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Omas Erkältungs-Tipps und Tricks – Heilen mit Hausmitteln

Kalte Temperaturen und unkalkulierbare Regengüsse, die immer gerade dann fallen, wenn man keinen Schirm dabeihat, strapazieren im Herbst und Winter das Immunsystem. Dann reicht manchmal schon das Niesen eines Kollegen oder eines anderen Fahrgastes in der Bahn, schon macht sich eine Erkältung breit. Wie man die mit einfachen Hausmitteln schnell wieder loswird, das wusste die Großmutter noch. Wir haben ein paar Tipps aus ihrer Trickkiste zusammengetragen und auf den Prüfstand gestellt.

Zauberhaft vielseitig: die Zwiebel

Zwiebelsuppe in Schale mit Käse im Ofen überbacken

Zwiebeln gehörten, ebenso wie Kartoffeln, früher zum Grundbestand jeder Vorratskammer. Sie können nämlich nicht nur vielen Gerichten mehr Aroma verleihen, sondern haben durch ihre scharfen ätherischen Senföle eine heilsame Wirkung.

Die können wir uns auf unterschiedliche Weise zunutze machen.

Ohrenschmerzen:

Zwiebel sehr fein hacken und durch Wasserbad oder Mikrowelle auf Körpertemperatur bringen. Dann in ein Stück Stoff wickeln (zum Beispiel in ein Taschentuch oder einen Waschlappen), leicht andrücken, bis Saft austritt, dann den Wickel etwa eine Stunde lang auf das schmerzende Ohr legen.

Halsschmerzen:

Eine gehackte Zwiebel in einer Tasse Wasser fünf Minuten lang kochen, abseihen und den Sud trinken. Mit einem Löffel Honig darin schmeckt er weniger scharf.

Ähnlich lässt sich Knoblauch einsetzen, dessen Geruch und Geschmack freilich noch kräftiger sind.

Allgemeine Erkältungen:

Zwiebelsuppe schmeckt nicht nur in den frühen Morgenstunden auf dem Pariser Großmarkt, sondern ist ein leichtes Essen, das bei Erkältungen guttut.

Einfach mehrere Zwiebeln und etwas Suppengemüse kleinschneiden und in leicht gesalzenem Wasser kochen.

Tipp: Besonders lecker mit Käse im Ofen überbacken.

Verbrennungen:

Auch, wenn sie nicht in den Bereich der Erkältungen fallen, soll dieser Tipp hier nicht fehlen.

Wer in der Küche unter einen heißen Topf greift und keine Brandsalbe zur Verfügung hat, lindert die Schmerzen erheblich, wenn er eine aufgeschnittene Zwiebel auf die betroffene Stelle legt.

Wieder durchatmen mit Chili

verschiedenen Chili-Sorten auif einem Tisch liegend

Chili enthält Capsaicin.

Dieser Stoff erweitert die Blutgefäße, wodurch sofort ein Gefühl von Wärme eintritt. Gleichzeitig wirkt es desinfizierend. Deswegen kann Chili Bakterien im Mund- und Rachenraum abtöten.

Schnupfen: Die Schärfe der kleinen Schoten wärmt nicht nur, Chili hat auch einen schleimlösenden Effekt.

Speisen, die mit Chili gewürzt sind, machen bei einem Schnupfen die Nase wieder frei.

Vorsicht: Für kleine Kinder ist Chili nicht ideal – sie könnten darauf empfindlich reagieren!

Fitmacher Ingwer

Ein Stück Ingwer teilweise aufgeschnitten



Bei Übelkeit und Erkältung sind Ingwerknollen echte Allrounder.

Sie enthalten Eisen, Vitamine, Kalium, Kalzium, ätherisches Öl und Gingerole, die für den scharfen Geschmack verantwortlich sind. Sie kurbeln auch die Durchblutung an.

Wissenschaftler vermuten, dass darin das Geheimnis des Ingwers steckt:

Indem er die Durchblutung beschleunigt, werden Entzündungsbotenstoffe schneller abtransportiert. Ingwer wirkt am besten, wenn man ihn fein raspelt und dann sofort mit heißem Wasser übergießt oder aufkocht. So können die Inhaltsstoffe am besten austreten.

Ganz einfach: Wasser und Tee

Kanne Tee mit Kräutermischung aus Glas auf einem Holztisch stehend

Krankheitserreger schwirren durch die Luft. Man kann ihnen kaum aus dem Weg gehen.

Problematisch wird es, wenn durch die Heizungsluft und ein reduziertes Trinkverhalten im Winter die Schleimhäute in Mund, Nase und Rachen trocken werden, denn dann bekommen sie Risse wie ein ausgetrockneter Boden.

Bakterien und Viren finden dann leicht ihren Weg in den Körper.

Erkältungen vermeiden:

Wasser und Tee sind wunderbare Hausmittel, um Erkältungen abzuwehren!

Täglich sollte man zwei bis drei Liter davon trinken, das hält die Schleimhäute geschmeidig.

Fieber senken:

Linden- und Holunderblüten sind schweißtreibend und fiebersenkend, daher genau das Richtige für einen wohltuenden Tee bei Grippe oder Erkältung.

Entzündungen lindern:

Dafür eignet sich antibakteriell wirkender Salbeitee oder ein Sud mit Thymian.

Thymian kann außerdem Krämpfe lösen, deswegen empfiehlt sich Thymiantee auch bei Magenbeschwerden.

Atemwege beruhigen:

Hat die Erkältung schon zugeschlagen, hilft ein Dampfbad.

Einfach eine Schüssel mit heißem Wasser füllen, den Kopf darüberhalten und mit einem Handtuch über dem Kopf ein Zelt bilden, unter dem man etwa 15 Minuten bleibt.

Durch die heißen Dämpfe werden die Schleimhäute befeuchtet. Wer dem heißen Wasser Salz, Kamillentee, Salbei oder Thymian zusetzt, unterstützt die Genesung zusätzlich.

Salz – nicht nur am Kurort heilsam

Mädchen sitzt an Tisch und setzt ein Dampfbad zur Beruhigung der Nasenschleimhäute unter einem Handtuch um

Den Salz-Effekt kennt man aus dem Urlaub – von Badeorten mit Salinen oder Spaziergängen am Strand.

Salz wirkt sehr beruhigend auf Haut und Schleimhäute.

Zu Hause kann man das imitieren.

Dampfbad mit Salz:

In etwa einem Liter kochendem Wasser drei Teelöffel Salz lösen. Dann den Dampf inhalieren.

Ohrenschmerzen:

Etwa zwei Teelöffel Salz in einer Pfanne erhitzen und in ein Tuch wickeln, dieses dann auf das betroffene Ohr legen. Vorsicht – eventuell muss man anfangs ein weiteres Tuch dazwischenlegen, damit es nicht zu heiß ist!

Das Salz zieht Feuchtigkeit an, sodass Entzündungen abklingen können.

Nasenspülung:

Nicht das Angenehmste, aber bei Schnupfen und übrigens auch bei Allergien der Atemwege sehr hilfreich.

In einer Tasse mit lauwarmem Wasser etwas Salz lösen. Dann die Flüssigkeit nach und nach in die hohle Hand schütten und durch die Nase einatmen.

Leichter geht das mit einer Nasendusche, die im Handel erhältlich ist.

Kartoffelwickel: Eine Wärmflasche tut es auch

Kürbisse und Mais auf einem Holztisch

Aus Zeiten, in denen Zentralheizungen noch Zukunftsmusik waren, stammt der Kartoffelwickel.

Dafür wurden mehrere ungeschälte Kartoffeln weichgekocht und warm, aber nicht heiß zwischen zwei Tüchern zerdrückt, die dann als Wickel auf Brust oder Rücken gelegt wurden.

Die Kartoffel speichert die Wärme, sodass ein Patient auf diese Weise lange eine wohltuende Wärmequelle hatte.

Heute kann man mit Wärmflaschen einen ähnlichen Effekt einfacher erzielen, ohne dafür Lebensmittel verschwenden zu müssen.

Großer Irrtum: heiße Zitrone

Tasse mit einer Heißen Zitrone auf einem Tisch stehend mit einer Ingwerknolle und einer halben Zitrone daneben

Natürlich schmeckt sie lecker, die heiße Zitrone mit Honig.

Zur Behandlung von Erkältungen gilt sie als Klassiker.

Tatsache ist: Weder Honig noch Zitrone können im heißen Zustand ihre heilende Wirkung voll entfalten. Vitamin C, das die Zitrone wertvoll im Kampf gegen Erkältungen macht, ist sehr hitzeempfindlich.

Das Gleiche gilt für die antibakteriellen Enzyme im Honig, die bei Temperaturen über 40 Grad Celsius zerstört werden.

Besser ist es, den Zitronensaft kalt zu trinken, wobei er mit kaltem Wasser oder kaltem Tee verdünnt werden darf.

Wer mit Honig die Halsschmerzen lindern möchte, sollte sich einfach einen puren Löffel kalt geschleuderten Honig gönnen.

Im Zweifelsfall zum Arzt

Vorsicht: Hausmittel sind eine gute Wahl, wenn Beschwerden nicht allzu schlimm sind oder wenn gerade keine medizinische Hilfe möglich ist, zum Beispiel nachts. Anhaltende Beschwerden sollten aber immer mit einem Arzt besprochen werden!

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