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Voelkel - Fruchtsäfte, die Gutes tun

Wer natürlich und schonend gepresste Säfte mag, wird Voelkel lieben! Die Naturkostsafterei aus dem niedersächsischen Wendland hat die Kunst des Saftpressens über Generationen hinweg perfektioniert – und übernimmt dabei Verantwortung für Mensch und Natur. mio hat das Familienunternehmen an der Elbe besucht.

Jurek Voelkel

Bio-Pioniere aus Tradition: Jurek Voelkel (Foto) und seine Brüder Jacob, Boris und David stehen in der vierten Generation für die Familienkelterei im Wendland.

Ein Produktionsmitarbeiter von Voelkel begutachtet die fertigen Voelkel-Saftflaschen

An dieser Produktionslinie – einer von insgesamt drei – können in einer Stunde bis zu 12 000 Flaschen abgefüllt, etikettiert, geprüft und verpackt werden.

„Wenn man etwas Sinnvolles tut und sich für das Gute entscheidet, ist man in der Regel auch wirtschaftlich erfolgreich. Die Menschen honorieren das, da es keinen uninteressierten Verbraucher mehr gibt.“ – Jurek Voelkel

Ein Treffen mit Jurek Voelkel

Mit vielen kleinen Holzhäusern, einem „Küchencontainer“ zur täglichen Verköstigung und einer Terrasse mit Sonnensegel für das Mittagessen im Freien erinnern die Verwaltungsbüros der Naturkostsafterei Voelkel an ein idyllisches Ferienlager.

Die großen Produktions- und Lagerhallen lassen sich hinter den charmanten Hütten, die durch schmale Fußwege verbunden sind, nur schwer erahnen. Jurek Voelkel empfängt uns in einem der Holzhäuser und bietet uns erst einmal etwas zu trinken an.

Es ist – wie sollte es auch anders sein – Voelkel-Saft. Im Laufe unseres Gesprächs gerät Jurek Voelkel immer mehr ins Schwärmen über die Säfte und die Visionen des Unternehmens. Nach und nach serviert er uns an die zehn verschiedene Säfte – einer besser als der andere.

Nach der Verkostung geht es weiter: Gemeinsam laufen wir zu den Hallen hinüber, in denen die Säfte gepresst, gelagert und abgefüllt werden.

Vitamine in Flaschen

Als wir das fast 10 000 Quadratmeter große Tanklager betreten, ist die Luft von einem süßlichen Duft erfüllt. An einem der hinteren Tanks öffnet Jacob Voelkel ein kleines Ventil und lässt uns schnuppern: Der unverkennbar süße und intensive Duft von Äpfeln steigt uns in die Nase. „Die Menschen gehen davon aus, dass frisch gepresster Saft am besten ist und die meisten Vitamine hat. Doch er muss sich nach der Verarbeitung erst einmal beruhigen und sich drei Wochen im Tank von dem Produktionsprozess erholen“, erklärt Jacob Voelkel.

Das bedeutet sieben Millionen Liter Lagerkapazität, da aus den 250 Tonnen Obst und Gemüse täglich ausschließlich Direktsaft hergestellt wird. Ob Gemüsesäfte, komplett aus Bio- oder sogar Demeter-Landwirtschaft stammen. 98 Prozent der Lieferanten sind langjährige Anbaupartner aus aller Welt, wodurch Voelkel die ausgezeichnete Qualität der Rohwaren garantieren kann.

Der schonende Umgang mit Rohstoffen ist besonders wichtig, erläutert Jacob Voelkel: „Wir bewahren unsere Äpfel zum Beispiel nicht in Silos auf, da dort so gut wie keine Belüftung stattfindet. Und ein Produkt, das sorgsam gelagert wird, sollte auch schonend verarbeitet werden und unkompliziert zum Verbraucher gelangen. Die Frage ist doch: Wie viel Stress kann ich einem Produkt zumuten, ohne dass es an Geschmack einbüßt?“ Als wir schließlich ein paar Säfte frisch nach dem Abfüllen aus den Tanks verkosten dürfen, stellen wir fest: Die Ruhe tut den Voelkel-Säften zweifelsfrei gut!

Alles begann auf den Möhrenhaufen

Trotz der beachtlichen Größe des Unternehmens, das mittlerweile über 200 Mitarbeiter beschäftigt, merken wir: Man kennt sich hier – sogar sehr gut, ist vertraut und pflegt enge Beziehungen. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass Voelkel ein Familienbetrieb nunmehr in vierter Generation ist. Alle vier Söhne von Geschäftsführer Stefan Voelkel haben ihre festen Aufgabenbereiche. Und das nicht aus familiären Verpflichtungen, sondern aus einer ehrlichen Begeisterung für das Unternehmen, wie uns alle bestätigen.

„Wir sind hier auf dem Hof aufgewachsen, haben im Herbst auf den Möhrenhaufen gespielt und die Apfelannahme der benachbarten Bauern überwacht, daraus entstand ein natürliches Interesse“, erzählt Jurek Voelkel. Während Jacob Voelkel als Geschäftsführer für das gesamte Werk verantwortlich zeichnet, ist

Jurek Voelkel, Geschäftsführer von Marketing und Vertrieb. Boris Voelkel führt die Geschäfte im Bereich des Einkaufs und steht in engem Kontakt zu landwirtschaftlichen Partnern auf der ganzen Welt.

David Voelkel hat seine Berufung in der Technik der Naturkostsafterei gefunden. Es scheint nicht schlicht eine Aufteilung von Aufgaben unter den Geschwistern zu sein, sondern vielmehr individuelle Freiheit und die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen, sich auf seine Weise in den Betrieb einzubringen.

Die Familienmitglieder haben dabei nicht nur Interesse, frische Säfte zu produzieren, sondern vor allem auch an den Zusammenhängen, die damit einhergehen. Aus diesem Grund ist Voelkel Teil des Anbauverbands Demeter und setzt sich für die biodynamische Landwirtschaft ein. „Unser Unternehmen ist ein Katalysator, durch den Rohwaren laufen. Wir stellen dadurch Produkte her, die gut schmecken und gern gekauft werden.

Mit dem Erlös unterstützen wir Bauern, auf biodynamische Landwirtschaft umzusteigen“, erklärt Jurek Voelkel. „Wir sehen uns nicht nur als Saftverkäufer, sondern haben als Marktführer im Segment Biosäfte die Chance, etwas für das Allgemeinwohl zu tun. Was bringen uns Erträge aus Landwirtschaftsformen, die unseren Allgemeingütern wie Wasser, Luft und Boden schaden?“

Hinter gutem Saft steht ein gutes Unternehmen

2 Produktionsarbeiter von Voelkel neben der Produktionsanlage der Voelkel-Säfte

Während unserer Gespräche mit den Brüdern wird deutlich, dass die Familieden Leitgedanken von Demeter und damit von Gründer Rudolph Steiner nicht nur in vielen Lebensbereichen anwendet, sondern auch weiterdenkt.

So berichtet Boris Voelkel: „Neben der Einhaltung von biodynamischen Anbauformen verwenden wir ausschließlich samenfestes Saatgut und keine Hybridsorten. Das bedeutet, dass das Saatgut natürlich vermehrt wurde und nicht künstlich gezüchtet ist. Außerdem ist uns der langfristige Kontakt zu Partnern sehr wichtig. Wir stehen zu unseren Landwirten – auch wenn es mal ein schlechteres Jahr war, bleiben wir ihnen konsequent treu. Das schafft gute Strukturen und stabilere Preise.“ Um den Kreislaufgedanken der biodynamischen Landwirtschaft weiterzuführen, hat sich Familie Voelkel zum 75-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2011 dazu entschlossen, das Unternehmen in eine Stiftung umzuwandeln.

Ziel der Stiftung ist die Förderung und Entwicklung der Firma. Jurek Voelkel beschreibt dies so: „Wir möchten Voelkel als einen gesunden Organismus sehen, der gut und kräftig arbeiten kann. Das geht nur, wenn alle Erträge wieder zurück in das Unternehmen fließen und nicht an uns als Privatpersonen ausgezahlt werden. Es mag im ersten Moment verwunderlich klingen, da das Unternehmen nun nicht mehr uns gehört, sondern im Grunde genommen sich selbst – aber es macht uns frei und wir können mehr Bauern unterstützen, auf biodynamische Landwirtschaft umzusteigen.“

Für eine bessere Zukunft: Bio neu gedacht

Die Porduktionsanlage von Voelkel

Die Familienwerte zahlen sich aus – in der Mitarbeiterführung, in der Zusammenarbeit mit Anbaupartnern und zuletzt auch in den Produkten. Das wird uns immer wieder deutlich, als wir mit den Brüdern sprechen und die unterschiedlichsten Säfte probieren.

Nach unserer Führung durch die Produktionshallen, Lagerräume und Entwicklungslabore bleibt uns deshalb nicht nur der hervorragende Geschmack in Erinnerung.

Wir haben mit drei Personen gesprochen, die drei komplett verschiedene Abteilungen leiten und unterschiedlicher nicht sein könnten. Alle stehen letztendlich jedoch für das Gleiche: eine durchdachte und nachhaltige Wirtschaftsweise, in der Mensch, Tier und Umwelt im Einklang sind. Sie soll eines Tages dazu führen, dass eine biologische beziehungsweise biodynamische Landwirtschaft zum Maßstab wird, in der nicht nur gesunde Lebensmittel produziert werden, sondern die auch auf gesunden Strukturen aufbaut – sozusagen Bio 3.0.

Biologisch-dynamische Landwirtschaft nach Demeter

Das Ideal ist die Kreislaufwirtschaft: Der Landwirt hält nur so viele Tiere, wie er mit seinem eigenen Land ernähren kann. Die Haltung der Tiere ist außerdem wesensgerecht.

Der entstandene Mist sorgt für eine hohe Bodenfruchtbarkeit, die beste Lebensmittel für den Menschen hervorbringt. Mithilfe von biodynamischen Präparaten wie zum Beispiel Hornmist und Hornkiesel wird die Aktivität des Bodens erhöht und die Produktion des fruchtbaren Humus gesteigert.

So wird der Hof zu einem einzigartigen und vor allem unabhängigen Organismus, indem jedes Organ das andere braucht: Mensch, Pflanze, Tier und Boden wirken zusammen.

Boris Voelkel

Bereits in den 1920er-Jahren fuhren Margret und Karl Voelkel mit einer fahrbarenSaftpresse, dem „Mostmax“, von Dorf zu Dorf, um die überschüssigen Früchte der Bauern in leckeren Saft zu verwandeln.

1936 entstand in einer stillgelegten Meierei die Bio-Kelterei der Familie.

Heute ist Urenkel Boris Voelkel für den gesamten Einkauf zuständig und steht in sehr engem Kontakt zu den Landwirten.

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