Craft Beer Arena

Echte Vielfalt, mehr Geschmack

Craft Beer bei Globus – Es gibt nichts, was es nicht gibt: Mit den Etiketten fängt es an; da gehen Fischkutter unter, grinst einen der Sensemann an, ein Wolfskopf oder Fesselballon, manchmal steht auch einfach nur in fetten Lettern PALE oder FRIDAY drauf – Flaschen und Dosen aus einer anderen Welt. Vielleicht aus Iowa oder Rügen? Alles ist möglich bei Craft Beer. Die handwerkliche Zubereitung von Bieren mit besonderen Aromen, von besonderen Typen, findet in den letzten Jahren immer mehr Anhänger. Die Typen hinter den Craft Bieren sind echte Nerds – besessen, etwas ganz Besonderes schaffen zu wollen. Und da Globus eben auch nicht von der Stange ist, und das Echte und Wahrhafte liebt, haben hier zwei Typen ideal zueinander gefunden. Entdecke die unglaubliche Auswahl an Craft Bieren bei Globus.

India Pale Ale (IPA)

Craft Beer Sorten IPA

Das Allererste und Wichtigste was du wissen musst ist, dass es India Pale Ale und nicht IndiaN Pale Ale heißt. Das ist schon mal die halbe Miete. Weiter ist ein India Pale Ale oder kurz IPA (sprich: Ei-pi-aei) im Grunde ein großes Pale Ale mit ordentlich Umdrehungen: obergärig, gold bis kupferfarben, zwischen 6 und 7,5 Vol.-% Alkohol. Ab 8 Vol.-% spricht man vom Imperial IPA oder Double IPA. Da IPAs immer mindestens doppelt gehopft werden, dominiert der Hopfen in der Regel sowohl in der Nase als auch auf der Zunge. Daher zeichnet sich das IPA auch durch einen hohen Wert an Bittereinheiten aus (IBU, International Bitter Units).

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Pale Ale

Craft Beer Sorten Pale Ale

Pale Ales sind helle, obergärige Biere. Ihre Farbe variiert von hellgelb über strohblond bis zu kräftigen Bernstein- oder Kupfertönen. Genauso variabel ist auch der Alkoholgehalt von etwa 4,5 Vol.-% (Session Pales Ales, also die Leicht-Variante, liegen sogar noch deutlich darunter bei um 3 Vol.-%) bis zu 6 Vol.-%. Bei amerikanischen Pale Ales steht meistens der Hopfen in der ersten Reihe. Je nach eingesetzter Sorte und Menge mutet das Aroma harzig, würzig oder auch honigartig an. Oft riecht man aber auch eindeutig zuzuordnende Früchte, wie Mango, Zitrone oder Grapefruit. Gerade letztere findet man oft in US-Pale Ales. Grapefruit ist ein typisches Aroma des Cascade-Hopfens, einer populären Hopfensorte, die gern bei Pale Ales zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zur großen Schwester des Pale Ales, dem India Pale Ale, hat der Hopfen in einem gelungenen Pale Ale nicht die totale Überhand.

Porter

Craft Beer Sorten Porter

Porter sind dunkle, in der Regel obergärige und eher trockene Biere mit moderatem Alkoholgehalt (4 bis 5,4 Vol.-%). Das dunkle Malz ist für die (dunkel)braune Farbe verantwortlich und bringt oft einen Schwung Röstaromen mit (erinnern an Toastbrot, manchmal auch an Nuss, Biskuit oder ein bisschen Kaffee).

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Stout

Stout

Das Stout ist ein sehr naher Verwandter des Porters. Ursprünglich war das Stout ein Stout Porter, also ein starkes Porter. Ein Bier für die Upper Class, die sich von den einfachen Hafenarbeitern absetzen wollte und deshalb stärkere, dunkle Biere trank, mit mehr Stammwürze, mehr Körper.

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Helles

Biersorten Helles

Wer im Süden Deutschlands ein Bier bestellt, bekommt ein Helles. Das Helle, auch Münchner Hell, Bayrisch Hell oder Helles Lagerbier, ist ein strohgelb bis goldenes, untergäriges Vollbier mit 4,5 bis 5,5 Vol.-%. Wo man Deutschland mit Lederhosen und Blasmusik assoziiert, hält man das Helle für DAS deutsche Bier, was einerseits erstaunlich ist, denn hierzulande wird eigentlich viel mehr Pils getrunken, andererseits aber auch nicht, denn das berühmte Oktoberfestbier ist ja ein Helles.

Bei einem guten Hellen ist das Verhältnis von Hopfen und Malz ausbalanciert. Es ist kaum bitter mit einem dezenten Honigaroma und damit, wie nicht nur der Bayer sagt, süffig. Mutige Craft Brauer sind aber auch neue Wege gegangen und haben den Hopfen in den Vordergrund gerückt, indem sie ihr Helles “stopfen”. Manche sprechen vom Imperial Pale Lager (IPL) – einer neuen Generation von Hellen.

Pils

Biersorten Pils

Jedes zweite in Deutschland getrunkene Bier ist ein Pils (auch Pilsner oder Pilsener). Kein Wunder: Das helle, untergärige, leichte (4 bis 5 Vol.-%) und hopfenbetonte Bier ist ein anpassungswilliger Speisenbegleiter. Auf ein Pils muss man sich nicht übermäßig konzentrieren, es geht gut zum Fußball, zum Grillen, unter Leuten - und kann auch mal aus der Flasche getrunken werden. Ist kein Frevel.

Ursprünglich kommt das Pils aus Pilsen (Plzeň), Böhmen, dem heutigen Tschechien. Es wurde aus hellem Malz und der lokalen Hopfensorten Žatec, deutsch: Saaz, gebraut. Heute sind dem guten Geschmack der Brauer bei der Hopfung ihrer Pilsener eigentlich keine Grenzen gesetzt. Im Gegensatz zu den klassischen “Hopfenbomben” wie den IPAs, geht es hier aber mehr um die hopfigen Aromen, grüne Noten, leicht grasig, angenehm herb, und weniger um Fruchtigkeit und Tropenaromen.

Weißbier

Biersorten Weißbier

Die Nummer Drei der beliebtesten Bierstile Deutschlands unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von Hellem und Pils: Weißbier (auch Weizen, Weizenbier oder Hefeweizen) wird nicht nur mit Gersten- sondern auch mit Weizenmalz gebraut (50-70 Prozent der Malzmischung). Und: Weißbier ist obergärig. Das heißt, die Hefe, mit der dieses Bier vergoren wird, die klassische, bayerische Weißbierhefe, arbeitet lieber bei höheren Temperaturen (um 15 bis 20 Grad Celsius), während untergärige Hefen um 5

Grad bevorzugen. Genau diese Hefe prägt das Aroma des Weißbiers, sie scheidet nämlich bei der Umwandlung vergärbarer Zucker in Alkohol sogenannte Phenole (Gärnebenprodukte) aus, die für einen bananigen Geruch sorgen. Das klassische Bayerische Weißbier ist hell und trüb und hat einen Alkoholgehalt von etwa 5,5 Vol.-%. Aber auch leichte und alkoholfreie Weißbiere sind hoch im Kurs.

Bockbier

Bcokbier

Der deutsche Bock ist für gewöhnlich ein starkes, untergäriges Bier, wie etwa der helle Maibock, Weihnachtsbock oder Festbock, ebenso wie das dunkle, bayerische Starkbier. Es gibt aber auch obergärige (Doppel)Böcke - die Weizenböcke oder Weizenstarkbiere. Alle haben einen hohen Stammwürzegehalt (um 16 Grad Plato - ein durschnittliches Helles hat zwischen 11 und 13 Grad). Stammwürze beschreibt den Anteil der aus Malz und Hopfen gelösten Stoffe im Brauwasser vor der Gärung. Je höher die Stammwürze, desto mehr hat die Hefe beim Gären zu fressen - und desto stärker wird das Bier. Bockbiere haben um 6 Vol.-% Alkohol, Doppelböcke zwischen 7 und 10 Vol-%.. Der viele Alkohol verleiht allen Böcken nicht nur einen vollen Körper, sondern auch extra viel Geschmack (Alkohol ist ein Geschmacksträger). Malzaromen dominieren, gehen oft ins Nussige (dunkel Böcke) oder Honigsüße (helle Böcke).

Berliner Weisse

Berliner Weisse

Die Berliner Weisse ist ein obergäriges, leichtes und säuerliches Weizenbier. Mit etwa 3 Vol.-% ist sie kein Vollbier (wie Helles, Pils, Pale Ale etc.), sondern ein Schankbier. Sie ist feinperlig und hat eine schöne, stabile Schaumkrone. Ihr Geschmack wird von einer Zitronen-, bisweilen auch grüner Apfelnote bestimmt. Hopfen spielt keine große Rolle. Der Name gilt als eine geschützte Herkunftsbezeichnung, bezieht sich aber auch auf die Brauweise: die Original Berliner Weisse wird in Berlin gebraut und dabei mit Milchsäurebakterien angesäuert und - unter anderem - mit einer ganz bestimmte Hefe, der Brettanomyces, vergoren. So bekommt sie ihr originales Aroma. Für den Brauer und die Brauerin besteht die große Herausforderung darin, die perfekte Konzentration der Mikroorganismen zu treffen. Flaschengärung macht die Berliner Weisse zu einem sehr lange haltbaren Bier.

Zwickel/Kellerbier

Zwickel und Kellerbier

Kellerbier, Zwickel (Zwickl) oder auch Zwickelbier sind keine eigenen Bierstile. Die Begriffe beschreiben naturtrübe, also nicht filtrierte Biere. Traditionell sind sie ungespundet, das heißt, während der Nachgärung verschließt der Brauer das Spundloch des Gärfasses nicht, CO2 kann entweichen, das fertige Bier ist weniger sprudelig, das Mundgefühl eher weich. Oft haben Malzaromen das Sagen, aber in der neuen Bierbewegung stopfen Brauer ihr Zwickel auch mal. Es gibt helle und dunkle Kellerbiere. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 4 und 6 Vol.-%.

Der Ursprung des Namens deutet auf ein weiteres Kellerbier-typisches Kriterium hin: Frische. Kellerbiere oder Zwickel sind ursprünglich superfrische Biere, gerade aus dem Gärkeller entlassen. Das Wort Zwickel geht auf den Akt des Zwickelns zurück. Das ist, wenn der Brauer sich ein kleines Probierschlückchen aus den Reifetank gönnt.

Brauerei-Portraits

Wolfscraft das Helle Bio

Wolfscraft das Helle! BIO

Das Wolfscraft das Helle! trumpft als klassisches, frisch-fruchtiges und sehr süffiges Helles groß auf. In Bayern mit bestem Alpenquellwasser und deutschem Aromahopfen gebraut, wird die Hommage an die Heimat mit sanften Bitternoten und einem entspannten Alkoholgehalt von 4,9 vol. % schnell zu deinem Lieblingsbier. Außerdem der perfekte Begleiter zu frischen und leichten Speisen.

Wüsste ich gerne - Bierwissen für Nerds

Hopfen

Hopfen (Humulus lupulus) sorgt als Biergewürz für Geschmack und Haltbarkeit. Weltweit gibt es etwa 200 Hopfensorten. Grob kann man zwischen Bitter- und Aroma- bzw. Flavourhopfen unterscheiden. Die einen sorgen für herbe Bittere, die anderen bringen fruchtige Aromen ins Bier. Verwendet werden zum Brauen die Dolden, die nur weibliche Hopfenpflanzen ausbilden. Deutschland ist heute (nach den USA) der zweitgrößte Hopfenproduzent der Welt.

Hefe

Hefe ist ein wenige Tausendstel Millimeter kleiner Einzeller, der während der Gärung Zucker in CO2 und Alkohol umwandelt. Die häufigste Brauerei-Hefe ist die Saccharomyces cerevisiae (Bierhefe). Manche Hefestämme arbeiten optimal bei Temperaturen unter 5°C. So entstehen untergärige Biere. Andere bevorzugen Zimmertemperatur. Sie machen obergärige Biere. Die dabei abgesonderten Gärnebenprodukte beeinflussen Geschmack und Aroma des fertigen Bieres.

Malz

Malz wächst nicht auf den Feldern. Malz wird in der Mälzerei gemacht – meistens aus Braugerste, es gibt aber auch Biere mit Weizen-, Roggen- oder anderen Malzsorten. Streng genommen schreibt das Reinheitsgebot allerdings ausschließlich Gerstenmalz vor. Das Getreide wird künstlich zum Keimen gebracht, was die Stärke im Inneren des Korns lösbar macht. Nach dem Trocknen auf der Darre, kann der Brauer das Malz schroten und zum Bierbrauen verwenden.

Wasser

Bier besteht zu neunzig Prozent aus Wasser. Um gutes Bier brauen zu können, muss das Brauwasser nicht nur sauber und rein sein, auch seine chemischen und biologischen Beschaffenheiten müssen passen. Vereinfacht gesagt eignet sich weiches Wasser besser für helle Biere wie Pilsener, hartes Wasser für dunkle, Malz betonte Sorten. Heutzutage bereiten Brauer ihr Brauwasser in verschiedener Weise auf. Das steht mit dem Reinheitsgebot nicht im Konflikt.

Gläser werden angestoßen

Gläserkunde

Gutes Bier gehört in ein gutes Glas. Dabei geht es weniger um Ästhetik als vielmehr um Sensorik: Schon beim Einschenken kommt je nach Wölbung der Glaswand mehr oder weniger Sauerstoff in das Bier, steigt CO2 auf und werden entsprechend Aromen freigesetzt. Diese sammeln sich in einem nach oben schmaler werdenden Glasraum oder sie verflüchtigen sich schnell aus einer weiten Glasöffnung. Je nach Form des Glases und des Glasrandes verändert sich auch der Anstellwinkel, in dem das Bier aus dem Glas in den Mund fließt. Aus einer breiten Öffnung fließt das Bier schnell in den hinteren Mundbereich, gibt es eine Verjüngung am Glasrand, trifft es zunächst auf die Zungenspitze. Und so beeinflusst die Glasform was wir bei einem Bier schmecken.

Ein Glas Craft Beer wir eingeschenkt

Sensorik

Sensorik ist alles: sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken. Alle Sinne. Und alle gehören dazu, wenn man Bier bewusst genießen möchte. Man unterscheidet zwischen „Aroma“ und „Geschmack“. Geschmack ist wasserlöslich. Es gibt fünf definierte Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Der Geschmackssinn liegt auf der Zunge. Das Aroma hingegen erleben wir mit der Nase, genauer mit ungefähr 25 Mio. Riechzellen, die mehr als 10.000 unterschiedliche Gerüche wahrnehmen. Aromaforscher unterteilen Bieraromen in acht Geruchsstofftypen, von grün und grasig über floral-blumig zu den fruchtigeren Zitrus-Noten. Dann kommen Schwefelnoten, herbal-holzig, mandel- bzw. vanilleartig, süßlich-schwer und röstig-erdige Noten.

Schmeckt!

Food-Pairing Basics für deinen Genuss

„Wozu passt Bier nicht?“ fragte einst Greg Koch, Gründer von Stone Brewing. „Verglichen mit Wein hat Bier einen großen Vorteil: Es bietet ein größeres Aromenspektrum.“ Von sauer bis schokoladig, von rauchig über bitter bis honigweich – die Geschmacksbandbreite von Bier ist enorm. Die Herausforderung bei der Kombination von Bier und Speisen sind die Bittere und die Kohlensäure. Mit ein paar Grundregeln klappt’s schnell: Hopfenbetonte Biere (z.B. IPA) gehen gut mit scharfen Gerichten, säuerliche Biere (z.B. Berliner Weisse) überall da, wo man auch Weißwein reichen könnte. Starke Biere (z.B. Bock) brauchen starke Speisenpartner, etwa Fleischgerichte, deftige Braten. Dunkle, volle Biere (z.B. Imperial Stout) sind was für die Käseplatte zum Schluss.

Quinoa-Bowl mit Süßkartoffel

Bewusst und alkoholfrei ins neue Jahr!

Nach der Weihnachtsschlemmerei und dem Silvesterkater darf es in den ersten Wochen im neuen Jahr ruhig lecker-leicht und alkoholfrei losgehen. Für alle, die ihre guten Vorsätze nicht schon bei der ersten Gelegenheit über Bord werfen wollen, haben wir daher eine feine Empfehlung: Quinoa-Bowl mit Süßkartoffel und dazu das Wolfscraft brutal Alkoholfrei

Eine vegetarische Geschmacksexplosion plus volles 100% Hopfenaroma bei 0% Alkohol lassen dich nichts vermissen – versprochen!

Dazu passt...

Wolfscraft brutal Alkoholfrei

Wolfscraft brutal Alkoholfrei

Für ihr erstes alkoholfreies Bier haben die Wolfscraft-Jungs lange experimentiert. Zwar sollte die Kreation zwar ohne Umdrehungen, aber natürlich mit ordentlich Charakter ausgestattet sein. Durch Zugabe von „Unmengen“ von aromatischem Bio-Hopfen haben sie es tatsächlich geschafft: Ein brutales Lagerbier: alkoholfrei – aber trotzdem fruchtig und hopfig wie ein Craftbier.

Unser Bier-Botschafter

Jörg Krämer

Sortimentsmanager Bier

Meine Erfahrung:

In einem Bierbraukurs habe ich gelernt, dass das Bierhandwerk unglaublich facettenreich ist und vielfältige Geschmackswelten und Verzehranlässe bietet. Es macht mir Spaß, diese Erfahrung im Rahmen meiner Arbeit an unsere Globus Kunden weiterzugeben.

Mein-Lieblings Craft Beer:

Bach`s Hell von der Braumanufaktur Bach als regionales Craft Beer aus Neunkirchen. Insel Kreide (Rügener Insel Brauerei) als Alternativen zu einem Sekt oder Cremant als Aperitif oder zu einem festlichen Empfang. Das brutal Alkoholfrei von Wolfscraft, wenn es mal ein alkoholfreies Bier sein muss und das Hopfmeister Surfer`s Ale als süffiges, naturtrübes Pale Ale mit fruchtigen Noten und hoher „Drinkability“.

Bier bedeutet für mich...

eine stetige Entdeckungsreise.

Drink & Learn

Porter & Stout

Mal was anderes

Simpel und wahr: Nachts sind alle Katzen schwarz. Und auch wahr: Früher waren alle Biere dunkel.

Wer heute seinen Blick über das Bierregal streifen lässt, der sieht eher vereinzelt die schwarzen Schäfchen herausstechen, die deutsche Bierlandschaft (und nicht nur die) ist weitestgehend hell. Pilsener, Helles, Weizen. Oder bei den neuen Bieren: Pale Ale, IPA, Berliner Weiße. Alles Biere, die hellgelb bis kupfer-gold im Glas schimmern.

Ihren Erfolg verdanken helle Biere der (mehr oder minder) modernen Technik. Untergärige helle Biere wie Pils und Helles etwa sind erst seit der Erfindung der Kältemaschine durch Carl Linde 1873 möglich. Gleichmäßig helle unter- wie auch obergärige Biere wie Pale Ale oder Weizen erst, seit die Mälzer in der Lage sind, den Prozess des Darrens und Trocknens gut zu kontrollieren.

Malz

Das Malz macht‘s

Die Farbe eines Bieres nämlich bestimmt das verwendete Malz. Helle Malze machen helle Biere, dunkle Malze dunkle. Die Farbe einer Malzsorte wiederum entsteht am Ende des Mälzens, nachdem Gerstenkörner gekeimt haben und so zum Bierbrauen nötige Enzyme aktiviert wurden. Dieser Keimvorgang wird durch das Trocknen der in Wasser aufgeweichten Getreidekörner gestoppt. Das Malz kommt auf die Darre. Früher war es oft nicht möglich, hier zu hundert Prozent konstant zu arbeiten und sicherzustellen, dass nicht ein paar Körner heißer und damit dunkler wurden als andere. In aller Regel war Malz eben immer etwas röstiger und dunkler und in der Folge auch alle daraus gebrauten Biere.

Wobei sich natürlich ein paar dunkle Bierstile einen ganz besonderen Namen gemacht haben. Das Bierschwesternpaar Porter & Stout etwa.

Bier und Kaffebohnen

Der Bierstil Porter

Das Porter war im England des späten 17.Jahrunderts das, was bei uns heute das Pils ist: ein Synonym für Bier. Wer Bier bestellte, bekam Porter, ein dunkles, obergäriges Gebräu. Seinen Namen hatte das Alltagsbier von einer besonders konsumfreudigen Verbrauchergruppe, den Londoner Hafenarbeiten, den Porters. Den ganzen Tag Schiffe be- und entladen ist ein Knochenjob, der jeden Abend mit einem Pint belohnt werden wollte. Und auch die zusätzlichen Kalorien, die diese reichhaltigen Biere brachten, halfen und machten das Porter zum Wasser der Arbeiterklasse. Später wurde das Porter darüber hinaus zum Motorenöl der Industrialisierung: Immer größere Brauereien versorgen die dürstenden Arbeiter mit immer mehr, immer schneller und in immer größeren Mengen produziertem, dunklen Bier.

Geschmacklich hat sich dieser Bierstil im Laufe der Jahrhunderte verändert. Oft fehlt die traditionelle, säuerliche Note, die durch die Lagerung in Holzfässern damals entstand. Stattdessen wird der Hopfen heute stärker betont. Ein gutes Porter sollte ein leichtes Biscuit- oder Toastaroma haben, der Geschmack erinnert an Brot, Nuss und bisweilen Kaffee.

Stout Bier

Der Bierstil Stout

Während das Porter nun an das einfache, hart schuftende Volk ging und den Stempel „Arbeiterbier“ hatte, entwickelten die englischen Brauer des 17. und 18. Jahrhunderts auch ein Bier für die Upper Class: Angefangen als „Stout Porter“, ein starkes Porter, wurde das Stout bald zu einer Klasse für sich.

Moderne Stouts sind keineswegs unbedingt fette Alkoholbomben. Der Bierstiel lässt sehr unterschiedliche Ausprägungen zu. Ein Guinness beispielsweise, der Prototyp des Irish Dry Stout, hat weniger Umdrehungen als ein durchschnittliches Pale Ale. Ein Imperial Stout dem gegenüber kommt bisweilen an 10%Vol. oder sogar mehr.

Allen Stouts gemeinsam ist, dass sie dunkel sind. Dunkelbraun bis nachtschwarz. Dunkle Spezialmalze, Karamelmalz und in der Regel auch ein bisschen unvermälzte, geröstete Gerste machen das. Der Hopfencharakter ist in der Regel nicht besonders deutlich, wenngleich eine gewisse Bittere wichtig ist, um mit dem Malzkörper Balance zu halten. Gute Stouts haben einen cremigen, leichtbraunen Schaum, der nach Kaffee, Schoko oder gar Tiramisu riecht.

Damit ist ein Stout geschmacklich freilich weit von einem strammen, deutschen Pilsener oder einem süffigen bayerischen Hellen entfernt. Und das zeigt, was für eine herrliche Bereicherung dunkel Bierstiele in Sachen Vielfalt der deutschen Bierlandschaft sein können.

In diesem Sinne: Probiert doch mal ein schönes dunkles Bier, gerade in der dunklen Jahreszeit!

Zwei Stout zum Kennenlernen...

Insel-Brauerei Baltic Stout

Insel-Brauerei Baltic Stout

Diese Kreation der Rügener Craftbierexperten zeigt sich im Glas tiefschwarz mit beeindruckender Schaumkrone. Dazu gesellt sich ein verführerischer Duft nach Schokolade und Mokka. Dank einer ordentlichen Portion Röstmalz ist es wunderbar vollmundig und dabei cremig-weich. Passt gut zu so verrückten Dingen wie Bitterschokolade, Pflaumenkuchen, Zimtrollen, gegrillter Banane, Praline.

Sierra Nevada Stout West Coast Style

Sierra Nevada Stout West Coast Style

Ein Stout mit ganz eigenem Charakter: Es prickelt etwas mehr als vielleicht erwartet, offenbart starke Hopfenherbe und trumpft gleichzeitig mit einer saftigen Cremigkeit groß auf. Beim Genießen entfaltet es langsam und wohldosiert seine kastanienbraune Aromenvielfalt: süßliche Malznoten, dichte Röst- und Rauch- sowie Fruchtnoten begeistern mit jedem Schluck mehr. Der perfekte Begleiter für scharfe mexikanische Snacks mit viel Tabasco!

Entdecke weitere starke Typen

Hopfmeister

Hopfmeister Franz Josef

Das unfiltrierte Helle wird mit feinem Hopfen veredelt und erhält so frische, fruchtige Aromen nach Grapefruit, frischer Maracuja, Stachelbeere und würzigen Noten. Die Aromen sind als natürlicher Bestandteil im Hopfen enthalten und würden normalerweise beim Kochen verloren gehen. Deshalb werden sie erst in der sogenannten Kalthopfung hinzugefügt und können während der mehrwöchigen Lagerung das Aroma aufs Bier übertragen.

Insel Kreide

Insel Kreide

Ein verführerisches Champagner Ale für den festlichen Anlass. Mit kreidehaltigem Wasser gebraut und mit Bière-Brut-Hefe vergoren. Zart-fruchtiger Duft nach hellen Weintrauben und Birne.

Insel Baltic Ale

Insel Baltic Ale

Ein Belgian Ale gebraut auf der Insel Rügen. Ein sehr eleganter, trockener, weinähnlicher Trunk. Zarte Herbe klingt lange nach. Das Genussbier schlechthin. Perfekt zu sehr würzigen und scharfen Speisen wie z. B. Thai-Curry, Kürbis, Rind oder Schwein.

Maisel & Friends Pale Ale

Maisel & Friends Pale Ale

Starke Hopfennoten bringen zitrische Aromen und Noten von reifer Ananas ins Bier. Maisels Pale Ale betört in der Rezenz mit angenehm herber Kräuternote, leicht süßlichem Karamellaroma und schön rundem Hopfenspiel.

BrewDog Elvis Juice

BrewDog Elvis Juice

Grapefruit- und Orangenschalen sorgen in diesem American IPA für Rock’n Roll am Gaumen. Bühne frei für mitreißende Zitrusnoten und eine schöne Hopfenbittere, die den Elvis Juice zum Highlight warmer Tage werden lässt.

BrewDog Punk IPA

BrewDog Punk IPA

Beim Punk IPA von BrewDog handelt es sich um ein „post-modernes“ Pale Ale. Mit dem ersten Schluck entfaltet sich das typisch fruchtige Bouquet und bildet gemeinsam mit der charakteristischen Farbe leuchtend trüber Bernsteine ein feines Ganzes.

Wolfscraft Helles

Wolfscraft Das Helle Bio

Das Helle von Wolfscraft hat alles was man sich wünscht. Süffig bis zum letzten Schluck, eine dezente Hopfenbittere um die Zitrusaromen zu unterstreichen und Noten von exotischen Früchten, die einem den Feierabend versüßen. Ein gelungenes Helles ohne viel Schnick-Schnack. Was sollte man noch wissen? Alle Zutaten kommen aus ökologischem Anbau und es wird nur mit feinstem Alpenbrauwasser aus der Region gebraut.

Wolfscraft Pils

Wolfscraft Frisch Pils Bio

Das Pils der Extraklasse zeigt sich unfiltriert und von goldgelber Farbe im Glas. Beim ersten Schluck steigen einem fruchtige Noten in die Nase. Alles in allem: Knackig, frisch und leicht herb.

Stone Ipa

Stone Ipa

Für viele das IPA schlechthin: Das West Coast IPA von Stone Brewing! Der heißbegehrte Klassiker kommt mit aromatischer Zitronenschale und einem zitrusverwöhnten, harzigen Hopfencharakter daher.

Welde Craft Citra Helles

Welde Craft Citra Helles

Bereits im Glas strahlt das Citra Helles eine sinnliche Frische aus. Gemeinsam mit dem belebenden Zitrusaroma entfaltet sich ab dem ersten Schluck ein erfrischendes Gefühl. Fantastische Braukunst von Welde aus Baden-Württemberg.

Insel Überseehopfen

Insel Überseehopfen

Ein IPA im besten Sinne – single hop, ursprünglich und überraschend. Intensiv fruchtig, zugleich trocken und knackigherb mit Duft nach Kokos, Litschi und Zitronengras durch japanischen Hopfen.

Duvel

Duvel

Duvel hat einen malzig-süßen Geschmack. Nach drei Monaten Gärung besitzt es ein rundes, wohltuendes Aroma und reift durch die anschließende Hefegärung in der Flasche zu einem intensiven, belgischen Spitzenbier.

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Hopfenhelden: Unser Kooperationspartner

Wer mehr weiß, trinkt besser!

Das Glas Bier in der Hand ist nur das Happy End. Das eigentlich Spannende passiert davor: Wer hat dieses Bier gemacht? Wie? Und warum?

Das sind die Geschichten, die auf Hopfenhelden, Deutschlands erstem Craft Beer-Magazin, erzählt werden.

Es geht um die Menschen hinter der Craft Beer Revolution, um ihre Ideen, ihre Inspirationen. Und genauso geht es um das Produkt, um das fertige Bier, verschiedene Bierstile, aber auch um Rohstoffe und den Produktionsprozess.

Antworten darauf und viele weitere interessante Informationen findest du auch auf der Webseite unseres Kooperationspartners: www.hopfenhelden.de

Hopfenhelden-Lieblinge 2019

auch erhältlich in deinem Globus-Markt

Das Craft Beer-Magazin Hopfenhelden hat seine Leser und Leserinnen dazu aufgerufen ihre Lieblinge 2019 zu wählen. Hier findest du eine Auswahl der Hopfenhelden-Lieblinge, die du auch in deinem Globus-Markt erwerben kannst.

Pale AleIndia Pale AleNeipaMit Weizen (Weißbier, Wheat Ale etc.)
  • Störtebeker: Atlantik Ale (16%)
  • Maisel &Friends: Pale Ale (10,5%)
  • Hopfenstopfer: Citra Ale (8%)
  • Brewdog: Punk IPA (12%)
  • Stone Brewing: Stone IPA (9,6%)
  • Maisel & Friends: IPA (7,6%)
  • Brewdog: Hazy Jane (11,2%)
  • Maisel & Friends: Citrilla Weizen IPA (11,7%)
  • Hanscraft & Co.: Bayrisch Nizza-Wheat Pale Ale (5,8%)
Berliner WeisseGoseLager (Helles, Export, etc.)Bockbier
  • BRLO: Berliner Weisse (23%)
  • Inselbrauerei Rügen: Baltic Gose (18,4%)
  • Brauerei Welde: Badisch Gose (13,7%)
  • Augustiner Bräu: Augustiner Edelstoff (12,5%)
  • Kehrwieder Kreativbrauerei: Prototyp (9,2%)
  • Störtebeker Braumanufaktur: Baltik-Lager (9,1%)
  • Bierbrouwerij de Koningshoeven: La Trappe Trappist (6,7%)
Porter/StoutLambic/Geuze/Kriek  
  • Inselbrauerei Rügen: Baltic Stout (12,3%)
  • Störtebeker: Nordik Porter (9,6%)
  • Liefmans: Fruitesse On The Rock – Lambic (6,6%)
  

Bierspezialitäten bei Globus

Biersorten in einem Globus-Markt

Internationale, nationale oder regionale Bierspezialitäten

In deiner Globus-Getränkeabteilung findest du eine große Auswahl an internationalen und nationalen Biermarken. Das Sortiment ist in jedem Markt unterschiedlich. Ob Helles, Pils oder Kellerbier, bei uns entdeckst du darüber hinaus verschiedenste regionale Biermarken und sogar Bier aus deiner unmittelbaren Nachbarschaft, das du vielleicht noch gar nicht kennst. Daneben führen wir saisonale Spezialitäten, wie Maibockbier oder andere besondere Sorten, etwa Landbier, Zwickel, Bio-Bier sowie glutenfreie Biere, z.B. Lammsbräu. Komm vorbei und überzeuge dich selbst!

Alkoholfreie Biere

Es geht auch ohne
Freunde beim Biertrinken

Nach der Weihnachtsschlemmerei und dem Silvesterkater darf es in den ersten Wochen im neuen Jahr ruhig lecker-leicht und alkoholfrei losgehen. Für alle, die ihre guten Vorsätze nicht schon bei der ersten Gelegenheit über Bord werfen wollen, haben wir daher passende Empfehlungen an alkoholfreien Bieren.