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Die Weinprobe – einen Wein richtig lesen

Man kann einen Wein einfach trinken oder ihn verkosten. Bei Letzterem nähert man sich langsam an: vom optischen Eindruck, über den Geruch, den Geschmack und schließlich bis zum Gesamteindruck lernt man nach und nach die Eigenschaften eines Weines kennen. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Weine richtig zu verkosten ist gar nicht so schwer. Das Wichtigste ist erst einmal der unverfälschte Geschmack: Das heißt, Sie sollten sich nicht gerade frisch die Zähne geputzt, geraucht oder kürzlich Kaffee getrunken haben. Vor dem Probieren nehmen Sie am besten einen Schluck stilles Wasser oder kauen etwas Weißbrot.

Außerdem sollten Sie dafür sorgen, dass das Weinglas komplett sauber und frei von Spülmittelresten ist. Nach dem Spülen sollten Sie es daher idealerweise gründlich mit klaren Wasser ausspülen. Jetzt kann es losgehen!

Die optische Bewertung

Gießen Sie sich etwa 6 cl in ein dünnwandiges Weinglas, halten es am Stiel oder sogar Fuß, damit der Wein möglichst von der Körperwärme abgeschirmt ist und betrachten in Ruhe die Farbe des Weines. So erhalten Sie einen ersten Eindruck. Zum Beispiel erscheint ein Rotwein umso heller, je älter dieser ist, da sich die Pigmente bei langer Lagerzeit am Boden absetzen.

Halten Sie das Glas ruhig schräg, sodass die Seitenwände benetzt werden und beobachten Sie dabei genau, wie die Tropfen an der Glaswand herunterlaufen. Je langsamer die Tropfen die Glaswand hinab laufen, desto gehaltvoller ist der Wein. Weinpoeten sprechen übrigens melancholisch von „Tränen“.

Der Geruch

Halten Sie Ihre Nase tief ins Glas und riechen Sie kurz und kräftig. Wiederholen Sie diesen Vorgang ruhig mehrmals bis sich Ihnen alle Feinheiten erschlossen haben. Beim Riechen unterscheidet man grundsätzlich zwischen sechs Aromafamilien: nämlich floral, fruchtig, pflanzlich, würzig, karamellisiert und rauchig. Viele Gerüche lassen sich dabei gar nicht so einfach einordnen. Schließen Sie die Augen und versuchen Sie sich vorzustellen, was genau Sie riechen, zum Beispiel Aromen von Feige oder Holznoten. Lassen Sie sich dabei ruhig Zeit, denn gerade bei besseren Weinen entfalten sich manche Aromen erst nach und nach.

Der Geschmack

Jetzt kommt der Höhepunkt: Nehmen Sie einen Schluck und lassen den Wein den kompletten Mundbereich umspülen. Weinkenner sprechen davon „auf dem Wein zu Kauen“. Wenn Sie dabei etwas Luft in den Mund einziehen, steigen die Aromen noch besser auf und Sie nehmen den Geschmack schneller wahr. Notieren Sie, was Sie empfinden und schmecken Sie auch beim hinunterschlucken. Der Geschmack der danach noch etwas verbleibt ist der berühmte Abgang.

Tipp: Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie weniger genau riechen und schmecken, als zum Beispiel ein erfahrener Weinkenner. Sowohl die Nase als auch die Zunge kann und muss man trainieren, um die feinen Aromen in vielen Weinen zu schmecken und Sie auch beschreiben zu können.

Der Gesamteindruck

Unterschiedliche Weinsorten

Der Gesamteindruck ist sozusagen das Fazit der Verkostung. Hier halten Sie Ihr abschließendes Urteil fest und beziehen die einzelnen Phasen der Verkostung aufeinander: Zum Beispiel hält der Geschmack, was der Geruch verspricht? Hat der Wein entsprechend Alter und Farbe seine Erwartungen erfüllt. An dieser Stelle können Sie außerdem etwas zum Lagerpotenzial des Weins notieren und eine Temperaturempfehlung geben.

Ein letztes Wort zur Reihenfolge: Falls Sie mehrere Weine verkosten gelten grundsätzlich folgende Regeln: jung vor alt und Weiß vor Rot. Bei Weinen aus denselben Jahrgängen sollten Sie leichtere Weine zuerst trinken und einfachere (meist auch günstigere) Gewächse sind grundsätzlich vor den Highlights zu verkosten.

Verkostungsnotiz

Für Ihre nächste Weinprobe haben wir Ihnen außerdem ein Verkostungsblatt zum Ausdrucken bereitgestellt. So können Sie Ihre Erfahrungen und Eindrücke genau festhalten und auch später noch darauf zurückgreifen. Zum Download

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