Porter

Verschiedene Sorten Porter

Porter sind dunkle, in der Regel obergärige und eher trockene Biere mit moderatem Alkoholgehalt (4 bis 5,4 Vol.-%). Das dunkle Malz ist für die (dunkel)braune Farbe verantwortlich und bringt oft einen Schwung Röstaromen mit (erinnern an Toastbrot, manchmal auch an Nuss, Biskuit oder ein bisschen Kaffee). Ab und zu findet man auch eine gewisse Säure im Porter. Das Porter hat seinen Namen von den Porters, den Londoner Hafenarbeitern des 18./19.Jahrhunderts. Die tranken es quasi den ganzen Tag … Später wurde das Porter zum Treibstoff der Industrialisierung. Zugleich hielt diese im Brauwesen Einzug: Um den Porter-Durst der Engländer zu stillen, entstanden immer größere, mehr und mehr maschinell betriebene Porter-Brauereien.

Interessant: Moderne Porter findet man gern auch mal jenseits des Reinheitsgebots: Brauer können sie in etwa auf Früchten nachvergären, oder mit Kaffee oder Kakaobohnen versetzen.

Porter oder Stout? Der feine Unterschied

Heute sind Porterbiere und Stouts nur noch schwer voneinander zu unterscheiden. Beide gehören zu der Klasse der Starkbiere. Der wichtigste Unterschied ist, dass das Malz bei Porter-Kreationen mit gemälztem Getreide (Getreide wird kurz zum Keimen gebracht und dann getrocknet) hergestellt wird, während Stouts mit ungemälztem Getreide gebraut werden. Der Hopfen tritt übrigens bei beiden Varianten eher in den Hintergrund, da in der Regel das Malz mit seinen süßlichen, karamelligen Noten den Ton angibt.

Dolden Dark

Riedenburger Dolden Dark

Dieses Porter aus dem Riedenburger Brauhaus ist eine Liebeserklärung an die Londoner Hafenarbeiter des 18. Jahrhunderts: Nach einem harten Tag in den Docks war im Pub ein vollmundiges Porter meist die erste Wahl. Mit seiner tiefschwarzen Farbe, braunen Schaumkrone, Noten von Schokolade sowie Kaffee- und Röstaromen ist dieses Porter ein perfekter Vertreter der dunklen Bierklasse.