Was macht der Winzer im November?

Im November wandern die letzten Trauben in die Weinkeller. Vor allem spät-reifende Sorten wie zum Beispiel Riesling Spätlesen und Auslesen werden nun geerntet eingebracht. Somit sind Ende November, mit Ausnahme der Eisweine, alle Trauben im Keller angekommen.

Im Weinberg verfärben sich die Blätter und fallen im November zu Boden. Für den Rebstock ist dies der Zeitpunkt, um Reservestoffe von Trieben und Blättern zurückzuziehen und in Stamm und Wurzel zu verlagern. Die Pflanze macht sich so bereit für die kalten Monate und widerstandsfähig gegen Winterfröste.

Pressen der Trauben

Während der Weinberg in den Winterschlaf fällt, beginnt im Weinkeller das rege Treiben. Weißweintrauben werden gepresst und der Most wird bei 16 -20°C vergoren, um klare und fruchtige Weine entstehen zu lassen.

Weinmost

Die Maische des Rotweines enthält, im Vergleich zum Weißwein, alle Bestandteile der Traube. Hier werden Fruchtfleisch und Schale zusammen vergoren, da die Schale eine essenzielle Rolle spielt. Von ihr erhält der Wein erstens seine Farbpigmente und zweitens die beim Rotwein sehr beliebten Tannine. Da Rotweine einen anderen Charakter als Weißweine haben sollen werden sie zusätzlich bei einer höheren Temperatur vergoren.

Weinfässer

Bei der Gärung in Tanks und Fässern wird anschließend Zucker in Alkohol umgewandelt und die Säuren stellen sich neu ein. Hierbei beobachtet der Winzer intensiv. Die Entwicklung der Weine wird täglich analysiert. Es wird genau geprüft, ob die Temperatur stimmt, wie viel Zucker bereits abgebaut wurde und ob beim Gärverlauf alles passt.

Winzer im Weinkeller

Auch die ersten Jungweine sind Ende November bereit und werden abgefüllt. Somit können Weinliebhaber schon die ganz Frischen probieren.