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Deutschland trennt – bisher größte Partneraktion zur Aufklärung über richtige Mülltrennung

Was verbirgt sich hinter dieser Aktion und was ist das Ziel?

„Deutschland trennt.“ ist die bisher größte Partneraktion zur Aufklärung über richtige Mülltrennung in Deutschland. In einem einzigartigen Bündnis engagieren sich

  • duale Systeme
  • kommunale Abfallberatungen
  • Unternehmen der Abfall- und Entsorgungswirtschaft
  • Handelsunternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Baumarkt, Drogerie und Biohandel
  • für bessere Mülltrennung mit dem Ziel, so viele Menschen wie möglich für mehr und bessere Abfalltrennung zu gewinnen.

    Durch mehr Öffentlichkeit, mehr Reichweite, mehr Aufklärung soll dieses Ziel gefördert werden.

    Mit der Aktion „Deutschland trennt.“ erreichen die Kooperationspartner aus dem Handel sehr viele Menschen – und Aufklärung über richtige Mülltrennung startet schon beim Einkaufen.

    Im Jahr 2022 fielen in Deutschland bei privaten Endverbraucher*innen rund 8,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an. Das Recycling von Verpackungen hilft, wertvolle Rohstoffe einzusparen. Sie sind eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Produkte.1

    Voraussetzung dafür ist, dass gebrauchte Verpackungen richtig getrennt werden.

    1Quelle: Öko-Institut, Studie „Ökobilanz zu den Leistungen der dualen Systeme im Bereich des Verpackungsrecyclings“, 2022 https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/studie-oeko-institut/

    Warum beteiligt sich GLOBUS an der Aktion „Deutschland trennt.“?

    Richtige Mülltrennung ist Voraussetzung für effizientes Verpackungsrecycling. Sie ist damit eine zentrale Bedingung nachhaltiger Kreislaufwirtschaft. Mit Aufklärung über die richtige Entsorgung gebrauchter Verpackungen, wollen wir als Partnerunternehmen der Aktion „Deutschland trennt.“ die Kampagne unterstützen.

    Wann findet diese bundesweite Aktion statt?

    In den Aktionswochen vom 6. bis 21. Juni 2026 touren 20 Aufklärungs-Showtrucks zu über 500 Live-Events und Informationsveranstaltungen in viele Städte und Gemeinden in ganz Deutschland.

    Direkt beim Einkauf informieren zeitgleich 13 Handelspartner, darunter auch unsere GLOBUS Markthallen, zur Aktion „Deutschland trennt.“ ihre Kunden/ innen zur richtigen Mülltrennung.

    Auf wessen Initiative wurde diese Kampagne initiiert?

    Die dualen Systeme organisieren die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen. Zehn duale Systeme engagieren sich in der Initiative „Mülltrennung wirkt“, um über richtige Abfalltrennung und Verpackungsrecycling zu informieren und die Aktion „Deutschland trennt.“ kommunikativ zu begleiten.

    Was planen die Mitwirkenden zu dieser Aktion?

    Die Handelspartner- Aufklären und das schon beim Einkaufen

    Gebrauchte Verpackungen richtig entsorgen: Darüber informieren wir als Händler deutschlandweit in unseren GLOBUS Markthallen, zum Beispiel mit Plakat- und Displaywerbungen, in unserem Kundenmagazin Mio und Social-Media-Kanälen zur richtigen Mülltrennung.

    Die Abfallberatungen – Dialog und Information lokal vor Ort

    Gemeinsam mit kommunalen Abfallberatungen sind die dualen Systeme mit Aufklärungs-Showtrucks Gastgeber der Aktion „Deutschland trennt.“ vor Ort. Im Aktionszeitraum informieren sie bundesweit in Live-Events und Informationsveranstaltungen über richtige Mülltrennung.

    Lokale Entsorgungsunternehmen: Informationen direkt aus der Praxis

    Bundesweit unterstützen Unternehmen der Abfall- und Entsorgungswirtschaft die Aktion „Deutschland trennt.“ In den Aktionswochen veranschaulichen sie den Weg der Abfälle, etwa durch Einblicke in Sortieranlagen, und unterstützen als Praxisexpert*innen die Aufklärungsarbeit der Abfallberatungen bei Informationsveranstaltungen und Live-Events.

    Drei farbige Recyclingbehälter, blau für Papier, gelb für Plastik und grün für Glas, mit Abfällen in sonniger Umgebung.

    Was sind einfache Grundregeln für Mülltrennung?

    Alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind, kommen in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack. Das sind zum Beispiel Leichtverpackungen aus Kunststoff wie Joghurtbecher. Auch Aluminium- und Weißblechverpackungen wie Tomaten- oder Kokosmilchdosen und Verbundmaterialien wie leere Milchkartons kommen in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack. Papier, Pappe und Karton kommen ins Altpapier, Altglas nach den Farben Weiß, Braun und Grün sortiert in die passenden Altglascontainer.

    Auch die Verpackung trennen – warum denn das?

    Deckel, etwa von Joghurtbechern oder Senftuben, kommen getrennt von der Verpackung in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Das gilt auch für Verschluss- und Sichtfolien zum Beispiel von Schalenverpackungen für Käse und Aufschnitt oder Kunststoffummantelungen von Verpackungen. Warum? Deckel, Sichtfolien & Co. bestehen meistens aus unterschiedlichen Materialien, zum Beispiel Aluminium oder anderen Kunststoffarten als die eigentliche Verpackung. Entsorgen Verbraucher*innen sie getrennt, machen sie den Sortierprozess und ein hochwertiges Recycling für alle Materialien möglich.

    Was sind Verbundverpackungen und wie werden sie entsorgt?

    Verpackungen wie Milchkartons, Chipsdosen oder sogar der „Butterwickler“ sind oft Verbundverpackungen. Sie bestehen aus unterschiedlichen, miteinander verbundenen Materialien wie beschichteter Pappe, Metall- und Kunststoff.

    Verbundverpackungen gehören in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack.

    Wichtig ist: Alle Verpackungen müssen komplett leer dort entsorgt werden.

    Was tun mit leeren Glasverpackungen?

    Einwegflaschen ohne Pfand, leere Gurken- oder Marmeladengläser und andere Glasverpackungen werden nach den Farben Weiß, Grün und Braun sortiert in die Altglascontainer eingeworfen. Andersfarbige Glasverpackungen, zum Beispiel blaue oder rote, kommen in den Container für grünes Glas. Es verträgt beim Einschmelzen die meisten Fehlfarben. Die Deckel dürfen mit eingeworfen werden.

    Übrigens: Die in den Altglascontainern gesammelten Scherben bleiben voneinander getrennt. Der Entsorgungs-LKW hat verschiedene Kammern, in denen die Scherben getrennt zum Recycling transportiert werden.

    Drei hartnäckige Mythen über Mülltrennung

    Roter Kreis mit weißem Kreuz in der Mitte auf weißem Hintergrund.

    Warum Müll trennen? Das wird doch sowieso alles verbrannt…

    Stimmt nicht: Nur der Inhalt der Restmülltonne wird nahezu vollständig verbrannt. Geraten also Verpackungen aus Kunststoff, Glas, Metall, Papier oder Pappe in die Restmülltonne, gehen die darin enthaltenen Wertstoffe für immer verloren. Dagegen können Verpackungen, die Verbraucher*innen in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack sowie ins Altpapier und in Glascontainer entsorgen, recycelt werden. Aus den gesammelten Verpackungen können dann neue Kunststoff-, Metall-, Glas- oder Papierprodukte entstehen. Das spart viele Rohstoffe ein und schont das Klima.

    Streng kontrolliert: Der Gesetzgeber gibt für Verpackungsmaterialien wie Kunststoff, Aluminium oder Weißblech Recyclingquoten vor, die erfüllt werden müssen. Diese liegen, je nach Verpackungsmaterial, zwischen 63 und 90 Prozent. Das gilt auch für Altglas aus Altglascontainern und Altpapier aus Altpapiertonnen oder -containern. Die Einhaltung der gesetzlichen Recyclingquoten wird von der öffentlichen Kontrollbehörde, der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR), sorgfältig überwacht. In Zusammenarbeit mit der ZSVR ist das duale System eines der am strengsten kontrollierten Abfallsammel- und Verwertungssysteme in Deutschland.

    Roter Kreis mit weißem Kreuz in der Mitte auf weißem Hintergrund.

    In die Gelbe Tonne/den Gelben Sack kommt nur Plastikmüll…

    Stimmt nicht: In die Gelbe Tonne/den Gelben Sack kommen leere Verpackungen aus Kunststoff. Aber auch Verpackungen aus Weißblech, Aluminium und Verbundmaterialien wie Getränkekartons gehören dort hinein. Doch Vorsicht: Gegenstände aus Plastik, Metall oder Verbundstoff dürfen nicht in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack. Regionale Ausnahme sind Wertstofftonnen. Hier werden neben leeren Verpackungen auch Gegenstände aus Plastik oder Metall gesammelt.

    Roter Kreis mit weißem Kreuz in der Mitte auf weißem Hintergrund.

    Glas nach Farben sortieren? Das wird doch alles wieder zusammengekippt…

    Stimmt nicht: Schon die Sammelfahrzeuge, die Glascontainer leeren, haben für den Transport von Grün-, Braun- und Weißglas unterschiedliche Kammern. Auch in den Aufbereitungsanlagen bleiben die Farben strikt voneinander getrennt. Geraten zum Beispiel braune Glasscherben zwischen die weißen, verfärbt sich beim Einschmelzen das gesamte Weißglas. Glasverpackungen lassen sich ohne Qualitätsverlust beliebig oft einschmelzen und wiederverwerten.

    Vier Profitipps für richtige Mülltrennung

    Gelbe Glühbirne mit grauem Sockel und gelben Strahlen auf weißem Hintergrund.

    Tipp 1: Keine Reste: Verpackungen müssen leer sein

    Verpackungen, die in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack entsorgt werden, dürfen keine Produktreste mehr enthalten. Reste erschweren die Sortierung der Verpackungen erheblich und können ihr Recycling verhindern. Sie auszuspülen ist aber nicht nötig. Alle Materialien werden im Recyclingprozess gereinigt.

    Gelbe Glühbirne mit grauem Sockel und gelben Strahlen auf weißem Hintergrund.

    Tipp 2: Gut trennen – besser recyceln

    Verpackungen bestehen oft aus unterschiedlichem Material. Deshalb bitte Deckel, Verschluss- und Sichtfolien oder Kunststoffummantelungen von der Verpackung lösen und getrennt in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack entsorgen. Das erleichtert den Sortierprozess und ein hochwertiges Recycling. Verpackungsbestandteile aus Papier gehören ins Altpapier.

    Gelbe Glühbirne mit grauem Sockel und gelben Strahlen auf weißem Hintergrund.

    Tipp 3: Platzmangel? Bitte nicht stapeln

    Mehrere Verpackungen ineinanderzuschieben, spart zwar Platz, erschwert aber die Arbeit von Sortieranlagen. Besser: Joghurtbecher und andere Verpackungen nicht stapeln, Getränkekartons & Co. flachdrücken und dann in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack entsorgen.

    Gelbe Glühbirne mit grauem Sockel und gelben Strahlen auf weißem Hintergrund.

    Tipp 4: Den Durchblick behalten

    Für Müllwerker*innen wird die Arbeit leichter, wenn Verpackungsabfälle in transparenten Abfallsäcken oder lose in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack entsorgt werden. Bemerken sie bei der Abholung falsch eingeworfene Abfälle, können sie darauf hinweisen und informieren.

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    Hier finden Sie außerdem weitere Informationen, Tipps und Anregungen.

    Mülltrennung wirkt:

    Schnelle Hilfe bei Fragen zu richtiger Mülltrennung bieten praktische Trenntabellen in vielen unterschiedlichen Sprachen auf Mülltrennung wirkt! Eine Initiative der dualen Systeme.

    Forum Rezyklat:

    GLOBUS ist seit 2018 als Gründungsmitglied beteiligt. Im Forum Rezyklat kommen Akteure aus allen Bereichen der Kreislaufwirtschaft zusammen. Gemeinsam schaffen sie Schnittstellen, um praxis- wie verbrauchernahe Lösungen für recyclebare Verpackungen zu entwickeln. Sie engagieren sich zudem für einen vermehrten Einsatz von Rezyklaten in Verpackungen. Dabei beziehen sie moderne Recycling-Technologien ein.

    Außerdem interessant:

    Was wird wirklich recycelt – Verpackungsrecycling im Faktencheck, Informationen der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister

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    Eine Pressemitteilung der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister- das Umweltbundesamt und die ZSVR widerlegen häufige Irrtümer zum Kunststoff- und Glasrecycling