Käse gibt es in vielen Variationen, eine davon ist Ricotta. Der leckere Frischkäse mag zwar etwas unscheinbar daherkommen, aber er überzeugt mit seinem milden Geschmack. Die Bezeichnung Ricotta bedeutet „nochmals gekocht“ und spielt damit auf dessen Zubereitung an.
Die Käseart kommt aus Italien, genauer gesagt aus der Nähe von Rom. Dort gibt es sie in unterschiedlichen Sorten. Die ungesalzene Version, die ein bisschen an Speisequark erinnert, heißt Ricotta tipo. Daneben gibt es den festeren und aromatischen Ricotta salata. Gebacken trägt er die Bezeichnung Ricotta salata al forno.
Die Sorten genießen Sie nicht nur als Scheiben, auch geriebener Ricotta ist bei Pizza- und Pastagerichten beliebt. Dafür pressen die Italiener reifen Ricotta zu Canestrata. Somit gibt es einige Variationen, die Sie in Italien genießen können. In Deutschland finden Sie vor allem Ricotta tipo.
Weitere Sorten sind beispielsweise:
Die Molke, die zur Herstellung genutzt wird, wird im ersten Schritt auf 70 bis 80 °C erwärmt und häufig mit Zitronensäure versehen. Dabei gerinnt das Albumin (Milcheiweiß) und sorgt dafür, dass Mineralien, Milchfett und Vitamine erhalten bleiben. Dann wird die geronnene Molke erneut erhitzt, um die Flüssigkeit aus dem Käse zu ziehen. Nun sollte der fertige Ricotta abgeschöpft werden und anschließend abtropfen.
Ricotta erhalten Sie das ganze Jahr über. Bewahren Sie ihn am besten im Kühlschrank auf. Da er keine Konservierungsstoffe aufweist, sollten Sie ihn alsbald verzehren. Gut gekühlt, hält er sich mehrere Tage. Essen Sie den Frischkäse nicht mehr, wenn er gelbliche Flecken bekommt.
Dank der Molke weist Ricotta mit 8 Gramm auf 100 Gramm Frischkäse nur wenig Fett auf. Da er keine Kohlenhydrate beinhaltet, eignet er sich darüber hinaus auch für eine Low-Carb-Ernährung. Dafür steckt er voller Phosphor, Kalium und Kalzium. Der letzte Mineralstoff ist förderlich für den gesunden Knochenaufbau. Zudem enthält der Frischkäse Magnesium.