Bewegung in der Schwangerschaft

Sport tut gut – auch mit Babybauch

Fühlen sich Mutter und Kind wohl, ist Sport förderlich für den Schwangerschaftsverlauf – und hilft einen freien Kopf zu bekommen und zu entspannen. Erfahren Sie hier, was Sie dabei beachten sollten und welche Sportarten sich jetzt gut eignen.

Schwangere Frau und Mann machen einen Waldspaziergang

Eine Schwangerschaft ist wie ein sehr langer Marathon – 40 Wochen sind es bis zum Ziel. In dieser aufregenden Zeit passiert so viel und der Körper verändert sich stark. Trotzdem müssen Sie während der neun Monate zum Glück nicht auf Sport und Bewegung verzichten. Während Ärzte und Hebammen früher von viel Bewegung während der Schwangerschaft abgeraten haben, weiß man heute, dass tatsächlich einiges dafür spricht, weiterhin Sport zu treiben – immer vorausgesetzt, Mutter und Baby geht es gut!

Sport fördert das Wohlbefinden und die seelische Ausgeglichenheit und macht daher gerade während dieser intensiven Zeit Sinn. Darüber hinaus lassen sich die in der Schwangerschaft häufig auftretenden Rückenschmerzen reduzieren und das Risiko für Krampfadern, Schwangerschaftsdiabetes und andere Schwangerschaftskomplikationen sinkt.

Diese Sportarten sind jetzt gut für Sie

Leichte Ausdauersportarten und Gymnastik

Solange Sie keine Leistungsziele verfolgen oder Hochleistungssport betreiben, können Sie Ihr gewohntes, moderates Training auch mit Babybauch fortsetzten. Ärzte raten dazu, das erste Trimester abzuwarten und zu Beginn der Schwangerschaft eher im Schwimmbad ein paar Bahnen zu ziehen als joggen zu gehen. Aber nach der ersten Schonfrist spricht nichts dagegen sich – und damit auch Ihr Baby – mit leichtem Training fit zu halten. Besonders geeignet sind Walken, Fahrradfahren, Aquajogging, Schwimmen oder Gymnastik und Schwangerschaftsyoga. Vergessen Sie dabei nur nicht ausreichend zu Trinken.

Von Action-Sportarten wie Skifahren sollten Sie jedoch unbedingt absehen. Auch Sportarten mit abrupten Bewegungsabläufen sind jetzt tabu. Dazu gehören beispielsweise Tennis, aber auch Teamsportarten mit Verletzungsgefahr wie Basketball oder Volleyball sollten Sie meiden.

Manchmal ist weniger auch mehr

Hören Sie einfach auf Ihren Körper und tun Sie das, was Ihnen ein gutes Gefühl gibt. Sollten Sie sich besser fühlen, wenn Sie sich viel schonen, ist das genauso in Ordnung. Auch ein Spaziergang in der Sonne kann schon wahre Wunder bewirken! Und gerade im letzten Schwangerschaftsdrittel kann es sein, dass Ihnen mit großem Bauch nicht nach viel Bewegung zu Mute ist. Hören Sie dann auf Ihre innere Stimme und lassen Sie es sich vor allem gut gehen – das ist das Wichtigste, auch für Ihr Baby.

Tipp: Auch, wenn Sie Ihre Schwangerschaft eine sogenannte Risikoschwangerschaft ist, spricht grundsätzlich nichts gegen Sport und Bewegung. Besprechen Sie sich in diesem Fall aber unbedingt mit Ihrem Arzt.

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