zu entdecken! Vielleicht hat Ihr kleiner Weltentdecker auch schon Spaß an einem Spielbogen, unter dem es liegend die Figuren über sich entdecken und greifen kann. Nach etwa zwei bis drei Monaten können Sie bestimmt auch beobachten, wie Ihr Baby den Kopf in Bauchlage aufrecht halten kann – wenn auch nur kurz, schließlich ist das ganz schön anstrengend! Ideal ist es, wenn Ihr Baby auf einer Spieldecke liegend genug Platz für seine ersten Bewegungsversuche hat.

Wichtige Erfahrungen sammeln

Kind läuft auf Straße

Auf die Plätze, fertig los!

Spätestens zu Beginn des zweiten Lebenshalbjahres sollten Sie die Wohnung kindersicher machen – denn jetzt wird Ihr Schatz von Tag zu Tag mobiler und jeder Winkel der Wohnung wird erkundet. Unser Tipp: Begeben Sie sich in die Perspektive Ihres Kindes, um gefährliche Ecken oder ungesicherte Steckdosen zu entdecken. Übrigens sind die unteren Küchenschubladen voller Töpfe und Plastikdosen ganz besonders hoch im Kurs – vielleicht räumen Sie diese gleich so um, dass Ihr Kind problemlos damit spielen kann?

Ganz wichtig: Lassen Sie Ihr Baby niemals alleine auf dem Wickeltisch liegen. Schon wenige Sekunden reichen für eine Drehung und einen gefährlichen Sturz aus.

Ob Robben, Krabbeln, Rutschen oder Rollen – jedes Kind ist unterschiedlich und entwickelt seine eigene Technik zur Fortbewegung, bevor es schließlich das freie Gehen lernt. Gemein haben alle Kinder die große Lust und Freude an der Bewegung, in der Sie Ihren Weltentdecker nicht bremsen sollen. Bieten Sie Ihrem Kind immer eine Hand oder feste Möbelstücke an, wenn es sich zum Stehen hochziehen möchte, aber drängen Sie es nicht dazu. Wenn es eine Pause von all der Anstrengung braucht, kann es sich nun selbst hinsetzen – und hat auch noch die Hände zum Spielen frei. Eine wunderbare Errungenschaft!

Tipp: Jedes Kind entwickelt sich in seinem Tempo. Wenn Sie unsicher sind oder Sorgen machen, suchen Sie das Gespräch mit dem Kinderarzt.

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