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Sonnenschutz für Weltentdecker

Sobald die ersten Sonnenstrahlen herauskommen zieht es Groß und Klein nach draußen. Ob im Frühling im Garten, im Sommer am Strand oder im Winter beim Rodeln oder Skifahren und ganz gleich, ob es heiß oder kühl ist: Wer sich länger in der Sonne aufhält, sollte die Haut schützen. Das gilt besonders für Babys und Kleinkinder. Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps für den optimalen Sonnenschutz bei Ihrem kleinen Weltentdecker zusammengestellt.

Besonders Babys brauchen Schutz – vermeiden Sie die pralle Sonne

Baby unter Sonnenschirm

Die noch weiche und zarte Haut von Babys benötigt besonderen Schutz vor der Sonne. Der UV-Schutz der Haut ist bei Babys und Kleinkindern noch nicht so entwickelt wie bei Erwachsenen. Deshalb sollte dringend vermieden werden, Babys und Kleinkinder erhöhter UV-Strahlung auszusetzen.

Einen guten Hinweis, ob Sie Ihr Kind im besonderen Maße vor UV-Strahlung schützen müssen, liefert der UV-Index vor Ort, den unter anderem der Deutsche Wetterdienst regelmäßig herausgibt. Liegt der UV-Index bei 1 oder 2 gilt dies als unbedenklich. Für Babys und Kleinkinder ist aber bereits ein UV-Index von 3 bis 4 bedenklich, sodass sie nur mit ausreichendem Sonnenschutz draußen sein sollten. Gut geeignet für Babys und Kleinkinder ist hierbei Kleidung, die einen UV-Schutz bietet.

Darüber hinaus gibt es weitere gute Möglichkeiten, Ihr Kind vor zu viel UV-Strahlung zu schützen. Dazu gehört gerade für Babys ein Spielbereich im Schatten. Aber auch hier sollten die Kinder zusätzlich durch geeignete Kleidung geschützt sein. Babys, die noch im Kinderwagen unterwegs sind, lassen sich am besten durch entsprechende Schirme und Sonnensegel vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Dennoch sollte man darauf achten, den Kinderwagen nicht in die pralle Sonne zu stellen.

Sonnenmilch oder Lotionen mit UV-Schutz sind für Kinder im ersten Lebensjahr nicht geeignet, da diese durch die enthaltenen chemischen UV-Filter die Haut zu sehr belasten können. Ab dem ersten Geburtstag des Kindes gibt es spezielle Kinderprodukte, die die empfindliche Haut schützen.

Bitte beachten Sie: Baby-Öl sollte keinesfalls verwendet werden. Das transparente Öl fördert sogar die Lichtempfindlichkeit der Haut, wodurch UV-Strahlen noch stärker in die Haut dringen.

Sollen Babys Sonnenbrillen tragen?

Mutter und Baby am Strand mit Hut und Sonnenbrille

Es gibt bereits Sonnenbrillen für Babys (ab ca. 6 Monaten), die aus bruchsicheren Materialien hergestellt werden und guten UV-Schutz bieten.

Da sich Baby- und Kinderaugen kaum gegen die UV-Strahlung schützen können, ist es neben Hut und langärmeliger Kleidung ratsam, Sonnenbrillen aufzusetzen. Ähnlich wie Babyhaut können sich auch Babyaugen kaum gegen die UV-Strahlung schützen. Grundsätzlich raten Ärzte allerdings dringend davon ab, Babys direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen.

Sonnenschutz für Kleinkinder – was ist der beste Schutz?

Kinder mit Sonnenbrillen am Strand

Auch wenn es ab dem ersten Jahr des Kindes geeignete Sonnencremes und -lotionen für Kinder gibt, sollten sich Kinder nicht länger in der prallen Sonne aufhalten. Der Grund hierfür liegt in der empfindlichen Kinderhaut. Diese produziert noch nicht ausreichend Pigmente, die die Haut auf natürliche Weise schützen. Das heißt die Kinderhaut kann eventuelle Schäden durch die UV-Strahlung noch nicht selbst „reparieren“, wie es die Haut von Erwachsenen kann. Deshalb ist es wichtig, dass auch Kleinkinder besonders gut vor Hautrötungen und Sonnenbrand geschützt werden.

Auch bei Kleinkindern bietet angemessene Kleidung den besten Schutz. Spezielle Mützen mit Schirm und Nackenschutz eignen sich, um empfindliche Stellen am Kopf vor Sonnenbrand zu schützen. Außerdem sollten auch Kleinkinder Sonnenbrillen tragen, da ihre Augen genau wie Babyaugen empfindlicher sind als bei Erwachsenen.

Cremes und Lotionen – Eincremen für Kinder

Auch wenn Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille Ihren kleine Weltentdecker vor der Sonne schützen, sollten Gesicht, Hals und Nacken, Arme und Hände, ggf. auch unbedeckte Beine und Fußrücken mit Sonnenschutz eingecremt werden. Nutzen Sie dafür bitte unbedingt Cremes, die speziell für Kinder entwickelt wurden, da Produkte für Erwachsene die Haut von Kindern austrocknen können (insbesondere Gels sind hier meist nicht geeignet).

Das Eincremen sollte möglichst schon vor dem Verlassen des Hauses stattfinden, dadurch kann die Creme gut einziehen und ist so besonders wirksam. Dabei ist ein hoher Sonnenschutzfaktor von 30 oder mehr wichtig, wie ihn die meisten Produkte für Kinder bieten. Achten Sie darauf, dass die Creme UV-A- und UV-B-Strahlen filtert.

Beim Auftragen der Sonnencreme sollte man keinesfalls zu sparsam sein, da ein zu dünner Schutzfilm die Haut nicht ausreichend schützt. Als Richtwert gelten pro Eincremen circa 2 Esslöffel.

Mineralischer oder chemischer Sonnenschutz?

Kind am Meer

Es gibt sowohl mineralische als auch chemische Sonnenschutzcremes. Der Unterschied liegt in der Art der Wirkung: Während mineralische Filter einen dünnen Schutzfilm auf der Haut bilden, dringen chemische Filter in die Haut ein und sorgen dort dafür, dass die UV-Strahlen herausgefiltert werden. Wenn Sie unsicher sind, welcher Sonnenschutz für Ihr Kind besser geeignet ist, wenden Sie sich am besten an Ihren Kinderarzt.

Einmal oder mehrmals eincremen?

Mutter cremt Kind am Strand ein

Vergessen Sie nicht, den Sonnenschutz Ihres Kindes regelmäßig zu erneuern. Schweiß, Wasser oder einfach Reibung sorgen dafür, dass der Sonnenschutz abgetragen wird und erneuert werden muss. Wichtig: Die Schutzdauer durch die Creme oder Lotion wird dadurch nicht verlängert.

Nach einem langen Sonnentag – After Sun auch für Kinder?

Mutter cremt Kind ein

Wasser, Sonne und Schweiß trocknen die Haut aus. Deshalb brauchen auch Kinder nach einem Tag in der Sonne und am Wasser eine Creme, die der Haut Feuchtigkeit zurückgibt und die Haut beruhigt. Hierfür finden sich im Handel After-Sun-Produkte, die gut für Kinder geeignet sind.

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Was tun bei Sonnenbrand?

Halten sich die Kinder lange am oder im Wasser auf, ist das Risiko für einen Sonnenbrand besonders hoch. Da die hauteigene Urocaninsäure wasserlöslich ist und leicht abgewaschen werden kann. Dadurch verliert die Haut ihren natürlichen Schutzfilm, der besonders UV-B-Strahlen herausfiltert. Auch wasserfeste Cremes und Lotionen bieten nur einen eingeschränkten Schutz und sollten nach jedem Baden erneuert werden.

Haut kühlen

Bei einem Sonnenbrand ist es wichtig, sofort aus der Sonne zu gehen, sich im Schatten aufzuhalten und die Haut zu kühlen, zum Beispiel mit feuchten Umschlägen. Auch das Überziehen von nassen T-Shirts kann helfen. Beim Kühlen ist aber Vorsicht geboten: Eiswürfel oder Kühlakkus sollen auf keinen Fall verwendet werden, da damit aus einem Sonnenbrand schnell eine Erfrierung werden kann.

Viel trinken

Bei einem Sonnenbrand braucht die Haut viel Flüssigkeit. Deshalb ist es wichtig, viel zu trinken. Wasser und ungesüßter Tee eignen sich am besten.

Hausmittel bei Sonnenbrand

So lang die Haut keine Blasen wirft und es keine offenen Wunden gibt, können Quarkwickel helfen. Quark aus dem Kühlschrank kühlt und wirkt entzündungshemmend. Pflanzliche Mittel mit Aloe Vera und Kamille können ebenfalls Linderung verschaffen. Zudem können sogenannte Kühlgele und Feuchtigkeitscremes die Heilung der Haut ebenfalls unterstützen. Auch hier sollte auf spezielle Produkte für Kinder geachtet werden.

Ärtzliche Behandlung

Ein Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut, die unter Umständen ärztlich mit kortisonhaltigen Salben behandelt werden muss. Wenn größere Hautareale von Sonnenbrand betroffen sind und Beschwerden wie Übelkeit, Fieber und Kopfschmerzen auftreten, sollte unbedingt zügig ein Arzt aufgesucht werden.

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