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Drachen steigen lassen - ein herbstliches Vergnügen für Groß und Klein

Die Blätter färben sich, die ersten Kastanien fallen von den Bäumen und der Wind wird stärker: Der Herbst ist da! Doch das stürmische Wetter ist noch lange keine Ausrede dafür, zu Hause zu bleiben. Vielmehr heißt es jetzt, raus aufs Feld und den Drachen steigen lassen. Besonders für kleine Weltentdecker ein großer Spaß. Aber auch die Großen kommen voll auf Ihre Kosten. Wo diese schöne Herbsttradition herkommt, was es dabei zu beachten gilt und wie Sie einen Drachen ganz einfach selber basteln können, verraten wir Ihnen hier.

Der Ursprung der Drachen

Viele verschiedene Lenkdrachen vor einem blauen Himmel

Das Drachensteigenlassen blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück.

Vermutlich ließ man die ersten Drachen bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. in China bei windigem Wetter in den Himmel steigen. Sie bestanden aus Bambusstäben und Seide und ähnelten in ihrer Form bereits damals den heutigen (einfachen) Drachen.

Der Drache galt schon früher als Glückssymbol und wurde so hoch wie möglich geflogen, um dann schließlich die Leine zu kappen und den Drachen dem Wind zu überlassen.

Die Chinesen glaubten nämlich, dass damit auch alle Sorgen und Gefahren davonfliegen würden. Nach Europa gelangte die Tradition im 16. Jahrhundert durch Kaufleute und ist bis heute eine beliebte Tradition für die stürmischen Herbsttage.

Einleiner- oder Lenkdrachen?

Mutter, Vater und Sohn lassen einen Drachen steigen

Gerade für kleine Kinder eignet sich zum Einstieg der klassische Einleinerdrachen. Er ist am leichtesten zu halten und muss in der Luft nicht gelenkt werden. Er steht relativ stabil in der Luft und bringt nicht zu viel Zug auf die Schnur.

Ein anspruchsvolleres Modell ist der sogenannte Lenkdrachen, der für gewöhnlich über zwei und teilweise sogar mehr Leinen verfügt. So kann mit etwas Geschick der Drache aktiv gelenkt werden. Sogar Steilkurven und Loopings sind damit möglich.

Allerdings ist gerade bei stärkerem Wind etwas Kraftaufwand notwendig, um den Drachen zu halten und zu lenken. Daher empfehlen sich Lenkdrachen erst für ältere Kinder ab acht Jahren.

Das sollten Sie beim Drachensteigenlassen beachten:

Der richtige Platz:

Zuerst sollten Sie darauf achten, dass keine Häuser, Stromleitungen oder Bäume im Weg sind. Zu Stromleitungen und -masten sollten Sie sogar einen Sicherheitsabstand von mindestens 500 Metern einhalten. Falls sich der Drache trotzdem einmal dort verfangen sollte, sofort die Schnur loslassen und auf keinen Fall versuchen, den Drachen selbstständig zu befreien. Informieren Sie am besten direkt den örtlichen Energieversorger.

Achtung vor Gewittern:

Wenn die Schnüre nass sind und die ersten Gewitterwolken sich am Himmel auftürmen, sollten Sie den Drachen unmittelbar einholen, da die feuchten Schnüre Blitze leiten können.

Kurios:

Die maximal erlaubte Länge der Leine beziehungsweise die erlaubte Flughöhe ist 100 Meter – und unabhängig davon, ob Sie auf einem Berg oder im Tal stehen.

Tipp:

Statt mit dem Drachen zu rennen, lieber auf den richtigen Windmoment warten. Der Drache muss sich aufstellen und vom Wind erfasst werden. Lieber geduldig warten als kopflos rennen.

Entdecken sie unsere Bastelanleitung für Ihren ersten klassischen Einleinerdrachen:

Mädchen sitzt an Tisch und setzt ein Dampfbad zur Beruhigung der Nasenschleimhäute unter einem Handtuch um

Das brauchen Sie:

2 Holzstäbe (ein 90 cm langer und 5 mm dicker Holzstab, ein 70 cm langer und 5 mm dicker Holzstab)

  • Seidenpapier (100 x 85 cm)
  • Klebestreifen
  • Kleber
  • Faden
  • Drachenschnur
  • Metallring
  • kleine Säge
  • Schere
  • Stift
  • Lineal

Und so geht’s:

Schritt 1:

Kreuz aus Holzstäben

1. Die beiden Holzstäbe so zusammenlegen, dass sie die typische Drachenform (wie ein christliches Kreuz) bilden. Mit einem festen Knoten die Stäbe zusammenbinden.

Schritt 2:

Kreuz aus Holzstäben mit Kerbe

2. In jedes Stabende eine kleine Kerbe hineinsägen und die Schnur ringsherum führen. Damit die Schnur in den Kerben noch besser hält, können Sie auch etwas Flüssigkleber hineintröpfeln.

Schritt 3:

Drachen selber basteln-eine Anleitung

3. Den Drachen auf Seidenpapier legen und ihn mit einem Rand (ca. 5 cm) ausschneiden. Das überstehende Seidenpapier um das Gerüst klappen und mit Klebestreifen befestigen.

Schritt 4:

Drachen selber basteln-eine Anleitung

4. Als Nächstes zwei Löcher in dem Papier markieren: Die erste Markierung wird dort gemacht, wo sich der Knoten befindet, der beide Holzstäbe zusammenhält. Die zweite etwa 3 cm oberhalb der unteren Drachenspitze. Die beiden Punkte mit Klebeband verstärken und durchstechen.

Schritt 5 + 6 +7:

Drachen selber basteln-eine Anleitung

5. Den Faden durch das erste Loch ziehen, das durchgefädelte Ende festhalten und das andere Ende des Fadens über eine Ecke des Drachens ziehen, sodass ein Winkel entsteht (siehe Abbildung).

6. Markieren Sie auf dem Faden die Spitze des Winkels mit einem Stift und führen Sie den Faden hinunter zum unteren Loch. Fädeln Sie ihn durch das zweite Loch und binden Sie die Enden an der Rückseite des Drachens zusammen.

7. An der markierten Stelle den Faden durch den Ring fädeln und so fixieren, dass sich der Ring nicht verschiebt. (s. Abbildung).

Schritt 8:

Drachen selber basteln-eine Anleitung

8. Ziehen Sie den Drachen am Ring nach oben, um festzustellen, ob er im Gleichgewicht ist. Wenn nicht, den Ring entsprechend verschieben oder die Länge der Schnur ändern.

Schritt 9:

Drachen selber basteln-Schweif mit Schleifen

9. Für den Drachenschwanz eine lange Schnur mit Schleifen aus Seidenpapier verzieren und auf der Innenseite des Drachens am Längsstab befestigen.

Schritt 10:

Drachen selber basteln-Schweif mit Schleifen und Seil zum Hochheben

10. Die Drachenleine durch den Ring fädeln und gut verknoten.

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