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Wintergewürze: So schmeckt die Weihnachtszeit!

Im Winter und speziell zur Weihnachtszeit gibt es ganz besondere Gewürze, Gerüche und Aromen, die uns diese wunderschöne Zeit intensiv riechen und schmecken lassen. Ob Zimt, Sternanis oder Gewürznelken, wir zeigen Ihnen, wie Sie die typischen Weihnachtsgewürze in der Küche verwenden und wie Sie ein klassisches Lebkuchenhaus selber backen. Entdecken Sie außerdem unsere Inspirationen für Mood-Food und essen Sie sich an einem grauen, nasskalten Tag einfach glücklich. Lassen Sie es sich schmecken!

Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen!

Der Duft frisch gebackener Lebkuchen versetzt selbst den größten Weihnachts-Muffel in besinnliche Stimmung. Und den Kleinen macht vor allem das Backen eines Lebkuchen-Hauses viel Spaß. Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Grundrezept für Lebkuchen

Mutter und Tochter verzieren ein Lebkuchenhaus

Zutaten

  • 250 g Honig
  • 100 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 500 g Mehl
  • 250 g fein gemahlene Mandeln
  • 1 Tl Backpulver
  • 1 Pk. Lebkuchengewürz
  • 1 El Back-Kakao

Zubereitung

1. Honig, Zucker und Butter in einen Topf geben und unter Rühren so lange erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Abkühlen lassen.

2. Mehl, Mandeln, Backpulver, Lebkuchengewürz und Back-Kakao in einer Rührschüssel mischen. Die abgekühlte Honig-Zucker-Butter-Mischung dazu geben und erst mit den Knethaken des Rührgerätes und dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

3. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und bei Zimmertemperatur ca. 3–4 Stunden ruhen lassen.

4. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig ca. 1/2 cm dick ausrollen und die gewünschten Formen ausstechen. Auf mit Backpapier ausgelegten Blechen im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft 160°C) auf der mittleren Schiene 12–15 min. backen.

Und so geht das Lebkuchenhaus

Person beim Teig ausrollen

Rollen Sie den Teig wie im Rezept beschrieben aus, allerdings schneiden Sie dann mit einem Messer die Hausteile aus. Diese können Sie sich auch aus Pappe vorschneiden. Benötigt werden zwei Seitenwände, Vorder- und Rückseite des Hauses mit Giebeln und einmal mit Tür, zwei Rechtecke für das Dach und die Teile für den Schornstein. Die Teigreste können Sie nochmals ausrollen und als Fundament nutzen.

Alle Teile im Ofen backen und gut auskühlen lassen.

Für den Zuckerguss, der nicht nur Verzierung wird, sondern auch alle Teile zusammenhält, 2 Eiweiß in einem hohen Rührbecher steif schlagen und dabei langsam 500 g Puderzucker einrieseln lassen, bis ein dicker weißer Guss entsteht. In einen Spritzbeutel füllen.

Auf das Fundament aus Lebkuchen bzw. aus Pappe eine Zuckergusslinie auftragen und darauf die Unterkante eines Seitenteils setzen. Nach und nach alle Hausteile mit dem Zuckerguss aneinanderkleben. Hierbei sind Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt! Auch Tassen und Gläser zum Stützen können helfen, bis der Guss ausgehärtet ist.

Jetzt geht es ans Verzieren – lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf: Schmücken Sie das Haus mit Zuckerguss und kleinen Süßigkeiten wie Schokolinsen, Gummibärchen, Zuckerstangen oder Zuckerperlen. Hier helfen bestimmt auch die Kleinsten wieder gerne mit!

So riecht die Weihnachtszeit

Die beliebtesten Weihnachtsgewürze sind Zimt, Kardamom, Anis, Vanille, Gewürznelken, Muskatnuss und Piment. Dank ihnen erhalten Plätzchen, Stollen, Punsch und Bratäpfel ihren typischen Geschmack.

Zimtstangen

Zimt

Aus der Rinde des Ceylon-Zimtbaums wird der uns bekannte Zimt gewonnen: Die Rinde wird abgehobelt, die äußere Schicht entfernt und die innere rollt sich zusammen – zu Zimtstangen! Das erdige, süßliche Aroma ist vor allem zur Weihnachtszeit beliebt. Neben Ceylon- kommt auch oft Cassia-Zimt aus China zur Verwendung, bei dem die ganze Rinde verwendet wird.

Verwendung: Zimt kann in der Küche in Stangenform in Getränken und Soßen oder als Pulver für Zimtsterne, Zimtschnecken und Bratapfel genutzt werden. In der orientalischen Küche ist er auch in Couscous-Gerichten und Currys beliebt.

Wichtig: Zimt ist nicht ungefährlich. Der Aromastoff Cumarin hat, wenn er in großen Mengen aufgenommen wird, schädigende Wirkung. Daher sollten Kleinkinder pro Tag nicht mehr als drei Zimtsterne essen. Erwachsene vertragen etwa das Fünffache.

Kardamon

Kardamon

Die kleinen grünen Samenkapseln werden kurz vor der Reife geerntet und verwendet werden die Samen im Inneren, die ein ätherisches Öl enthalten. Das Aroma ist würzig-süßlich mit einer leichten Schärfe.

Verwendung: Wer möchte kauft bereits gemahlenen Kardamom oder zerstößt die Samen im Inneren der Kapsel kurz vor der Verwendung im Mörser.

Zum Einsatz kommt Kardamom in Spekulatius, Lebkuchen und Glühwein. Er passt aber auch zu herzhaften Gerichten wie Currys und Reisgerichten.

Anis

Anis & Sternanis

Die sternförmigen Früchte bestehen aus sechs bis zehn Kapseln samt Samenkorn. Das ätherische Öl ist in den Fruchtwänden, nicht in den Samen, wie das bei den Anissamen der Fall ist. Die Anissamen setzen beim Zermahlen ihr süßlich-herbes Aroma frei.

Verwendung: Da die getrockneten Sternanis ihr Aroma langsam abgeben, eignen sie sich vor allem für Glühwein, Punsch oder auch für herzhafte Schmorgerichte und Soßen. Gemahlener oder zerstoßener Anis wird gerne zum Backen von Plätzchen und Printen verwendet.

Vanille

Vanille

Vanille gehört zu den Orchideenpflanzen und Vanilleschoten sind getrocknete und fermentierte Blütenkapseln. Am meisten genutzt wird die Gewürzvanille, auch als Bourbon-Vanille bekannt. Vanille hat ein intensives Aroma mit sahniger, blumiger Süße.

Verwendung: Zum Backen und Kochen wird die Vanilleschote ausgekratzt und ihr Inneres verleiht vielen Leckereien eine besondere Note: Von Vanillekipferl bis Waffeln und Glühwein ist sie vielseitig verwendbar.

Gewürznelken

Gewürznelken

Das Myrtengewächs stammt aus Indonesien, wird heute aber weltweit angebaut. Die kleinen Nelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes. Sie haben ein süßliches, aber auch sehr intensives und leicht brennendes Aroma.

Verwendung: Gewürznelken sind aus der Weihnachtsbäckerei nicht wegzudenken. Sie kommen sparsam zum Einsatz und bereichern beispielsweise Glühwein und Gewürzmischungen für Lebkuchen. Zwei Nelken reichen aus, um Rotkohl zu verfeinern und für herzhafte Fleischgerichte sind sie ideal.

Muskatnuss

Muskatnuss

Der Muskatnussbaum wächst in feucht-warmen Tropengebieten und die Nüsse werden aus den Samen der Früchte gewonnen. Sie haben einen kräftigen, leicht scharfen und holzigen Geschmack – und sind sehr intensiv.

Verwendung: Die Muskatnuss kommt frisch gerieben zum Einsatz und oft reicht schon eine Prise, um den Geschmack von Pfefferkuchen oder Glühwein abzurunden. Muskat verleiht übrigens auch Kartoffelbrei und Kohlgerichten eine feine winterliche Note.

Wichtig! Die Muskatnuss darf niemals ganz, sondern nur in geringen Mengen verzehrt werden. Bereits eine Menge von vier Gramm kann bei Erwachsenen zu Vergiftungserscheinungen führen.

Piment

Piment

Piment sind Beeren der immergrünen Pfeffermyrthe. Sie werden vor allem auf Jamaika angebaut. Die Beeren werden unreif geerntet und können getrocknet oder gemahlen gekauft werden. Dank seiner Schärfe wird Pimet auch „Nelkenpfeffer“ genannt. Geschmacklich ist Piment eine Kombination aus Nelke, Muskat und Zimt.

Verwendung: Gemahlener Piment schmeckt in Printen und Spekulatius besonders gut, er verleiht aber auch Fleischgerichten wie Sauerbraten und dunklen Soßen einen besonderen Geschmack

Mood-Food – essen wir uns glücklich!

Ein paar leckere Pralinen, salzige Chips oder ein warmer Kakao: Gönnen Sie sich nach einem stressigen Tag auch gerne etwas Gutes? Wir erklären Ihnen, warum uns Essen glücklich macht und wie es uns durch die dunkle Jahreszeit bringen kann.

Jeder hat sein persönliches Lieblingsessen, doch einige Nahrungsmittel sollen unser Wohlbefinden besonders gut beeinflussen: Käse, Nüsse, Kakao und Vanille beispielweise. Das liegt am Serotonin, dem Hormon, das im Gehirn für Glücksgefühle zuständig ist. Jedoch – und jetzt wird es kurz wissenschaftlich – benötigen wir den Eiweißbaustein Tryptophan, um die Serotoninausschüttung zu stimulieren.

Übrigens: Lebensmittel mit Kohlenhydraten verstärken die Ausschüttung des „Glückshormons“ zusätzlich – und das ist der Beweis, dass ein Teller Makkaroni mit Käse tatsächlich glücklich machen kann!

Doch natürlich kommt es nicht nur auf die „inneren Werte“ der Lebensmittel an, Mood-Food wird auch von unseren persönlichen Erlebnissen beeinflusst: Die Spaghetti mit Tomatensoße und Parmesan versetzen uns zurück in den Italien-Urlaub und die warme Milch mit Honig erinnert uns immer an unsere Kindheit. Dazu kommen noch die besonders schönen Sinneseindrücke: beim Essen von cremigem Eis und zart-schmelzender Schokolade kann man einfach keine schlechte Laune mehr haben!

Frau hält warme Suppe in den Händen

Bunte Farben für graue Tage

Auch ein schön gedeckter Tisch und warme Farben sprechen uns an – perfekt für graue Wintertage! Eine orangefarbene Schale Kürbissuppe mit gerösteten Cashew- oder Kürbiskernen ist ideal an einem nass-kalten Dezembertag.

Und als Nachtisch gibt es ein paar Stücke Zartbitter-Schokolade mit Nüssen. Lecker!