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Die Welt des Tees

Tee ist Wachmacher, Wärmespender, Seelenschmeichler und Durstlöscher zugleich

Mit einer jährlichen Weltproduktion von über 5 Millionen Tonnen ist Tee das populärste Getränk der Welt.

Die Auswahl an Teesorten ist vielfältig, neben Klassikern wie Hagebutten-, Pfefferminz-, Fenchel- oder Kamillentee gibt es viele abwechslungsreiche Mischungen. Eine gute Tasse Tee passt zu jeder Stimmungslage und Situation. Ob anregend, erfrischend, beruhigend oder einfach zum Wohlfühlen - so ist mit Sicherheit für jede Gelegenheit etwas dabei. Egal ob Sie mit Grüntee in den Tag starten, einen Kräutertee nach dem Mittagessen genießen oder es sich abends mit einer Tasse Früchtetee in einem Sessel gemütlich machen.

Exotische Tees: Matcha & mehr

Anregend, erfrischend, beruhigend – oder auch einfach behaglich: Tee gibt es in solcher Vielfalt, dass für jede Lebenslage das Richtige dabei ist. Heute möchten wir Ihnen die Exoten im Teeregal vorstellen.

Matcha – cremige Konsistenz und frischer Wiesen-Geschmack

Matcha

In Japan gilt der Teegenuss als ein fast schon heiliges Ritual. Deswegen werden auch schon beim Teeanbau außergewöhnliche Methoden angewandt: Um diese Spezialität aus japanischem Grüntee zu gewinnen, überschatten die Teebauern die Pflanzen vor der Ernte etwa vier Wochen lang. Dadurch entwickeln sie besonders viel Chlorophyll, was sich in ihrer dunkelgrünen Farbe zeigt.

Bei der weiteren Verarbeitung verwendet man nur das zarte Gewebe der Blätter. Dieses wird in einer Granitmühle zu feinem Puder vermahlen – mit einem für Fernost typischen Zeitaufwand: Bis 30 Gramm Matcha gebrauchsfertig sind, ist ein Mahlprozess von etwa einer Stunde erforderlich!

Die Zubereitung verlangt Fingerfertigkeit und ein besonderes Equipment. Gekochtes Wasser muss zunächst auf 80 Grad Celsius abkühlen. Dann benötigen die Teetrinker einen kleinen Schneebesen aus Bambus, mit dem sie ein bis zwei Gramm Matcha in 60 bis 100 Milliliter Wasser aufschäumen. Tipp: Wer keinen Bambusbesen hat, kann auch einen elektrischen Milchschäumer verwenden.

Pu-Erh-Tee – über Jahre gereift

 Pu-Erh-Tee

Aus Südchina erreicht uns der Pu-Erh-Tee, eine Variante des Assam. Charakteristisch ist seine rotbraune Farbe und der erdig-würzige Geschmack. Sein Name geht zurück auf die Stadt Pu'er, ein früheres Teehandelszentrum. Um den Transport zu erleichtern, entwickelten Erzeuger und Händler ein Verfahren, bei dem sie den rohen Tee nach dem Welken, Dämpfen und Rollen in Formen pressten. Dadurch entstanden flache, kuchenartige Teeplatten, in denen die Blätter reifen konnten.

Da Pu-Erh-Tee wie ein guter Wein jahrzehntelang weiter reifen kann, sehen einige Chinesen die Teeplatten sogar als Wertanlage. Kenner bereiten ihn nach Gongfu-Methode zu: Sie entsorgen den ersten Aufguss nach wenigen Sekunden und genießen nur die späteren Aufgüsse.

Mate – die Kaffeealternative aus Südamerika

Mate

In vielen südamerikanischen Ländern schätzten die Ureinwohner Mate-Tee schon vor Jahrhunderten. Wegen seines hohen Koffeingehaltes ist der Aufguss aus den gezackten Blättern der Mate-Stechpalme eine wunderbare Kaffee-Alternative. Traditionell wird Mate-Tee übrigens aus dem Endteil (Stielende) eines ausgehöhlten Flaschenkürbisses getrunken.

Tipp: Nicht verbrennen! Durch das Aufbrühen mit Wasser, das eine Temperatur von 70 bis maximal 95 Grad Celsius hat, entfaltet Mate seinen herben, aber auch leicht süßlichen Geschmack. Kochendes Wasser würde ihn bitter schmecken lassen.

DIY: Mate-Limonade

3 Beutel Mate mit 1 l kochendem Wasser aufbrühen, dann die Beutel entfernen und den Tee abkühlen lassen. Saft von zwei Zitronen auspressen und zusammen mit 1,5 l sprudelndem Mineralwasser unter den Tee mischen. Nach Belieben mit Rohrohrzucker oder Honig süßen.

Grüner Tee

Bei grünen Tee erfolgt keine Fermentation.

Bei der traditionellen Herstellung lässt man den Tee nach der Ernte nur kurz welken und trocknet ihn anschließend per Dampf oder in dafür ausgelegten Eisenpfannen.

Weißer Tee

Weißer Tee wird so genannt, weil die feinen Häarchen an den Blattknospen dem getrockneten Tee eine weiß-silbrig schimmernde Farbe geben.

Oolong Tee

Oolong-Tee wir nur teilweise fermentiert. Der Prozess wird beim Erreichen des gewünschten Fermentationsgrades durch Erhitzen gestoppt.

Schwarzer Tee

Beim schwarzen Tee findet eine vollständige Fermentation statt. Der Fermentationsprozess wird nicht gestoppt, sondern der Tee wird komplett fertig getrocknet.

Klasse in der Tasse Wie ein Blatt die Welt erobert – ein Tee-Exkurs

Grafik zu den weltweiten Teeproduzenten

Unsere mio-online-Redaktion hat sich ebenfalls dem Thema Tee gewidmet und hat für Sie einen Exkurs zusammengestellt.

Erfahren Sie den Artikel in unserer mio-online.

Teegenuss vom Balkon

Ob als wohltuendes Heißgetränk im Winter oder in einem kühlen Drink im Sommer, ob frisch gepflückt oder getrocknet – Teekräuter sind vielseitig und lassen sich ganz einfach auf dem Balkon oder der Terrasse anbauen. Sie müssen dazu kein Profi sein, beherzigen Sie einfach unsere Tipps.

Minze

Aus den Blättern vieler heimischer Kräuter lassen sich frische, aromatische Tees und Getränke zaubern – hier eine kleine Auswahl:

Pfefferminze bevorzugt feuchte, lockere und humusreiche Erde. An einem windgeschützten Platz mit ausreichend Sonne fühlt sie sich pudelwohl. Als Tee soll sie munter machen und den Magen beruhigen. Tipp: Im Sommer erfrischt die Minze als Eistee oder Zutat in Cocktails und selbstgemachten Limonaden.

Salbei liebt sonnige und warme Standorte mit lockerem, durchlässigem Boden. Er hat seinen Ursprung in mediterranen Gefilden und mag es deshalb etwas trockener – also nicht zu stark gießen. Salbeitee gilt als ein natürlicher Helfer gegen Halsschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Tipp: Abgekühlten Tee zu Eiswürfeln einfrieren – der Ersthelfer bei Halsschmerzen!

Apfelminze mag humusreiche Erde, sonnige Fleckchen und sollte immer mäßig feucht gehalten werden. Wegen des geringen Menthol-Gehaltes ist sie als milde Alternative zur klassischen Pfefferminze besonders bei Kindern beliebt. Tipp: Frisch geerntete Blätter geben kalten Getränken einen fruchtigen Kick.

Melisse gedeiht am besten in humusreicher, feuchter Erde an einem halbschattigen Platz. Kurz vor der Blüte im Frühjahr erreichen ihre Blätter den intensivsten Geschmack. Tipp: Macht sich mit seinem zitronigen Aroma auch in Salatmarinaden, Desserts und Obstsalaten wunderbar.

Einpflanzen – so geht’s:

Mann beim Pflanzen einer Teepflanze

Der Frühling steht vor der Tür – die optimale Zeit, um Kräuter anzubauen. Alles was Sie brauchen: Junge Pflanzen, Pflanzkasten, Erde, Blähton oder Kies. Gute Erde ist humusreich und fühlt sich so ähnlich wie Waldboden an. Sie sollte leicht feucht sein, aber nicht schmieren. Beim Einpflanzen ist es wichtig, auf eine gute Drainage zur Entwässerung zu achten. Befüllen Sie dazu den Pflanzkasten mit einer Schicht Blähton oder Kies. Darauf geben Sie die Erde, lockern diese etwas auf und setzen die Pflanzen ein. Lassen Sie zwischen den einzelnen Kräutern mindestens 15 Zentimeter Abstand, damit sie genügend Platz zum Entfalten haben. Alternativ können die verschiedenen Sorten auch in einzelnen Töpfen angebaut werden.

Und dann? – Drei goldene Regeln:

1. Wählen Sie draußen den richtigen Standort mit ausreichend Licht- und Sonneneinstrahlung. Überwintern können die Kräuter dann drinnen an einem hellen und mäßig warmen Ort wie Küche, Schlafzimmer, Treppenhaus oder Wintergarten.

2. Sorgen Sie für ausreichend Bewässerung, vermeiden sie jedoch Staunässe. Überprüfen Sie die Feuchtigkeit vor dem Gießen, indem Sie einen Finger in die Erde stecken. Bei richtiger Pflege können Pflanzen mehrere Jahre halten.

3. Geben Sie jungen Pflanzen Zeit zu wachsen und ernten Sie nicht schon den zarten Spross. Lassen Sie die Kräuter erst groß und robust werden. Manche Sorten können ab und an zurückgeschnitten werden, um den Trieb zu fördern.

Trocknen, lagern und zubereiten:

Teekanne und Tasse

Stängel abernten, auf Zeitungspapier legen oder zusammengebunden an einer Wäscheleine aufhängen. An einem wettergeschützten, luftigen Ort drei bis fünf Tage trocknen lassen. Anschließend die Kräuter in Gläser mit Schraubverschluss füllen und an einem dunklen, trockenen Ort aufbewahren.

Zubereitung – ganz einfach:

Für selbstgemachten Tee einige frische Blätter mit heißem Wasser übergießen und etwa zehn Minuten ziehen lassen. Oder getrocknete Blätter klein bröseln, in ein Teesäckchen, oder -ei geben, mit heißem Wasser überbrühen und ziehen lassen – fertig!