Was macht der Winzer im März?

Im März kündigt sich der Frühling langsam an. Die ersten Blumen blühen und die Pflanzen beginnen zu sprießen. Für den Winzer verteilt sich in dieser Zeit die Arbeit auf den Keller und die Weinberge. Im Keller steht die erste Abfüllung der jungen Weine an während im Weinberg die Vorbereitung auf die neue Jahreszeit getroffen werden.

Abfüllung

Flaschenabfuellung

Im dritten Monat des Jahres sind die ersten Weine aus dem vorherigen Jahr bereit zur Abfüllung. Während Rotweine und bestimmte Weißweine im Holzfass reifen, können junge Weißweine zu dieser Zeit in Flaschen abgefüllt werden. Hier sind die Methoden ganz unterschiedlich. Während kleinere Weingüter noch von Hand abfüllen kommen bei größeren Betrieben Abfüllmaschinen zum Einsatz. Auch eine Abfüllung außerhaus ist möglich. Für Weinliebhaber stehen nun die ersten Weine aus dem Vorjahr zum Probieren und Entdecken zur Verfügung.

Reparaturen

Einzelstock

Ein Weinberg ist natürlich den Witterungen ausgesetzt. So haben Wind und Wetter nicht nur Einfluss auf die Rebstöcke, sondern auch auf die Stützen und das Spaliersystem im Weinberg. Bevor der Winzer die Ruten für das kommende Jahr binden kann fallen also Reparaturarbeiten an. Hier werden morsche Holzpfähle ausgetauscht und Drähte nachgespannt, um eine optimale Ausgangssituation für die kommenden Arbeiten zu garantieren.

Reberziehung

Reberziehung

Im März und April beginnen die Reben zu bluten. Hiermit ist der Saftaustritt an den Schnittwunden, die beim Rebschnitt entstanden sind, gemeint. Mit dem Ziel der gleichmäßigen Verteilung der Reben werden die Ruten nach unten gebogen und am Drahtgestell im Weinberg festgebunden. Dies geschieht oft bei nassem Wetter, da die Reben dann am biegsamsten sind. In Weinbergen mit Einzelpfahl Erziehung werden die Ruten herzförmig gebunden. Dieses Binden wird auch Reberziehung genannt und sollte vor dem ersten Austrieb der Pflanzen im April geschehen sein.

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