Skandinavische Küche: Nordische Kühle aus beim Essen

In der skandinavischen Küche wandert in den Kochtopf, was es vor der eigenen Haustür gibt. Vor allem Fisch, Getreide, Beerenobst und heimisches Gemüse. Dabei ist ähnlich wie beim typisch skandinavischen Einrichtungsstil auch in der Küche eine Geradlinigkeit zu erkennen. Wir haben Ihnen die Klassiker der skandinavischen Küche als Rezepte zum Nachkochen zusammengefasst und geben Ihnen wertvolle Tipps an die Hand, mit der Sie die Kochkunst aus Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen unterscheiden.

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Besonderheiten der skandinavischen Küche

Zimtschnecken auf einem Teller angerichtet auf einem Tisch stehend

Die skandinavische Küche ist besonders vielfältig, die einzelnen Regionalküchen von Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark unterscheiden sich jedoch weitreichend. Wenn Sie in Schweden ein typisches Frukost genießen möchten – das schwedische Frühstück – so ist das Frokost in Dänemark bereits das Mittagessen.

Frisch gefangene oder frisch geerntete Zutaten machen die skandinavische Küche zu einer außergewöhnlichen Kochkunst. Da Erdbeeren, Heidelbeeren und Co. allerdings nicht zu jeder Zeit wachsen, wird in der skandinavischen Küche auch viel Eingemachtes verwendet. Auf der Liste der Zutaten stehen aber noch andere Leckereien. Fisch, Meeresfrüchte, Waldbeeren und Pilze gehören in jeden Kochtopf. Selbst bei der Auswahl des Fleisches – in Skandinavien lieben die Menschen Elch- oder Rentierfleisch – müssen sie nicht ihre nordischen Wälder verlassen.

Gewürze werden in der skandinavischen Küche sparsam eingesetzt, Dill, Wacholderbeeren und Piment habe sich zu einer Art Nationalgewürz entwickelt. Die Ursache liegt im früheren Handel, Gewürze und Kräuter mussten importiert werden und waren häufig sehr teuer. Die skandinavische Küche ist eine Hausmannskost mit allen Zutaten, die es im Norden gibt, und die viel von der Vorratshaltung beeinflusst wird. Die einzelnen Länderküchen unterscheiden sich nicht vollständig, aber in vielen Feinheiten.

  • Skandinavische Speisen mit regionalen Zutaten und Vorräten
  • Gewürze werden nur sparsam eingesetzt
  • Länderküchen Skandinaviens variieren

Die Länderküchen Skandinaviens

Die vier Länder im Norden Europas haben auf uns eine besondere Anziehungskraft. Riesige Wälder, unberührte Fjorde oder die geradlinige Architektur in den Großstädten faszinieren auf eine ganz eigene Art und Weise. Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark weisen ihre regionalen Eigenheiten auf, gemeinsam bilden sie die skandinavische Küche.

Dänische Küche

Chinesisches Essen auf einem Tisch angerichtet

Dänemark liegt an der Nord- und Ostsee, daher ist es kaum verwunderlich, dass viel frischer Fisch in den Kochtöpfen landet. Das dänische Frühstück – die Morgenmad – ist ein üppiges Frühstück. Süße und herzhafte Backwaren kommen auf den Tisch, dazu Marmelade, aber auch Schmelzkäse, Schinken oder der berühmte dänische Blauschimmelkäse. Die herkömmlichen weißen Brötchen heißen Rundstykker und sind mit Mohn bestreut, die weichen Bolle finden Sie in süßen und gewürzten Varianten. Typisch dänisch ist der Hot Dog, als Snack zwischendurch ist er ideal.

Nach dem reichhaltigen Frühstück ist fast kein Platz mehr für ein Mittagessen. Doch der frische Fisch der dänischen Küche ist zu verlockend. Krabben, eingelegter und marinierter Hering oder geräucherte Fischfilets werden einfach nur mit etwas Salat garniert oder Smörrebröd gereicht. Dazu trinken die Dänen gern ein typisch dänisches Bier.

Fast nahtlos geht es zu Kaffee und Kuchen über. Kleine Köstlichkeiten am Nachmittag versüßen den Feierabend. Rote Grütze, Gebäck mit Zimt, Schokolade oder Blätterteigteilchen lassen sich mit einem Mellemristet – dem dänischen Kaffee – bestens genießen.

Um die Rezepte der dänischen Küche selbst zu kochen, sind frische Zutaten wichtig. Eingelegtes Gemüse und konservierte Früchte sind in Dänemark ebenfalls in jedem Haus zu finden.

Beliebte Gerichte der dänischen Küche:

  • Rød pølse: der dänische Hot Dog
  • Smørrebrød: Knäckebrot
  • Stegt Flæsk: gebratener Schweinebauch mit Petersiliensauce
  • Paniertes Schollenfilet mit Salat und Knäckebrot
  • Austern

Finnische Küche

Krautwickel mit Hackfleischfüllung

Die finnische Küche ist ein weiterer Pfeiler der skandinavischen Küche. Die Köche haben sich vieles aus den Nachbarländern abgesehen, Einflüsse der russischen Küche sind ebenfalls zu entdecken. Ähnlich wie in Dänemark kommt viel Fisch auf die Teller, die Speisen sind insgesamt sehr einfach und bäuerlich gehalten. Hering in allen Varianten – mariniert, geräuchert oder gebraten – finden Sie auf jeder Speisekarte.

Zum Frühstück wird finnisches Brot serviert. Meist ist das dunkle Brot aus Vollkorn oder Gerste, dazu gibt es Wurst, Rentierschinken oder die berühmte Saunawurst. Die Finnen lieben ihren Kaffee und haben weltweit den höchsten Verbrauch.

Nach dem meist herzhaften Frühstück steht das Mittagessen an und hier wird es fischlastig. Lachs, Meeresfrüchte, Fischrogen, Renken oder Forellen werden gebraten, gegrillt oder als Fischsuppe zubereitet. Aber auch Zander oder Aal werden in der finnischen Küche zubereitet. Garniert mit saurer Gurke oder Rote Beete ist das Mittagessen in Finnland bereits komplett. An Feiertagen gibt es häufig Aufläufe aus Möhren oder Steckrüben, da dann die ganze Familie zusammenkommt und beköstigt wird. Bei den finnischen Fleischgerichten wird es spezieller, Elch, Rentier oder auch Bärenfleisch sind Delikatessen in der skandinavischen Küche. Wie in Dänemark legen die Finnen ebenfalls großen Wert auf fang- und erntefrische Zutaten.

Beliebte Gerichte der finnischen Küche:

  • Karjalanpiirakka: gefüllte Teigtaschen – Piroggen – mit Kartoffeln und Möhren
  • Grillimakkara: Grillwürstchen
  • Korvapuusti: Zimtbrötchen
  • Kaalikääryleet: Krautwickel
  • Silakkalaatikko: Fischauflauf
  • Loimulohi: gebeizter Flammlachs

Norwegische Küche

Lammgulasch in einem Teller angerichtet

Die skandinavische Küche in Norwegen ist ländlich geprägt, die Rezepte sind einfach gehalten und Fisch ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Auch die norwegischen Speisen sind mit regionalen Spezialitäten zubereitet, alles, was das karge Land liefert, wird verarbeitet. Dabei ist die Konservierung von Gemüse und Früchten ebenfalls sehr beliebt, denn in den langen Kälteperioden wird nichts geerntet.

Die Frühstücksgewohnheiten haben die Norweger aus Dänemark abgeschaut. Es ist reichhaltig und üppig, so dass Sie gut gesättigt in den Tag starten. Dazu darf Kaffee natürlich nicht fehlen. Verschiedene Brotsorten, Wurst, Käse, Fleisch und Fisch bieten eine große Auswahl. Aber auch süße Gebäcke oder Kuchen sind ein Muss. Zum Mittagessen reicht es meist nur für einen kleinen Snack. Zum Abendessen darf es gern wieder üppig ausfallen. Fisch in allen Varianten, aber auch Aufläufe, Fleischgerichte oder Eintöpfe bringen die verbrauchte Energie zurück. Die Norwegen lieben Süßspeisen. Zimtbrötchen, Zimtschnecken oder Butterkugeln werden zum Nachtmahl gern gegessen. Auch dazu gibt es manchmal noch einen letzten Kaffee.

Eine besondere Spezialität – die sicher nicht jedermanns Geschmack ist, ist der Schafskopf. Einmal im Jahr kommen die gesamte Familie und Freunde zusammen, um das exotische Gericht zu genießen. Dabei wird tatsächlich das gesamte Schaf verwertet, Ohren und Augen sollen echte Delikatessen sein. Dazu werden Kartoffeln und Kohlrüben serviert. Bleiben Reste übrig, werden sie getrocknet und konserviert.

Beliebte Gerichte der norwegischen Küche:

  • Smalahove: Schafskopf
  • Fleischgerichte aus Lamm, Elch oder Rentier
  • Brunost: brauner Käse aus Norwegen
  • Fårikål: Hammel in Kohl
  • Kjottkaker: Fleischbällchen in brauner Sauce

Schwedische Küche

Köttbullar mit Kartoffelpüree

Köttbullar sind nicht die einzige Spezialität, die die schwedische Küche hervorbringt. Durch die sehr kurzen Sommer ist die Vorratshaltung in Schweden besonders wichtig. Alles, was geerntet wurde, wird eingelegt, getrocknet oder eingekocht. Nur so sind für die köstlichen schwedischen Speisen genug Zutaten vorhanden. Fisch und Fleisch werden ebenfalls gebeizt, gesalzen und anschließend konserviert. Die bäuerlich geprägte schwedische Küche bringt einige Köstlichkeiten hervor.

Das Frühstück hat in der schwedischen Küche einen hohen Stellenwert. Havregrynsgröt ist ein gesalzener Haferflockenbrei, der als Nationalgericht zählt. Preiselbeer- oder Himbeermarmelade oder Apfelmus runden die erste Mahlzeit ab. Wer es lieber herzhaft mag, greift zu hartgekochten Eiern oder Fisch, der mit Senf, Zitrone, Knoblauch und Dill gewürzt ist. Dazu gibt es natürlich einen Kaffee.

Zum Mittagessen bleibt es deftig. In der skandinavischen Küche in Schweden werden neben Köttbullar auch Schnitzel und Gulasch gegessen, Fisch in allen Varianten ist ein Nationalgericht. Auch bei schwedischen Mittagsgerichten wird süß und herzhaft kombiniert. Lingonsylt ist die beliebte Preiselbeermarmelade, sie darf nicht fehlen. An kalten Tagen kann es in der schwedischen Küche auch ein wärmender Eintopf sein. Das Abendessen, das in Schweden „Middag“ heißt, präsentiert sich meist als Brotzeit. Selbstgebackenes und belegtes Brot aber auch Fischstäbchen für die Kleinen sind schnell zubereitet. „Pytt i pannar“ – Kartoffelstücke mit Zwiebeln sind ein perfektes Abendessen als Resteverwertung.

Beliebte Gerichte der schwedischen Küche:

  • Surströmming: in Salzlake eingelegter und gegärter Fisch
  • Köttbullar: Fleischklöße mit brauner Sauce
  • Pannkaka med sylt: Pfannkuchen mit Marmelade
  • Blodpudding med lingon: Blutpudding mit Preiselbeeren
  • Tacos

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Käse-Makkaroni mit Tomaten

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