Globus zu Besuch bei Just Spices

Die Spice Boys

Gewürze sind spannend, geschmacklich entscheidend und stecken voller Kreativität – darin sind sich die drei Gründer von Just Spices einig. Woher die Inspiration zum würzigen Unternehmen stammt und warum eine Weltreise nicht immer Urlaub bedeutet, haben uns Florian, Ole und Béla in ihrer Ideenschmiede in Düsseldorf erzählt.

Ihr wollt bestimmt zu uns“, begrüßt uns Gründer Béla, als wir an einem Mittwochmorgen das Hauptquartier von Just Spices in Düsseldorf erreichen. Vom ersten Moment an nehmen wir die familiäre und lockere Atmosphäre wahr, die den Unternehmern und Freunden so am Herzen liegt. „Was uns hier bei Just Spices am glücklichsten macht, ist, dass wir eine große Familie sind und lieben, was wir tun. Wenn man ein Unternehmen gründet, ist es genau das, was man sich wünscht: Menschen, die mehr Freunde als Kollegen sind.“ Dass dieser Leitgedanke von den Mitarbeitern gelebt wird, ist deutlich spürbar. In der Küche, dem Herzstück des ungewöhnlichen Büros, erzählen uns die drei Gründer, was hinter der Idee zu Just Spices steckt.

Wie aus Hobbyköchen Unternehmer wurden

Just Spices

Angefangen hat alles in einer kleinen WG-Küche in Dortmund. Florian, Ole und Béla wohnten während ihres Studiums gemeinsam in einer Wohnung und ernährten sich laut eigenen Angaben hauptsächlich von Nudeln mit Pesto. Eines Abends wollten die drei für ihren Besuch etwas Besonderes kochen: ein leckeres indisches Dhal, eine Art Eintopf aus roten Linsen. Die drei stellten jedoch recht schnell fest, dass man in der indischen Küche mit vielen unterschiedlichen Gewürzen arbeitet und sie keines davon im Haus hatten. Mehrere Gewürze kaufen zu müssen, die voraussichtlich nur noch selten Verwendung finden würden, war eigentlich nicht ihr Plan. Der Kochabend mit Freunden wurde ungewollt zu einer komplizierten und teuren Angelegenheit. Fragen über Fragen schossen den Jungs durch den Kopf: Warum kann man sich nicht einfach individuell seine Gewürzmischungen zusammenstellen? Und warum kann man Gewürze nicht in kleinen Mengen kaufen? Und wo sind eigentlich die Gewürzdosen, die nicht nur das Essen, sondern auch die Küche optisch aufwerten? An diesem Abend ist den Hobbyköchen die Idee zu Just Spices gekommen. „Nach vielen Diskussionen und dem Erstellen von zahlreichen Konzepten wurde uns klar: Es geht um guten Geschmack und kreative Kochkunst, inspiriert von Köchen aus aller Welt – und dieses Wissen finden wir nur, wenn wir auf Entdeckungsreise gehen“, berichtet Gründer Florian.

Eine würzige Reise

Just Spices

Im Jahr 2014 verabschiedeten sich die „Spice Boys“ auf große Weltreise. Innerhalb von 21 Tagen bereisten die drei Freunde drei Kontinente, legten insgesamt 43 000 Kilometer zurück. „Diese Zeit war sehr anstrengend. Von Urlaub kann man hier definitiv nicht sprechen. Wir sind jeden Tag früh aufgestanden, um Menschen zu finden, die uns ihre Art des Kochens lehren. Das war gar nicht so einfach“, erzählt uns Ole. Die drei Jungs ließen sich von Einheimischen in die Kochkünste ihres Landes einführen und lernten die Kunst der richtigen Würze. „Wir kochten Bolognese mit Mamma Lucia in Italien, aßen Guacamole mit Rocio in Mexico und zelebrierten ein typisch amerikanisches Barbecue mit Dedra in Texas“, schwärmt Béla mit einem Lächeln im Gesicht.

Mit dem Duft der Straßen aus Indien in der Nase, dem Qualm des Grills in Texas in Erinnerung und der Musik aus der mexikanischen Küche im Ohr, beschlossen die Gründer zu Hause, noch mehr Menschen für das Kochen zu begeistern. Mit 40 Kurzfilmen und zahlreichen Rezepturen aus aller Welt im Gepäck, arbeiteten die kreativen Köpfe an der Entwicklung ihrer Gewürzmischungen. Das Ergebnis: 100 Prozent natürliche Zutaten, pure Gewürze und Kräuter und keine Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker oder Bindemittel – dafür stehen die Gewürze von Just Spices von Anfang an.

Bunt und natürlich

Just Spieces Gewürze

Das Wichtigste an einem Gewürz ist sein Charakter. Diese Erfahrung machten Béla, Ole und Florian in jedem der Länder, die sie bereisten. Deshalb stand für sie auch schon früh fest: Die Menschen, die sie für ihre Produkte inspiriert hatten, sollten auch auf der Verpackung ihrer Gewürzmischungen wiederzufinden sein. Und so landeten die Porträts von Rocio, Lucia und Co. schließlich auf den bunten Dosen von Just Spices. „Wir wollten Gewürze nicht nur geschmacklich, sondern auch äußerlich spannend gestalten. Außerdem wollten wir mehr Farbe ins Gewürzregal bringen. Als wir damals als Studenten vor den Regalen standen, fiel uns als Erstes auf, dass die Verpackungen nicht wirklich zum Kaufen anregten“, so Béla, der heute vor allem für den Vertrieb und den Business-to-Business-Bereich des Unternehmens zuständig ist.

Als wir die Unternehmer nach der Namensgebung ihrer Gewürze fragen, erzählen sie uns, es gehe ihnen hauptsächlich darum, Menschen zum Kochen zu bewegen. „Der Kunde soll direkt wissen, was er mit dem Gewürz kochen kann, ohne darüber nachdenken zu müssen, wozu es passen könnte. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es viele Menschen gibt, die beispielsweise nicht wissen, wofür man Kräuter der Provence am besten nutzt. Indem wir unseren Gewürzen Namen wie ‚Pasta Allrounder‘ geben, liest jeder Hobbykoch direkt, wofür man es verwenden kann. So wird das Gewürz häufiger genutzt und letztlich auch voll verbraucht“, erklärt uns Marketingchef Ole.

Die Mischung machts

Gewürze

Von der Idee bis zur fertigen Gewürzmischung im Regal vergehen rund zwölf Wochen. Jeder der rund 85 Mitarbeiter, egal ob Praktikant oder Koch, darf seine würzigen Ideen bei der Entwicklung neuer Produkte in den Topf werfen. Zudem gibt es regelmäßige Innovationsmeetings, bei denen das Team die Trends der sozialen Medien und Märkte analysiert. Sobald die Idee für ein Gewürz feststeht, geht es ans Eingemachte! Die Köche von Just Spices ziehen sich in die Küche zurück und probieren sich an den verschiedensten Variationen, um herauszufinden, welche Komponenten zusammenpassen. „Anschließend beginnt der schönste Teil der Entwicklung, das Verkosten“, so die drei Gründer. Für den sogenannten Tastingprozess wurden die Geschmacksnerven ausgewählter Mitarbeiter in einer Sensorikschulung trainiert. „Dieser Prozess ist essenziell in der Entwicklung unserer Produkte. Wir müssen genau wissen, was an der Mischung schmeckt und was nicht. Hierbei müssen unsere Geschmacksprofis die einzelnen Komponenten der Gewürzmischungen genau definieren können. Dafür war die Sensorikschulung sehr ichtig“, erzählt uns Florian, der sich bei Just Spices um Mitarbeiter und Finanzen kümmert.

Fix und Bio

Just Spieces Gewürze

Während unseres Gesprächs entdecken wir neben den kunterbunten Gewürzdosen auch farbige Tütchen auf dem Tisch vor uns. „Macht euch gerne mal eine Tüte auf und riecht daran“, fordert uns Vertriebschef Béla auf. „Seit November 2018 haben wir Familienzuwachs bekommen.“ Schnelles, gesundes Essen, das man ohne viel Aufwand und in Bio-Qualität zaubern kann – diese Idee steckt hinter den IN MINUTES-Produkten von Just Spices. Mit den Fix-Tütchen, die ebenfalls ohne Geschmacksverstärker und künstliche Zusätze auskommen, hat man in durchschnittlich 15 bis 30 Minuten und mit maximal sechs frischen Zutaten ein frisches und gesundes Essen auf dem Tisch. „Gerade in Zeiten, in denen die Menschen viel arbeiten und sich dennoch ausgewogen ernähren wollen, können wir damit eine bewusste Alternative zu herkömmlichem Fast Food bieten“, erzählt uns Marketingchef Ole, während wir das „Yeah Curry“ der IN MINUTESReihe probieren dürfen. „Wir möchten, dass Essen Menschen glücklich macht“, so die Botschaft der Freunde und Gründer von Just Spices. Und wir als Redaktion können sagen: Diese Mission haben Florian, Ole und Béla mit ihren bunten Produkten definitiv erreicht.