Freundschaften

Freundschaften

Die ersten Freundschaften

Sandkastenfreunde

„Gute Freunde sind das Allerwichtigste", heißt es oft. Auch Ihr kleiner Schatz findet es ganz wunderbar, Zeit mit seinen Freunden zu verbringen. Je nach Alter hat das Wort „Freund“ natürlich noch eine andere Bedeutung. Fördern und unterstützen Sie den Kontakt zu Freunden und Gleichaltrigen von Anfang an – so erlernt Ihr Kind wichtige soziale Kompetenzen.

Kinder auf einer Schaukel

Beste Freunde für immer – oder für einen Spielplatzbesuch

Während Ihr kleiner Weltentdecker in den ersten zwei Jahren Gleichaltrige vermutlich noch nicht als echte Spielkameraden betrachtet, erlernt er im dritten Lebensjahr die sozialen Fähigkeiten, um mit anderen Kindern zusammen zu spielen. Die erste wichtige Kompetenz dabei ist die Fähigkeit zu teilen: Wenn Ihr Kind sein Lieblingsspielzeug für eine gewisse Zeit einem anderen Kind freiwillig überlassen kann, hat es schon sehr viel gelernt! Daneben lernen Kinder in dieser Zeit Empathie und werden immer einfühlsamer. Wenn Kinder sich gegenseitig helfen oder Ihr kleiner Schatz ein anderes, weinendes Kind tröstet, könnten Sie wahrscheinlich dahinschmelzen. Außerdem werden Sie langsam feststellen, dass Ihr Kind manche Spielgefährten anderen Kindern vorzieht und klare Sympathien hat. Im Alter von drei Jahren schließen Kinder in der Regel ihre ersten richtigen Freundschaften.

Warum sind Freundschaften so wichtig?

Kinder lernen unglaublich viel voneinander. Besonders die sozialen Fähigkeiten Ihres Kindes werden durch den Kontakt mit Gleichaltrigen geschult. Beim gemeinsamen Spielen probieren sich kleine Kinder aus und machen Erfahrungen, die sie mit ihren Eltern nicht machen können. Das liegt daran, dass zwischen Gleichaltrigen eine ganz andere Rollenverteilung herrscht als zwischen Eltern und Kind: Als Eltern bestimmen Sie die Regeln. Beim Spielen mit anderen Kindern gibt es keine feste Hierarchie-Ebene. Die kleinen Rabauken müssen die Regeln selbst verhandeln und lernen, sich daran zu halten, Kompromisse zu schließen und sich gegenseitig zu akzeptieren. Nur so können Kinder nämlich gemeinsam spielen. Dabei üben sie unter anderem, Rücksicht zu nehmen, auf andere zuzugehen und Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen.

Darüber hinaus erfahren sie, dass sie sich manchmal auch durchsetzen müssen, um das zu bekommen, was sie wollen, und, wenn die Dinge anders laufen als gewollt, mit Frust umzugehen. Diese Erfahrungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Sozialkompetenz Ihres Kindes.

Kinder spielen zusammen

Freundschaften fördern

Daher sollten Sie Ihr Kind stets unterstützen, Freundschaften zu knüpfen. Das bedeutet nicht, dass Sie beim Spielen Ihres Kindes mit einem anderen Kind ständig eingreifen sollen, um einen aufkommenden Streit zu schlichten. Diese Erfahrung machen Kinder am besten alleine – natürlich nur, solange sie sich nicht wehtun. Auch wenn ein Streit einmal in Tränen endet und die Freundschaft kurzerhand aufgekündigt wird, werden Sie sehen, dass kleine Kinder kaum nachtragend sind und sich im Nu wieder verstehen. Darin sind sie unschlagbar und eher ein Vorbild für uns Große als andersherum.

Anstatt also immer einzugreifen, sollten Sie Ihrem Kind genügend Freiraum geben, damit es mit anderen Kindern ungestört spielen kann. Gerade die Erfahrung, eigene Dinge abseits der Erwachsenenwelt regeln zu können, gibt Ihrem Kind ein Gefühl von Unabhängigkeit. So fördern Sie die Entwicklung Ihres Kindes zu einem selbstständigen Menschen. Auch wenn die erste Sandkastenfreundschaft vielleicht nicht ein Leben lang hält.

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